Ursachenforschung: Gibt es Gründe für die Verletzungen?

Insgesamt haben bereits 13 Verletzungen in dieser Saison dazu geführt, dass der 1. FC Köln auf einen seiner Spieler verzichten musste. Immer wieder kommt die Frage auf: Gibt es nicht doch ein Muster, das die Häufung der Verletzungen erklären könnte?

Köln – Sehrou Guirassy kam schon verletzt aus Lille. Einer weniger auf der Liste jener Kölner, die sich in dieser Saison in Köln verletzt haben. Und doch einer, der behandelt werden musste. Doch es gibt noch genügend andere, die sich tatsächlich in dieser Saison schon beim Effzeh verletzt haben. Der GEISSBLOG.KOELN hat sich alle Verletzungen mit Spielausfall als Folge angeschaut.

Marcel Hartel
Erste Trainingswoche der Vorbereitung, erster Schock: Marcel Hartel bricht sich im Trainingsspiel der Profis auf Platz sieben den Fuß. Über zwei Monate fällt der Youngster aus. Fazit: Spielunfall mit Fremdeinwirkung.

Dominic Maroh wird von Lilien-Keeper Esser mit dem Knie getroffen und muss verletzt vom Feld. (Foto: JP)

Dominic Maroh wird von Lilien-Keeper Esser mit dem Knie getroffen und muss verletzt vom Feld. (Foto: JP)

Thomas Kessler
Trainingslager in Kitzbühel, das Spiel gegen Eibar: Thomas Kessler reißt sich bei einer Abwehrbewegung ein Außenband im Knie. Mehrere Wochen Pause. Fazit: Die Belastung im Trainingslager ist höher und somit auch die Verletzungsanfälligkeit. Dennoch ein Spielunfall, der passieren kann.

Konstantin Rausch
Nach der Rückkehr aus dem Trainingslager klagt Konstantin Rausch über Rückenprobleme. Daraus wird eine schmerzhafte Rückenblockade. So wirklich wird nicht bekannt, ob es einen Auslöser oder eine Ursache für die Beschwerden gegeben hat. Fazit: nicht zu bewerten.

Dominic Maroh
Erster Spieltag, letzte Minute: Michael Esser räumt im Strafraum Dominic Maroh zur Seite. Diagnose: doppelter Rippenbruch. Fazit: Spielunfall mit Fremdeinwirkung.

Weiterlesen: Horn nach Olympia verletzt – doppeltes Bittencourt-Aus

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6 Kommentare
  1. Klio
    Klio says:

    Kleiner Korrekturhinweis: Im „Fazit“ heißt es: „Der Torhüter, drei Jahre lang verletzt, fällt nun schon zum zweiten Mal aus.“ Es muss (zum Glück) heißen: „Der Torhüter, drei Jahre lang nicht verletzt, …“ oder „Der Torhüter, drei Jahre lang unverletzt, …“

  2. Benjamin
    Benjamin says:

    Der Torhüter, drei Jahre lang verletzt, fällt nun schon zum zweiten Mal aus. Der einzige Unterschied zu den letzten Jahren war die Reise nach Rio zu den Olympischen Spielen mitten in der Vorbereitung. Hatte Rio 2016 vielleicht Einfluss auf die Belastungsfähigkeit des Keepers?

    Da fehlt nen nicht im Artikel nach drei Jahre lang.

  3. AMX
    AMX says:

    Spielunfall, kannst Du nichts machen.

    Kann so sein, aber vielleicht lohnt es sich trotzdem, noch mal genauer hinzuschauen. Die Häufung ist schon bemerkenswert.

    Hat sich unter Umständen am Zweikampfverhalten der Spieler etwas geändert? Gehen Sie, auf der Erfolgswelle schwimmend, aggressiver in die Zweikämpfe? Sind sie, da überwiegend Stammspieler mit hohen Einsatzzeiten betroffen, nicht spritzig genug? Oder ist es so, dass die Mannschaft durch die Verletzungen von Bittencourt und Horn angeknockt ist und zu vorsichtig in Zweikämpfe gegangen wird – was auch extrem gefährlich ist.

    Kann ich aus der Entfernung, der nicht jedes Spiel im Stadion sitzt, nicht beurteilen. Kleine Seminararbeit für einen Sportstudenten…

  4. RS10
    RS10 says:

    Große Anzahl von Muskel- und Bänderverletzungen

    Eine Auffälligkeit aber gibt es: Die große Anzahl von Muskel- und Bänderverletzungen – Marcel Risse wurde gestern von Dr. Peter Schäferhoff erfolgreich am gerissenen vorderen rechten Kreuzband operiert – erlebt man beim 1. FC Köln erstmals, genau seit auf einem Hybridrasen trainiert wird. In den Jahren zuvor auf Naturrasen gehörte man stets zu den Teams mit den wenigsten Verletzten.

    Beim Hybridrasen werden in den Naturrasen Kunststoffhalme geflochten. Dadurch ist die Spielfläche gleichmäßiger und wasserdurchlässiger, möglicherweise aber auch stumpfer – und dann wohl auch verletzungsförderlicher.

    Unter anderem aus diesem Grund hat man sich beim FC Bayern in diesem Sommer wieder vom Hybridrasen verabschiedet. Ein solcher war im Sommer 2014 auf Drängen vom damaligen Trainer Pep Guardiola sowohl auf dem Trainingsgelände an der Säbener Straße als auch in der Allianz-Arena für 1,5 Millionen Euro verlegt worden. Dann häuften sich die Verletzungen bei den Bayern-Profis in ungewohntem Maß. Nach einer Statistik des Internetportals Fussballverletzungen.com, von dem alle folgenden Daten stammen, hatte es in den sechs Jahren zwischen 2008 und 2014 insgesamt 14 Spielerausfälle wegen Muskelverletzungen von jeweils mehr als zwei Spieltagen gegeben. In den folgenden nur zwei Jahren auf dem Hybridrasen waren es 16.

    In der vergangenen Spielzeit führte der FC Bayern die Tabelle mit Muskelverletzungen mit 688 Ausfalltagen mit deutlichem Vorsprung vor dem VfB Stuttgart (530) und anderen an. Der 1. FC Köln lag mit 180 Tagen am unteren Ende dieser Negativtabelle.

    Auch was alle Verletzungen zusammen betraf, war der FC in der Vorsaison top. Hinter Darmstadt (500 Ausfalltage) folgte Köln mit 511 Tagen auf Platz zwei. Den schlechtesten Wert wiesen die Schalker (1739) auf. Der FC Bayern (1563) gehörte zur Spitzengruppe und war umgerechnet auf die Anzahl der Ausfalltage pro Spieler wieder negativer Spitzenreiter.
    – Quelle: http://www.rundschau-online.de/25229648 ©2016
    – Quelle: http://www.rundschau-online.de/25229648 ©2016

    http://www.rundschau-online.de/sport/1-fc-koeln/ausfaelle-beim-1–fc-koeln-koelns-verletzenmisere-wirft-fragen-auf-25229648

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