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"Vielleicht hatten die Spieler noch Jetlag vom Fliegen"

Das 7:0 (2:0) des 1. FC Köln beim BFC Preussen war eine gute Stunde lang kein Meisterstück. Doch es reichte locker, um die zweite Runde im DFB-Pokal zu erreichen. Für Sven Müller war das Spiel ein bewegendes Debüt, für Peter Stöger ein Spiel ohne große Rückschlüsse. Und doch konnten sich einige Spieler empfehlen, andere nicht.

Berlin – Für Leonardo Bittencourt bestand das einzige Ziel am Samstag, die zweite Runde zu erreichen. Das sah auch Sportchef Jörg Schmadtke so. Deswegen konnte er auch mit der deutlich schwächeren ersten Hälfte leben und hatte eine ihm eigene Erklärung dafür. Die Stimmen zum Spiel:

DOMINIQUE HEINTZ: „Wir haben uns am Anfang schwer getan, waren noch nicht ganz wach. Wir hätten früher das erste Tor machen müssen, hatten wenig Bewegung und keine gute Staffelung. In der zweite Hälfte hat man dann gesehen, wie es gehen kann, wenn man den Ball schneller spielt. Dann kann man schon mal ein paar Kisten hintereinander machen.“

Wir sind weiter im Topf – das war die Pflicht

LEONARDO BITTENCOURT: „Der Trainer hat in der Halbzeit gesagt: ‚Jungs, ich möchte das sehen, was wir trainiert haben! Sonst bringt es nichts.‘ Das haben wir dann auch getan. Wir haben Spieler draußen sitzen, die unser Spiel verändern können, die unser Spiel noch mal verbessern können. Das zeigt, dass wir eine richtig gute Mannschaft haben. Das Spiel haken wir jetzt ab. Wir haben gewonnen, das war wichtig. Wir sind weiter im Topf. Das war die Pflicht.“

Der 1. FC Köln gewinnt beim BFC Preussen mit 7:0. (Foto: GBK)

Der 1. FC Köln gewinnt beim BFC Preussen mit 7:0. (Foto: GBK)

SVEN MÜLLER: „Im ersten Moment hat es sich richtig gut angefühlt. Bis auf die erste Minute, glaube ich, habe ich ein gutes Spiel gemacht. Der Ball kam zurück, ich habe den Ball nicht gut angenommen, da war der Spieler schon da. Ich habe Glück gehabt. Bis mittags war die Nervosität gar nicht da, als wir dann eingelaufen sind, aber schon. Nach der ersten Minute war sie aber weg, da habe ich abgeschaltet. Das Wichtigste für einen Torhüter ist, zu Null zu spielen. Dass die Fans meinen Namen gerufen haben, ist das geilste Gefühl für einen kölschen Jung wie mich. Ich bin seit 14 Jahren in diesem Klub. Dass die Fans dann meinen Namen rufen, da war Gänsehaut dabei.“

Jeder weiß, dass er um seine Chance kämpfen muss

JÖRG SCHMADTKE: „Sieben Tore, war das zu wenig? Die erste halbe Stunde haben wir uns anders gewünscht. Vielleicht hatten die Spieler noch Jetlag vom Fliegen. Die erste Hälfte war etwas spannungslos. Das was eher weniger gefährlich, weil das Spiel hätte verloren gehen können, sondern weil der Gegner sehr aggressiv war. Da muss man aufpassen, dass man sich nicht verletzt. Am Ende haben sie es routiniert zu Ende gespielt. Es gibt keine Rückschlüsse auf die kommenden Wochen. Im Pokal geht es nur darum, weiterzukommen. Mehr war nicht gefordert.“

PETER STÖGER: „Echte Rückschlüsse können wir aus dem Spiel nicht ziehen. Außer, dass der Kader breit aufgestellt ist und jeder weiß, dass er um seine Chance im Kader kämpfen muss. Die, die reingekommen sind, haben das mit ihrer Galligkeit und Giftigkeit gezeigt. Es ist schwer, in so ein Spiel reinzugehen. Man denkt, es geht leichter, als es ist. Dann wird es mühsam. Aber so haben sich eben einige Selbstvertrauen geholt und andere weniger. Jeder konnte heute für sich selbst punkten. Das haben einige mehr gemacht, andere weniger. In der Halbzeitpause waren wir nicht happy, wir hatten uns erhofft, dass mehr kommt. Es geht eine Woche vor der Meisterschaft eben auch darum zu sehen, wie weit jeder einzelne ist, und wie bereit sie sind, die Dinge, die wir sehen wollen, umzusetzen. Wir haben logischerweise viele Spieler, die wir einsetzen können.“


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