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Vogt und Osako: Zwei Gescholtene bringen die Wende

Es wirkte eigentlich wie eine Ohrfeige, dass Kevin Vogt beim 0:0 gegen Werder Bremen nicht in der Startformation stand – trotz der Sperre von Kapitän Matthias Lehmann. Doch als Vogt dann zur zweiten Halbzeit für Yannick Gerhardt kam, avancierte der defensive Mittelfeldspieler zum besten Spieler auf dem Platz. Auch Yuya Osako, den Peter Stöger ebenfalls zur zweiten Hälfte brachte, sorgte für neuen Schwung. Mit dem Doppelwechsel bewies der FC-Coach ein glückliches Händchen, zumal die beiden zuletzt oft Gescholtenen neues Selbstvertrauen tanken konnten.

Köln – Kevin Vogt und Yuya Osako haben keinen leichten Stand bei den Anhängern der Geissböcke. Das ging in der laufenden Spielzeit bereits so weit, dass Trainer Stöger im Falle Osakos den Japaner in Heimspielen nicht einsetzte, um ihn zu schützen. Während Vogt nach seinen starken Leistungen der letzten Saison in dieser Spielzeit nie so richtig zu seiner alten Form fand, wurde Osako vor allem wegen seiner mangelnden Torgefahr kritisiert.

Spieler zahlen Vertrauen des Trainerteams zurück

In den letzten Wochen war Osako, ob von Beginn an oder als Einwechselspieler, wieder ein belebendes Element beim Effzeh. Zwar weiterhin, ohne mit Toren oder Vorlagen zu glänzen, dennoch erhielt der gelernte Stürmer stets Lob von seinem Trainer. Vogt hingegen war zuletzt sogar von den eigenen Fans hämisch bei einer Auswechslung beklatscht worden, weshalb der Trainer dessen überzeugende Leistung in der zweiten Halbzeit gegen Bremen umso höher einschätzte. Denn der defensive Mittelfeldspieler zeigte genau das, was man von ihm noch aus der letzten Saison gekannt und in der laufenden Spielzeit so häufig vermisst hatte: Präsenz, gute Zweikampfführung, Laufstärke und Passsicherheit.

Besonders für Vogt fand FC-Trainer Stöger daher nach der Partie lobende Worte: „Er hat eindeutig unser Spiel stabilisiert und die Bälle dahin gespielt, wo wir sie haben wollten. Er hat auch Yuya Osako öfter gefunden. Beide haben das Spiel belebt, das freut mich, weil beide mehr in der Kritik standen als andere. Das haben sie gut gemacht. Unsere Grundidee haben sie nach der Pause besser umgesetzt und so ist unser Spiel besser geworden.“ Es ist ein klares Zeichen des Trainerteams, den zuletzt bereits mit Wechselabsichten konfrontierten Spielern weiter zu vertrauen.

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