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Osako im Interview: "Ich frage mich, wie es weitergeht"

Yuya Osako hat einen schweren Stand bei vielen Anhängern des 1. FC Köln. Der Japaner hat vor dem gegnerischen Tor in dieser Saison die Seuche am Fuß. Zwischenzeitlich nahm ihn Trainer Peter Stöger gar aus der Mannschaft, um ihn zu schützen. Zuletzt konnte der 25-Jährige gefallen. Die Wende?

Köln – Der GEISSBLOG.KOELN traf sich mit dem zurückhaltenden Stürmer, der in Köln eine schwierige Phase erlebt und deshalb aktuell keine Option für seine Nationalmannschaft ist. Osako über seine Tor-Allergie, seine Rolle im Team, Heimweh und sein Verhältnis zu den Effzeh-Fans.

GBK: Herr Osako, wie geht es Ihnen aktuell?
YUYA OSAKO: „Mir geht es gut, ich bin fit. Es sind nur noch drei Spiele. In den Spielen will ich noch mal alles raushauen.“

Ich hätte treffen müssen, ganz klar!

Vor einigen Wochen ging es Ihnen ganz und gar nicht gut.
Das stimmt. Ich hatte 40 Grad Fieber. Das hat es mir sehr schwer gemacht. Ich habe etwas gebraucht, bis ich wieder fit war. Stück für Stück bin ich aber wieder in Form gekommen. Die Mannschaft hatte vorher einige Spiele nicht gewonnen. Deswegen bin ich froh, dass ich mit meiner Leistung helfen konnte, dass wir zwei Mal gewonnen haben. Das will ich natürlich in den letzten drei Spielen fortsetzen.

Yuya Osako. (Foto: GBK)

Yuya Osako. (Foto: GBK)

Gegen Mainz waren Sie ein belebendes Element. Gegen Darmstadt durften Sie von Beginn an ran, es gab aber eine Szene, in der Sie aus wenigen Metern neben das leere Tor geschossen haben. Wie denken Sie mit ein paar Tagen Abstand über diesen Moment?
Die Flanke von Marcel (Risse) kam als Aufsetzer, der Ball war nicht einfach zu nehmen. Aber in dieser Szene hätte ich treffen müssen, ganz klar.

Ich bin Stürmer und werde als solcher bewertet

Generell stehen Sie in diesem Jahr in der Kritik, weil Sie bisher erst ein Mal getroffen haben. Wie gehen Sie mit der Kritik um?
Ich bin Stürmer und werde als solcher gesehen und bewertet. Wenn ich in dieser Saison gespielt habe, habe ich im Mittelfeld hinter der Spitze oder auf der Außenbahn gespielt. Ich bin mehr für den Spielaufbau zuständig als früher. Ich bin es eigentlich gewohnt, vorne in der Sturmspitze zu spielen. Jetzt habe ich weniger Chancen im Strafraum. Deswegen muss ich noch häufiger die Initiative ergreifen und vorne reingehen.

In der japanischen Nationalmannschaft werden Sie aber als Stürmer gesehen. Sie haben länger nicht für Ihr Land gespielt. Welche Gründe hat das?
Ich bin öfter im Kontakt mit dem Nationaltrainer. Er sagt mir, dass er meine Spiele guckt. Aber er sieht mich als Stürmer. Weil ich hier im Mittelfeld spiele, ist es für mich gerade schwer, weil es viele gute japanische offensive Mittelfeldspieler gibt. Deswegen frage ich mich natürlich schon, wie es weitergehen wird und ob ich über diese Position wieder in die Nationalmannschaft kommen kann.

Weiterlesen – Osako über die Fan-Kritik: „Ich habe keine Angst“

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