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"Wir haben Belege, dass Lille es gewusst haben muss"

Wie geht es weiter im Transfer-Streit um Sehrou Guirassy? Der Franzose war sich mit dem 1. FC Köln über einen Wechsel einig. Auch der OSC Lille und der Effzeh hatten sich verständigt. Dann fiel Guirassy durch den Medizincheck. Der Deal platzte. Die Franzosen streiten eine Verletzung des Stürmers ab, Sportchef Jörg Schmadtke hält dagegen. Er sagt: „Wir haben Belege dafür, dass Lille es gewusst haben muss.“

Köln – Die Zeiten, dass beim 1. FC Köln ein Spieler verpflichtet wird, der nicht fit ist, scheinen vorbei. Philipp Hosiner, Felipe Santana und nun Sehrou Guirassy – drei Fälle in anderthalb Jahren lassen den Schluss zu, dass die medizinische Abteilung der Geissböcke inzwischen ganz genau hinschaut, ob ein potentieller Neuzugang Bundesliga-tauglich ist.

Schmadtke widerspricht der Darstellung aus Lille

„Ein riesiges Faustpfand“ nennt Schmadtke die Arbeit der FC-Ärzte in der MediaPark Klinik. Ein Ärgernis ist das genaue Hinsehen dagegen in Frankreich. Die Lille-Verantwortlichen wollen von einer Verletzung ihres 20-jährigen Stürmers nichts wissen. Sie wollen den Deal zu den ursprünglich verhandelten Konditionen durchziehen. Doch ohne Schmadtke, der darauf beharrt: Wenn ein Spieler den Großteil der restlichen Vorbereitung ausfallen und dadurch von Beginn an ins Hintertreffen geraten würde, wäre er nicht mehr so viel wert wie ursprünglich vereinbart.

Schmadtke widerspricht zudem der Darstellung aus Lille, dass der OSC nichts von einer Verletzung Guirassys gewusst haben will. „Wir haben Belege dafür, dass Lille es gewusst haben muss“, sagte der FC-Sportchef dem GEISSBLOG.KOELN. Wahrscheinlich ist, dass sich der Effzeh vom Spieler alte Untersuchungsergebnisse aus Lille hatte übermitteln lassen. Ein gängiger Vorgang bei sportmedizinischen Untersuchungen, um Vergleiche anstellen zu können. Dabei wurde offenbar jene Verletzung festgestellt, die nun Gegenstand der Streitigkeiten ist.

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