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Klünter-Tor reicht nicht zum Derbysieg trotz 2:0-Führung

Der 1. FC Köln hat bei Bayer 04 Leverkusen einen 2:0-Vorsprung verspielt und den Derbysieg verpasst. Die Rheinischen Rivalen trennten sich in der BayArena 2:2 (0:1). Dabei gelang Lukas Klünter sein erstes Bundesliga-Tor. 

Leverkusen – Die Ergebnisse auf den anderen Plätzen hätten es möglich gemacht. Doch der 1. FC Köln hat den Sprung auf Rang sechs in der Tabelle verpasst, seine Ausgangslage im Kampf um die Europa League allerdings verbessert. Dennoch bleibt nach 90 Minuten die Enttäuschung, dass man in der letzten halben Stunde noch zwei Gegentore kassierte, nachdem es eine Stunde lang nach einem Sieg ausgesehen hatte.

Moment des Spiels

Zweifelsfrei war das 2:0 in der 49. Minute nicht nur der Moment des Spiels, sondern mit Sicherheit auch der Höhepunkt in Lukas Klünters noch so junger Bundesliga-Karriere. Der Rechtsverteidiger bekam kurz hinter der Mittellinie den Ball, dribbelt sich durch die halbe Leverkusener Abwehr in den Strafraum und zog aus 15 Metern ab. Bernd Leno konnte den Schuss nicht mehr abwehren, und so durfte Klünter sein erstes Bundesliga-Tor bejubeln. Sein Jubellauf fand erst an der Kölner Ersatzbank in einer riesigen Spielertraube ein Ende.

Das Spiel in zwei Akten

Das Spiel dominierte allerdings der Gastgeber. Leverkusen zeigte vom Start weg, dass Bayer mit einem Derbysieg die eigenen Fans besänftigen und sich endgültig aus dem Abstiegskampf verabschieden wollte. So war die Werkself in der ersten Halbzeit die präsentere und aggressivere Mannschaft. Allen voran Frederik Sörensen hatte häufig Probleme mit Stefan Kießling, der alleine vier Mal am bärenstarken Timo Horn scheiterte. Doch der Effzeh war abgezockter: Mit seiner ersten Torgelegenheit in der 14. Minute traf Milos Jojic zur Kölner Führung, nachdem Simon Zoller dem Serben aufgelegt hatte. Sein Schuss aus 20 Metern wurde von Tin Jedvaj unhaltbar abgefälscht.

Nach der Pause erwischte der Effzeh einen Traumstart. Vier Minuten waren gespielt, als Klünter den Ball kurz hinter der Mittellinie bekam, in den Strafraum zog und zum umjubelten 2:0 traf. Doch Leverkusen blieb weiterhin die gefährlichere Mannschaft. Peter Stöger wollte die Führung sichern, brachte Marco Höger für Leonardo Bittencourt. Doch die Maßnahme griff nicht. Schon in der 60. Minute kam die Werkself durch Kießling zum Anschlusstreffer. Köln fiel in der Offensive kaum mehr etwas ein, und so war es nur folgerichtig, dass der eingewechselte Joel Pohjanpalo in der 71. Minute zum Leverkusener Ausgleich traf. In den Schlussminuten war das Glück dann auf Seiten der Kölner, als ein Schuss von Leon Bailey nur den Pfosten traf.

Fazit

Im Kampf um die Europa League hat der Effzeh am 33. Spieltag zwei wichtige Punkte verspielt. Zwar waren die Leverkusener die gesamte Partie über spielbestimmend, doch mit einer 2:0-Führung im Rücken hatten die Geißböcke alle Trümpfe in der eigenen Hand, den siebten Tabellenplatz vorzeitig zu sichern. Den Kölner schien etwas die Kraft zu fehlen, noch einmal nachzulegen. Doch dank der Ergebnisse auf den anderen Plätzen liegt Köln nun mit einem Punkt Vorsprung auf Rang sieben, Freiburg bleibt mit zwei Punkten Vorsprung in Reichweite.

