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Stiller Wechsel: Thomas Kessler gebührt Respekt

Dieses stille Ende seiner viermonatigen Zeit als Nummer eins des 1. FC Köln hat Thomas Kessler eigentlich nicht verdient. Verletzt und durch die Hintertür rückt der 31-Jährige wieder aus dem Rampenlicht. Dabei hat er einen wichtigen Anteil daran, dass der Effzeh noch immer auf Rang sieben steht. Ein Kommentar.

Köln – Er wurde gefeiert, als er zum Derby-Held wurde. Er wurde gelobt, wenn er souverän hielt, was zu halten war. Er wurde kritisiert, als er Fehler machte. Kessler selbst ließ sich mit der Mannschaft feiern, wenn es gut lief. Er blieb gelassen, wenn er seinen Job erledigte, wie man es vom ihm erwartete. Aber genauso nahm er selbstkritisch kein Blatt vor den Mund, wenn er das Gefühl hatte, nicht seine beste Leistung abgerufen zu haben.

Bewertung in Extremen wird Leistung nicht gerecht

Thomas Kessler hat sich in den letzten vier Monaten als der Sportler erwiesen, als der er beim 1. FC Köln geschätzt wird: als ehrgeiziger, ehrlicher und mannschaftsdienlicher Profi. Auf 13 Zweitliga- und 33 Erstliga-Spiele kam Kessler, ehe er Anfang November in die Rolle der Nummer eins beim Effzeh schlüpfte. Nicht viele Spiele für einen 30-Jährigen. Nun konnte Kessler 13 weitere hinzufügen.

Dass er in dieser Zeit nicht ohne Fehler blieb, war alleine schon aufgrund der fehlenden und für einen Torhüter so wichtigen Spielpraxis zu befürchten. Doch seine Zeit zwischen den Pfosten auf das Derby im positiven Sinne und auf die Fehler der letzten vier Wochen im negativen Sinne zu reduzieren, wird seiner Gesamtleistung nicht gerecht. Denn Kessler leistete mehr als nur die tollen Paraden im Derby gegen Gladbach.

Auf Platz sechs begonnen, auf Platz sieben geblieben

Auch in den Spielen, in denen er mal nicht gut aussah, hielt er zwischenzeitlich stark. In Partien, in denen es fast nichts zu tun gab, blieb er meist souverän. Vor allem aber gab er der Mannschaft lange das Gefühl, für sie da zu sein, als mit Timo Horn der langjährige Rückhalt und einer der besten Torhütern Deutschlands fehlte. Unter dem Strich sprang Kessler in einer schwierigen Situation in die Bresche, in der eine Verletzung im Kader auf die nächste folgte und ein Absturz des Effzeh zu befürchten war. Als er vor vier Monaten erstmals auflief, lagen die Geissböcke auf Rang sechs. Heute liegt Köln auf Rang sieben und noch immer in Schlagdistanz zu den europäischen Plätzen. Das ist auch Kesslers Verdienst.

Wie denkt Ihr über Kesslers Zeit als Nummer eins? Diskutiert mit!

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9 Kommentare
  1. Hennes 48
    Hennes 48 says:

    Kess ist ein extrem wichtiger Teil des Teams. Seine ganze Art ist extrem positiv und sympathisch. Ich bin froh, dass er jetzt die Chance hatte sich zu zeigen und das eben auch ziemlich gut gemacht hat.
    Solche Spieler, die auch in unbefriedigenden Situationen extrem treu und loyal sind, sind leider selten geworden heute.
    Ich wünsch ihm weiterhin alles Gute und freue mich über jeden (Testspiel-) Einsatz, den er bekommt.

  2. Sabine Brathuhn
    Sabine Brathuhn says:

    Kess hat dass gut gemacht Er ist und bleibt ein ganz wichtiger Teil der Mannschaft Es ist doch gut wenn man zwei zuverlässige Torhüter hat Auch wenn ihm der ein oder andere Fehler unterlaufen ist Na Und?? Er ist ein Mensch und keine Maschine und er hat auch nie alleine auf dem Platz gestanden Danke Kess!! Ich bin froh dass du beim FC bist

  3. Ziesi
    Ziesi says:

    Sehr treffend beschrieben! Kess´ Leistungen lagen irgendwo zwischen „Er ist der beste zweite Keeper der Liga“ (wie man an diversen Stellen im Nov/Dez) lesen konnte und „er kostet uns Europa“ (wie man es aktuell teilweise liest). Beide Extreme werden ihm nicht gerecht. Er hat seine Sache gut gemacht und ist eh einer der wenigen Spieler, die es heutzutage überhaupt noch gibt, deren echter Wert für Mannschaft und Verein neben dem Platz liegt (ohne die Leistung auf dem Platz zu vergessen). Er trägt den Effzeh im Herzen und diese Gabe haben nur wenige. Und so lange wie solche Spieler in unseren Reihen haben, ist es mir egal, wo wir am Ende landen. Effzeh first, Europa second!!!

  4. Hannes I
    Hannes I says:

    Kessler wurde ins kalte Wasser geworfen als Timo Horn
    leider verletzt wurde. Ich finde er hat seine Sache sehr gut
    gemacht. Nach dem Derby wurde er gefeiert, was ihn selbst
    als „Kölsche Jong“ sehr gut getan hat. Fehler macht ein jeder,
    man muss auch zu den Fehlern stehen…..und das tut er !!!
    Gerade das und seine ruhige Art macht ihn einfach sympathisch.

  5. Martha Nannen
    Martha Nannen says:

    Kess war und i s t ein würdiger Vertreter von Timo Horn. Er hat das Tor vom effzeh sauber gehalten !!! Die wenigen Fehler die er machte, passierten auch Timo Horn und anderen namhaften Torhüter !!! Das ist Fakt.

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