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Das Herzstück: Lehmanns Verletzung und die Folgen

Matthias Lehmann ist bereits der vierte Profi des 1. FC Köln, der bis zur Winterpause ausfallen wird. Der Kapitän bewies auch in dieser Saison bislang, wie wertvoll er noch immer für die Geissböcke ist. Sein Ausfall ist aber auch eine Chance.

Köln – Peter Stöger hätte am Montag eigentlich die Chance gehabt, schon zum vierten Mal zu sagen, was er in den letzten Wochen schon zu häufig hatte sagen müssen. Nämlich, dass ihn der längere Ausfall einer seiner Spieler persönlich treffe, dass man ihn als Mannschaft aber nun mal auffangen müsse. Doch der Chefcoach war krank, und so blieb das erneute Klagelied aus, das er bereits nach den Verletzungen von Leonardo Bittencourt, Dominic Maroh und Timo Horn hatte halten müssen.

Stöger und Lehmann: eine besondere Beziehung

Matthias Lehmann und Peter Stöger im Gespräch. (Foto: GBK)

Matthias Lehmann und Peter Stöger im Gespräch. (Foto: GBK)

Es ist aber kein Geheimnis, dass den FC-Coach und Kapitän Lehmann eine besondere Beziehung verbindet. Der Österreicher war es, der Lehmann im Sommer 2013 den Glauben in dessen Fähigkeiten zurückgab. Nach einer trostlosen Saison unter seinem eigentlich Ziehvater Holger Stanislawski hob Stöger Lehmann aus der Versenkung und machte ihn als Kapitän zum verlängerten Arm auf dem Platz.

Fortan war Lehmann als unspektakulärer, solider, vor allem aber taktisch disziplinierter Sechser der Ordnungshüter in der Kölner Defensive. Viele trauten ihm nach dem Aufstieg den Sprung in die Bundesliga nicht mehr zu. Doch der mittlerweile 33-Jährige straft nun schon im dritten Erstliga-Jahr alle Kritiker Lügen.

Folgt jetzt der unfreiwillige Generationswechsel?

Jetzt aber könnte – unfreiwillig – der Generationswechsel bevorstehen. Nicht, weil Lehmann nicht mehr mithalten würde, sondern weil er nicht mehr mithalten darf. Seine Knieverletzung setzt ihn bis zur Winterpause außer Gefecht. In den nächsten fünf Spielen wird er zuschauen müssen, wie es andere für ihn regeln.

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