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Was würde ein Abschied von Anthony Modeste bedeuten?

Anthony Modeste wollte den 1. FC Köln nicht während der Saison verlassen. Das hat der Franzose nach dem 40-Millionen-Euro-Angebot aus China bestätigt und liegt damit auf Kurs der Vereinsführung. Doch das Angebot von Tianjin Quanjian dürfte nicht das letzte gewesen sein, das der Effzeh für seinen Star-Stürmer erhält. Was passiert, wenn beide Seiten – also Klub und Spieler – schwach werden sollten?

Köln – Zunächst einmal: Anthony Modeste hat am Dienstagabend erklärt, er wolle den 1. FC Köln aktuell nicht verlassen. Das ist eine klare Aussage, ebenso wie jene aus dem Sommer 2016, nach der er nie vorgehabt habe, den Effzeh zu verlassen. Dennoch hat der Spieler bis heute nicht eindeutig beantwortet, warum sein Berater damals (vergeblich) versuchte, Modestes Ausstiegssklausel für einen Transfer nach China zu aktivieren – wenn der Spieler doch gar nicht wollte.

Wird Modeste endlich von Deschamps belohnt?

Modeste selbst hat anschließend eine beeindruckende sportliche Antwort auf die Frage gegeben, ob dieses Thema ihm noch nachhänge. Die 17 Tore sind nicht nur der Top-Wert der Liga nach 21 Spieltagen, sie sind für einen Klub wie den 1. FC Köln eine Sensation. Umso weniger verwunderlich ist es also, dass der drittbeste Stürmer der letzten vier Bundesliga-Jahre (nur Lewandowski und Aubameyang trafen seit 2013 häufiger) international inzwischen als derjenige wahrgenommen wird, der er ist: ein Top-Stürmer.

In genau drei Wochen steht etwas bevor, das Modestes Leben noch einmal verändern könnte: die Nominierung der Nationalmannschafts-Kader für die anstehenden Länderspiele Ende März. Bislang blieb Modeste bei der Equipe Tricolore außen vor. Wird er nun endlich nominiert? Oder ignoriert Nationaltrainer Didier Deschamps den 28-Jährigen weiterhin? Sollte Modeste tatsächlich für seine überragenden Leistungen in dieser Saison mit einem Ruf belohnt werden, es wäre nicht nur verdient. Der Stürmer würde damit automatisch noch mehr in den internationalen Fokus rücken – und seinen Marktwert weiter steigern.

Modeste könnte seine Bezüge vervierfachen – mindestens!

Bleibt also die Frage, was sich für den 1. FC Köln ändern würde, wenn Modeste tatsächlich ein unwiderstehliches Angebot (aus China oder aus einem anderen Land) erhalten und sich – eine Freigabe durch den Effzeh vorausgesetzt – für einen Abschied aus der Domstadt entscheiden sollte. Fakt ist: Nicht nur in China winken mitunter absurde Gehälter, Modeste könnte seine für Kölner Verhältnisse ohnehin schon üppigen Bezüge vervierfachen – mindestens. Und der Effzeh?

Weiterlesen: Darum wäre ein Mega-Transfer Segen und Fluch zugleich

3 Kommentare
  1. andreas.b aus oberhausen
    andreas.b aus oberhausen says:

    Also nach meiner meinung sollten wir ihn im sommer abgeben wenn wir noch so ein hohes angebot bekommen wir müssen bedenken das er auch schon 28 jahre ist und er wird auch nicht jünger und wer weiß ob er nächste saison wieder die gleiche form hat die er grade hat und für 45 millonen könnte man ein paar gute nachwuchsspieler holen die in 2-3 jahren vielleicht dann auch so viel wert sind

    • R.S.
      R.S. says:

      Im Moment will er doch gar nicht weg! Was machen wir wenn er auch im Sommer es nicht will? :-) Oder, um Gottes Willen, nächste Saison noch besser trainiert und spielt? :-o

      Im Ernst: Sollte in den kommenden Monaten so viel passieren dass sich alles, seine aktuelle Meinung inklusive, ändert, dann erleben wir es wie bei Subotic: Nachdem alles über die Bühne ist, wird mehr oder weniger nebenbei erzählt, dass die ersten Gespräche ein halbes Jahr zuvor stattgefunden haben. Mit wem auch immer.

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