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Die Abwehr steht, aber: Schiri riet FC zur Auswechslung

Nach zuletzt großen Unsicherheiten hat die Abwehr des 1. FC Köln gegen die TSG 1899 Hoffenheim wieder überzeugt. Dennoch wurde Innenverteidiger Dominique Heintz nach 52 Minuten von Peter Stöger vom Feld genommen. Grund waren allerdings weder seine Leistung noch eine Verletzung. 

Köln – 21 Gegentreffer kassierte der Effzeh alleine in der Rückrunde vor dem Spiel gegen  1899 Hoffenheim. Die Abwehr, die in der gesamtem Amtszeit von Trainer Peter Stöger stets das Prunkstück der Mannschaft war, zeigte zuletzt besorgniserregende Schwächen und Lücken. Im Spiel gegen die Kraichgauer stellte Stöger die Ausrichtung schließlich um – mit Erfolg. „Sie haben uns mit ihrer Grundordnung überrascht“, gab auch 1899-Trainer Julian Nagelsmann nach dem Spiel zu. Die Kölner waren näher dran an ihren Gegenspielern und störten die TSG früh. So zwangen sie die offensivstarken Gäste immer wieder zu Fehlern.

Schiedsrichter Fritz rät FC zur Auswechslung 

Ein Faktor für die Stabilität in der Kölner Hintermannschaft war auch Dominique Heintz, bis der 23-Jährige in der 52. Minute zum Risikofaktor avancierte und von Stöger ausgewechselt werden musste. Grund war allerdings kein plötzlicher Leistungseinbruch, sondern eine Warnung von Schiedsrichter Marco Fritz. In der 21. Minute hatte Heintz nach einem eher harmlosen Foul an Sandro Wagner die Gelbe Karte gesehen. „Es war ein Foul, aber niemals Gelb“, bewertete der Kölner die Situation nach dem Spiel. Nachdem Heintz auch zu Beginn der zweiten Hälfte sehr robust in die Zweikämpfe ging, erklärte Fritz FC-Kapitän Lehmann, dass der Innenverteidiger kurz vor einem Platzverweis stehe. Daraufhin reagierte Stöger und brachte sofort Neven Subotic für den vorbelasteten Heintz in die Partie.

Subotic fügt sich fehlerfrei ein 

Ärgerlich für Heintz, der insgesamt ein gutes Spiel machte und sich auch in der Offensive mit einschaltete. Ein Einbruch der Stabilität war mit der Auswechslung jedoch nicht zu erkennen. Subotic fügte sich nahtlos in das Spielgeschehen ein und brachte seine Erfahrung und Kopfballstärke gegen immer stärker werdende Hoffenheimer mit ein. Das unglückliche Gegentor durch Kerem Demirbay in der Nachspielzeit zum 1:1 konnte jedoch auch er nicht verhindern. Trotz der Enttäuschung über die in der letzten Minute verlorenen zwei Punkte, überwiegt dennoch die positive Erkenntnis, dass die Abwehr im Endspurt der Saison wieder zu ihrer alten Stärke zurückgefunden hat.

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