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Modeste vs. Sulu: So hätte der Video-Assistent entschieden

Am Dienstagabend wird Anthony Modeste die Chance bekommen, den 1. FC Köln zum Sieg über den HSV im DFB-Pokal schießen. Der Kölner Angreifer hätte dieses Spiel allerdings auch verpassen können. Denn nun ist klar, wie der Deutsche Fußball-Bund die Aktion mit dem Darmstädter Aytac Sulu eigentlich bewertet hätte.

Hamburg – Am Montag haben Hellmut Krug und Lutz Michael Fröhlich im Hamburger Volksparkstadion versammelten Journalisten erklärt, wie künftig der Video Assistent als weiterer Schiedsrichter in ein Spiel eingreifen wird. Am Rande der Veranstaltung wurde auch eine Szene diskutiert, die in Köln für Unruhe gesorgt hatte.

Krug bestätigt: Modeste wäre gesperrt worden

Anthony Modeste hatte am 18. Spieltag beim SV Darmstadt 98 seinen Gegenspieler Aytac Sulu mit der Hand im Gesicht getroffen. Aufgrund der Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters Robert Kampka, der die Szene gesehen, aber nicht geahndet hatte, konnte der DFB-Kontrollausschuss im Nachgang keine Anklage erheben und ermitteln, ob der Franzose zu sperren gewesen wäre.

Letztere Frage hat nun DFL-Schiedsrichtermanager Hellmut Krug beantwortet. Modeste wäre nachträglich gesperrt worden. Und wenn das aktuell in der Testphase befindliche System des „Video Assistant Referee“ bereits im Einsatz gewesen wäre, wäre Modeste noch während des Spiels des Feldes verwiesen worden. „Das wäre eine klare Rote Karte gewesen“, sagte Krug dem GEISSBLOG.KOELN. „Ihm wäre Absicht unterstellt worden.“

Das Sportgericht hätte Modeste folglich nicht nur für die Bundesliga, sondern auch für den DFB-Pokal sperren können. So hätte Modeste nicht nur das Spiel gegen Wolfsburg, sondern auch gegen den HSV verpasst. Glück für den Effzeh also – und für den Tüchtigen! Vielleicht lässt Modeste ja nach seinem Siegtor gegen den VfL Wolfsburg auch beim Hamburger SV ein Erfolgserlebnis folgen.

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5 Kommentare
  1. Marcel
    Marcel says:

    Die Frage ist doch nur wann der Videoschiedsrichter zukünftig eingreift. Nur auf „Beschwerde“ einer der beteiligten Mannschaften? Oder vielleicht auf Anfrage des Schiedsrichters auf dem Feld? Oder greift er gar ganz willkürlich aus eigener Initiative ein?

    Letzteres wäre ja wohl ein Witz. Dann könnten wir uns den schwarzen Mann auf dem Feld nämlich ganz sparen. Und bei den beiden anderen Varianten wäre es bei der angesprochenen Szene wohl nicht zum Einsatz des Video-Schiris gekommen. Die Proteste des Gegners hielten sich in Grenzen und der eigentliche Schiedsrichter sah auch nicht aus, als ob er bei der Bewertung der Szene gerne „Hilfe“ in Anspruch genommen hätte …

  2. Simon
    Simon says:

    Es ist glaub ich so gedacht, dass der Videoschiedsrichter dem Schiedsrichter auf dem Feld einen Hinweis gibt um dessen Autorität nicht zu untergraben bzw auf Nachfrage des Schiedsrichters. Nur so würde es meiner Meinung nach Sinn machen. Challenges der Trainer sind ja auch im Gespräch, aber dann würde man vermutlich mehr Videos schauen als live das Spiel zu verfolgen.

  3. Andy
    Andy says:

    Absicht „unterstellen“ ist für sich schon ein Hohn… Man „glaubt“ also an Absicht, weiß es aber nicht…??
    Gott sei Dank reicht im regulären, deutschen Recht das „Glauben“ oder eine „Unterstellung“ für eine Bestrafung nicht aus…

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