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Der 1. FC Köln muss wieder das Siegen lernen

Der 1. FC Köln hat beim 1. FSV Mainz 05 nicht verloren. Damit sind die Geissböcke seit vier Spielen ohne Niederlage. Allerdings warten die Kölner bereits seit sechs Spielen auf einen Sieg. Es scheint, als sei dem Effzeh die neu gewonnene Selbstverständlichkeit ein Stück weiter wieder abhanden gekommen. Ein Kommentar.

Köln – Es ist eine Stärke, kaum schlagbar zu sein. Nur drei Niederlagen in 17 Spielen – eine beeindruckende Bilanz für den 1. FC Köln. Von dieser Stärke zehrt der Effzeh, seit Peter Stöger Trainer der Geissböcke ist. Deswegen waren die drei Unentschieden zum Jahresende gegen Dortmund, Bremen und Leverkusen ein Erfolg. Und auch das 0:0 in Mainz war wichtig. Denn mit einer Niederlage will niemand aus der Winterpause kommen.

Die Suche nach der Selbstverständlichkeit

Dennoch kann der Fluch der guten Tat, im Zweifelsfalle ungeschlagen zu bleiben, auf Dauer bestraft werden. Denn die Drei-Punkte-Regel wurde einst auch deswegen eingeführt, um Siege mit einem Extra zu belohnen. Dieses Extra ist es, das dem 1. FC Köln in den letzten knapp drei Monaten fehlte. Seit sechs Spielen haben die Geissböcke nicht mehr gewonnen. Fünf Spiele davon trennten sich die Kölner Unentschieden. Zwar sind die erreichten 26 Punkte eine bemerkenswerte Ausbeute. Doch das Gefühl bleibt, dass noch mehr drin gewesen wäre.

Nach dem 0:0 am 2. Spieltag in Wolfsburg hatte Sportchef Jörg Schmadtke erklärt, die Spieler müssten eine neue „Selbstverständlichkeit“ in die Köpfe bekommen. „Sie sollen nicht denken: Das ist der VfL Wolfsburg, sondern wir sind der 1. FC Köln.“ Diese Selbstverständlichkeit sei entscheidend, um „den nächsten Schritt zu machen“. Eine mentale Stärke also, die nichts mit Arroganz oder Selbstüberschätzung zu tun hat, sondern mit dem Glauben an die eigenen Fähigkeiten.

Das Gefühl des Sieges wieder spüren

Die diversen Verletzungen und das zwangsläufige Sicherheitsdenken vor Weihnachten haben diesen Prozess etwas ins Stocken gebracht. Die Kölner, so scheint es, müssen nun erst wieder lernen Spiele zu gewinnen, um das Gefühl des Sieges wieder zu spüren und sich zu erinnern, was sie in der Anfangsphase der Saison stark gemacht hatte. Am besten wäre es, die Geissböcke fingen schon am Samstag in Darmstadt damit an. Denn dann wäre der Anfang für eine erneut starke Halbserie gemacht.

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