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Das Risse-Drama: Er wollte nur noch aus dem Stadion

Marcel Risse wird dem 1. FC Köln monatelang fehlen. Der 26-Jährige erlitt gegen die TSG 1899 Hoffenheim einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie und wird am Montag operiert. Ein Schock für den Effzeh, ein Tiefschlag für den Spieler.

Sinsheim/Köln – Es lief noch die erste Halbzeit, als Marcel Risse auf Krücken die Rhein-Neckar-Arena verließ. Ein Betreuer fuhr Risse zurück nach Köln zu weiteren Untersuchungen, die noch am Abend die ernüchternde Diagnose brachten: Kreuzbandriss. Für Risse ist die Saison 2016/17 wohl gelaufen.

Das ist eine ganz schwere Phase für uns

Die Mannschaft: geschockt. Noch in der ersten Hälfte war zu spüren, wie sich die Erkenntnis breit machte, dass mit Risse der nächste Leistungsträger wochen-, ja gar monatelang ausfallen würde. Timo Horn, Dominic Maroh, Matthias Lehmann, Leonardo Bittencourt und jetzt eben Marcel Risse: Irgendwann ist so etwas eben nicht mehr zu kompensieren. Und weil auch Marco Höger vorübergehend fehlte, standen nach der 20. Minute sechs Stammspieler nicht mehr zur Verfügung.

„Marcel hat gefühlt die letzten 100 Spiele gemacht und ist ein wichtiger Faktor in unserem Spiel“, sagte Trainer Peter Stöger später. „Mit Fortdauer des Spiels hat man das vielleicht gemerkt.“ Und Mergim Mavraj ergänzte: „Das ist eine ganz schwere Phase für uns. Das müssen wir jetzt versuchen auszublenden, aber klar fehlt uns damit auch Qualität.“ Der Effzeh ist weit davon entfernt, derart viele Ausfälle kompensieren zu können. Und so brach der Qualitätsverlust im Laufe des Spiels durch, der Effzeh ging mit 0:4 in Sinsheim unter.

Weiterlesen: „Ich wollte nicht, dass die anderen Spieler ihn noch in der Kabine sehen“

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