So spielte der Effzeh

Horn – Klünter, Sörensen, Subotic, Heintz, – Jojic (75. Rausch), Lehmann, Hector, Bittencourt (57. Höger) – Zoller (46. Osako), Modeste

Tore

0:1 Milos Jojic (14.)
0:2 Lukas Klünter(49.)
1:2 Stefan Kießling (60.)
2:2 Joel Pohjanpalo (71.)


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6 Kommentare
  1. Pitter
    Pitter says:

    Und Europa bleibt in Reichweite…

    Angenommen Gladbach sollte nicht gegen Darmstadt gewinnen und Bremen gewinnt nicht in Dortmund, bleiben wir selbst bei einer Niederlage gegen Mainz auf dem 7. Platz (sofern wir nicht gerade 0:9 verlieren…).

    Mit einem Unentschieden am letzten Spieltag bleiben wir 7. wenn Bremen nicht in Dortmund gewinnt und Gladbach nicht mit 11 Toren Differenz gegen Darmstadt gewinnt.

    Mit einem Sieg werden wir 6. wenn Freiburg nicht in München gewinnt. Sollte Leverkusen in Berlin gewinnen, könnten wir sogar 5. werden.

  2. Koellefornia
    Koellefornia says:

    Schade…

    Auch wenn Leverkusen sehr dominant war und viele Chancen hatte, hat sich doch eine Weisheit bewahrheitet…

    Wenn man einen angeschlagenen Boxer zurückkommen lässt, verliert man meist noch.

    Nach dem 0:2 hätte die Mannschaft, statt sich weiter zurückzuziehen, einfach versuchen müssen, kontrolliert nach vorne zu spielen. Der Schockmoment des 0:2 wurde nicht genutzt.

    So hat man unter Berücksichtigung der anderen Ergebnisse, die sichere Quali nicht aus der Hand gegeben, aber aufs Spiel gesetzt, im wahrsten Sinne des Wortes.

    Aber so weiß man zumindest Bescheid. Sieg gegen Mainz, oder verdaddelt.

    Trotzdem ne tolle Saison, mit nem kleinen aber, Stand heute.

  3. Heinz
    Heinz says:

    Danke Herr Stöger. Wenn man dem Gegener schon nach 50 Minuten anzeigt das man auf Ergebnis spielt muss man sich nicht wundern über dieses 2:2. Leverkusen war eindeutig die bessere Mannschaft. So hat man in Europa nichts zu suchen.

  4. rain man
    rain man says:

    Mit einem Sieg gegen befreit aufspielende Mainzer (Vorsicht!!) werden wir in Europa sein, danke dafür an die Ingolstädter und Hoffenheimer. Fürs internationale Geschäft muss aber kräftig aufgerüstet werden, wir gehen ja jetzt schon ohne Zweifachbelastung auf dem Zahnfleisch. Konditionell überzeugt mich die Truppe überhaupt nicht, viele Gegner spielen uns ab der 75. Minute an die Wand.

  5. Ruhigbleiber
    Ruhigbleiber says:

    Wenn man sich anguckt, wie viele Spieler im Laufe der Saison einmal oder mehrfach verletzt waren, und der Rest dafür fast durchspielen musste, dann habe ich Verständnis für die „konditionellen Defizite“. Reha kostet genauso viel Kraft wie eine lange Saison durchspielen zu müssen. Danke Herr Stöger, dass Sie wirklich einen tollen Job machen, eine so zusammenhaltende Truppe haben wir schon ewig nicht mehr gehabt. Auch wenn eine Spiele vlt ein wenig unglücklich gelaufen sind, so haben wir trotzdem eine tolle Saison mit unseren Möglichkeiten gespielt. Das nächste Jahr wird umso schwerer werden, wenn Vereine wie Schalke, Wolfsburg, Fohlen und Pillen wieder normal Punkte einfahren sollten.

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