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"Viele Franzosen fragen sich: Wer ist Anthony Modeste?

Nicht nur beim 1. FC Köln, sondern in der gesamten Bundesliga wird Anthony Modeste derzeit große Beachtug geschenkt. Der Stürmer ist neben Borussia Dortmunds Angreifer Pierre-Emerick Aubameyang nicht nur der Führende der nationalen Torjäger-Liste, der Franzose war bis vor wenigen Tagen auch der torgefährlichste Spieler Europas. Nun steigt auch das Interesse am 28-Jährigen in seiner Heimat.

Köln – Er lacht. Er schießt. Er lacht wieder. Die Spielfreude ist Anthony Modeste beim Training deutlich anzumerken. Nicht nur, weil er bislang wie am Fließband traf oder weil der 11.11. vor der Tür steht. Auch, weil sich die französischen Medien mehr und mehr für den Stürmer interessieren. Überraschenderweise wird Modeste in seiner Heimat kaum wahrgenommen. Ganz im Gegensatz zu einem anderen Angreifer des Effzeh.

Modeste ist Frankreich eher unbekannt

Am Montag und Dienstag wurde „Big Mo“ von einem französischen Sportreporter begleitet. Wilfrid Bof, sollte im Auftrag der französischen „L’Équipe“ ein großes Portrait über den Stürmer-Star drehen. Der 28-Jährige hat durch seine Tore nun auch in seiner Heimat auf sich aufmerksam gemacht. Die international respektierte Zeitung will den Stürmer näher beleuchten.

Anthony Modeste und Sehrou Guirassy kommen gegen Lukas Hradecky nicht an den Ball. (Foto: JH)

Anthony Modeste und Sehrou Guirassy kommen gegen Lukas Hradecky nicht an den Ball. (Foto: JH)

„Anthony Modeste ist in Frankreich eher unbekannt. Er hat für ein paar französische Vereine gespielt, aber er hat seinen Durchbruch erst in Deutschland geschafft“, erzählte Bof dem GEISSBLOG.KOELN. „Langsam beginnt das Interesse an Anthony auch in Frankreich zu steigen. Man hat ihn jetzt erst wiederentdeckt und hält ihn für einen guten Spieler.“ Der Angreifer spielte vor seiner Zeit bei der TSG 1899 Hoffenheim bei verschiedenen französischen Klubs: OGC Nizza, SCO Angers, Girondins Bordeaux und SC Bastia.

Der deutsche Fußball liegt ihm

Bei allen Vereinen erzielte Modeste viele Tore, warum er dort den Durchbruch aber trotzdem nicht schaffte, kann sich auch Bof nicht erklären. „Bei jedem Klub, für den er gespielt hat, hat er regelmäßig getroffen. Ich weiß nicht, warum ihn keine Mannschaft länger halten konnte.“ Warum es für den 28-Jährigen in Deutschland so gut läuft, glaubt er jedoch zu wissen: „Ich glaube, dass Modeste der deutsche Fußball besser liegt als der französische. Er hat hier in Deutschland die Spielweise gefunden, die zu ihm passt: Die Bundesliga ist dynamischer als die League 1. Es gibt mehr Chancen, das Spiel ist schneller. In Frankreich ist es häufig etwas defensiver.“

In der vergangen Saison traf Modeste 15 Mal für den Effzeh, in dieser Saison hat der Angreifer nach zehn Einsätzen schon elf Treffer auf seinem Konto. Warum reicht es dennoch nicht für eine Nominierung für die Equipe Tricolore? „Die Konkurrenz für Anthony ist in der Nationalmannschaft sehr groß“, sagte Bof. Mit Antoine Griezmann, Olivier Giroud und Anthony Martial haben einige große Namen aktuell die Nase vorn. Doch auch Manager Jörg Schmadtke äußerte seine Verwunderung über die Nicht-Nominierung: „Wenn ein Stürmer so trifft wie Tony – und das auch noch in einer der stärksten Ligen der Welt – dann sollte man automatisch darüber nachdenken, dass er Thema sein müsste.“

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