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So lief die Rückkehr nach Köln für Yannick Gerhardt

Keine Pfiffe, aber auch keine Punkte: Yannick Gerhardt hat bei seiner Rückkehr ins RheinEnergieStadion und in die alte Heimat nicht viel zu lachen bekommen. Sein ehemaliger Klub kochte den VfL Wolfsburg ab und feierte drei Punkte.

Köln – Am Vormittag schlenderte Gerhardt noch lässig durch den Stadtwald. Die Mannschaft der Wölfe hatte im Ameron Hotel Regent in Braunsfeld residiert. Nach dem Frühstück zogen die Spieler los, Gerhardt mit schwarzer Kappe auf seinem blonden Kopf wirkte gelöst, lachte – man hätte meinen können, er fühlte sich wie daheim.

Das änderte sich spätestens in dem Moment, in dem Gerhardt in den Katakomben von Müngersdorf nicht in die Heim-, sondern in die Gäste-Kabine abbiegen und sich später vor der Nord- statt vor der Südkurve warmmachen musste. „Die Vorfreude war sehr groß“, sagte Gerhardt nach dem 0:1 seiner Mannschaft gegen den 1. FC Köln. „Es war ein besonderes Gefühl für mich, wieder im RheinEnergieStadion zu spielen.“

Wirklich gute Laune kam bei ihm aber nicht auf nach den 90 Minuten, in denen er auf der linken Seite meist defensive Aufgaben zu verrichten hatte und lediglich nach 50 Minuten das eine und einzige Mal zum Abschluss gekommen war. „Trotz allem hatte ich heute nur im Sinn, der eigenen Mannschaft zu helfen und was mitzunehmen. Das ist leider nicht gelungen.“

Nationalspieler, aber im Abstiegskampf

Ein Fazit, das man bislang über fast die gesamte Zeit des FC-Eigengewächses beim VfL sagen kann. Zwar wurde Gerhardt nach seinem Wechsel im vergangenen Sommer erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert – als Linksverteidiger, eine Position, auf der er in Köln nicht eingesetzt wurde. Doch ingesamt verläuft die Saison bislang höchst unbefriedigend. Die Wölfe stecken im Abstiegskampf, während sein alter Klub, der Effzeh, um Europa mitspielt. Das hatten das Spiel und die 49.000 Zuschauer am Samstag Gerhardt noch einmal überdeutlich vor Augen geführt.

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