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Transferbilanz: FC im Liga-Vergleich mit sattem Plus

Und weil die inflationär gestiegenen Preise auf dem Markt unter anderem das Werben um Salif Sané unmöglich gemacht hatten, hielten sich die Kölner nun die Option offen, im Winter noch einmal substantiell nachlegen zu können. Auch, wenn Schmadtke bekanntlich kein Fan von Verpflichtungen zur Halbzeit der Liga ist, sind in diesem Zeitraum doch häufig nur wenige wirklich interessante Spieler verfügbar und wechselwillig.

Schmadtke könnte und würde im Winter nachlegen

Der 1. FC Köln aber ist vom Kader überzeugt, auch, weil die letzten Wochen zeigten, dass die 24 Spieler auch abseits des Platzes harmonieren. Spannungen gibt es kaum, der Konkurrenzkampf wird ohne Murren angenommen. Einmal mehr setzt der Effzeh also auf einen relativ kleinen Kader. Bleibt Köln von weiteren langfristigen Verletzungen verschont und kommen die aktuell angeschlagenen Spieler als Verstärkungen zurück, dürfte der FC den ersten Eindruck bestätigen. Gelingt dies nicht, könnte, müsste und würde Schmadtke im Winter doch noch einmal nachlegen. Der finanzielle Spielraum jedenfalls ist mehr denn je vorhanden.

Die Transferbilanz der 18 Bundesliga-Klubs

VereinAusgabenEinnahmenGewinn/Verlust
Schalke38,3056,30+ 18,00
Gladbach29,0045,10+ 16,10
1. FC Köln5,3014,50+ 9,20
Hoffenheim22,0529,10+ 7,05
Frankfurt2,908,55+ 5,65
Bremen23,2028,35+ 5,15
Darmstadt4,005,20+ 1,20
Wolfsburg50,0049,75– 0,25
Hertha BSC6,504,90– 1,60
Augsburg17,3015,40– 1,90
Ingolstadt7,505,05– 2,45
Freiburg8,305,25– 3,05
Dortmund115,20109,50– 5,70
Mainz 0523,2010,25– 12,95
FC Bayern70,0054,00– 16,00
Leverkusen42,6023,20– 19,40
Hamburg34,102,30– 31,80
RB Leipzig48,101,10– 47,00

Insgesamt investierten die Bundesligisten in der Sommer-Transferperiode 2016 demnach 547,55 Millionen Euro. Das sind rund 140 Millionen Euro mehr als 2015. Dagegen brachten die Verkäufe (insgesamt 467,8 Mio.) trotz der Preisanstiege in Europa rund zehn Millionen Euro weniger ein. Alle Zahlen (Angaben in Mio. Euro) basieren auf Angaben des Fachmagazins „kicker“.

Köln, Gladbach, Hamburg, Leipzig: Wie denkt Ihr über die Transferperiode? Diskutiert mit!

5 Kommentare
  1. FC Nock says:

    Schreibt Euch die Presseabteilung des FC die Artikel oder nicken sie sie nur ab? Wie sehr ihr nicht nur hundertprozentig die Vereinsmeinung widergebt, sondern mir den letzten Artikeln sogar vom Verein einspannen lasst, dass ist schon sehr peinlich. Jeder in meinem Umkreis findet die Transferbilanz des Sommers katastrophal. Da hilft auch keine Propaganda Unterstützung durch Euch oder dem Express. So dumm sind die Leute nicht. Dafür gibt es heutzutage genügend unabhängige Möglichkeiten seine Meinung zu bilden

    • Dirk says:

      Ich habe unabhängige Medien benutzt und festgestellt, dass unsere Transferbilanz durchaus sich sehen lassen kann. Leistungsträger gehalten und verlängert und nicht wie andere ne komplett neu Mannschaft zusammen gekauft. Das Darmstadtspiel will ich nicht überbewerten, aber die Ansätze waren schon ganz gut. Auch viele andere teilen die aktuelle Ausrichtung unseres FC und abgerechnet wird immer am Ende der Saison. Und trotz einiger negativer Stimmen, waren die letzten Jahre sehr erfolgreich.

  2. Hanseatic Geissbock says:

    An der Position des Linksverteidigers kann man aus meiner Sicht gut ablesen, wie sich die Transferpolitik des FC von vielen anderen Bundesligisten unterscheidet.
    Da wird im Winter 15/16 ein Mladenovic für <2 Mio. EUR verpflichtet, um in diesem Sommer nicht von anderen Vereinen erpressbar zu sein, sollte Hector wechseln. Gleichzeitig arbeitet man an einer Verlängerung mit Hector ohne Ausstiegsklausel und plant, ihn auch im Mittelfeld einzusetzen. Der Plan funktioniert. Hector verlängert. Parallel verpflichtet man Rausch im Sommer 16 für 0 EUR, der über Jahre nachgewiesen hat, dass er die Positionen links sehr gut ausfüllen kann und trotzdem noch Potenzial hat / jung ist. Man hat also in den letzten 2 Transferperioden für <2 Mio. EUR plus das Handgeld bei Hector für die Vertragsverlängerung plus ggf. kleines Handgeld bei Rausch für die Vertragsunterschrift 3 Spieler gebunden, die alle links hinten, links im Mittelfeld und im Fall von Hector auch auf der 6 spielen können und alle mindestens guten Bundesligadurchschnitt darstellen. Welcher andere Bundesligist hat das für diese Preise in dieser Qualität geschafft?!?…mir fällt keiner ein.
    Das Gegenbeispiel ist der HSV. Der hat gerade einen brasilianischen Linksverteidiger für 7,5 Mio. EUR verpflichtet, der erstmalig bei Olympia in 2 Spielen live gescoutet worden ist und nun erstmalig in Europa mit einem viel schnelleren Spiel, taktischer Disziplin und einem Kostic vor sich zurechtkommen soll, der bekanntermaßen nicht für besonders viel Defensivdisziplin steht.
    Ich bin sehr einverstanden mit dem Transferergebnis des FC in diesem Sommer!

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