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So viel Geld verdient der Effzeh mit Europa

Nach dem Einzug in die Europa League ist vor der Planung der neuen Saison. Der 1. FC Köln befindet sich in der komfortablen Situation, mit Mehreinnahmen von 20 Millionen Euro und mehr rechnen zu können. Das machte der letzte Spieltag in jeder Hinsicht möglich.

Köln – Werner Spinner hielt nicht hinter dem Berg mit seiner Begeisterung. Die FC-Profis haben die Saison 2016/17 sportlich und finanziell vergoldet. „Wir haben uns wirtschaftlich erneut beträchtlich weiterentwickelt“, sagte der Präsident am Abend nach dem Einzug in die Europa League. „Wir sind in dieser Saison um vier Plätze im TV-Ranking gestiegen. Das bedeutet richtig viel Geld.“

Von 28.733.000 auf 48.943.863 Euro

Der Effzeh hätte sich keine bessere Saison aussuchen können, um in der Fernsehgelder-Tabelle einen Sprung zu machen. Lagen die Geissböcke in der Saison 2016/17 noch auf Rang 14, hat es der 1. FC Köln zur kommenden Saison in die Top Ten geschafft. Als Zehnter ließ Köln den HSV, den FC Augsburg, Werder Bremen und Eintracht Frankfurt hinter sich. Und weil auch in der kommenden Saison noch eine Zweitliga-Saison aus der Wertung fallen wird, sind die nächsten Sprünge schon vorbereitet.

Alexander Wehrle mit dem Effzeh in Shenyang/China. (Foto: 1. FC Köln/René Schiffer)

In der Saison 2015/16 kassiert der 1. FC Köln als 16. in der TV-Tabelle insgesamt 25.474.600 Euro. In der abgelaufenen Saison 2016/17 waren es immerhin schon 28.733.000 Euro. Weil zur neuen Saison aber der neue Milliardenvertrag in Sachen nationaler Fernsehvermarktung in Kraft treten wird, bietet sich den Bundesligisten in Sachen TV-Geldern das Szenario eines Quantensprungs. Die Frage lautete daher in den letzten Wochen: Wer würde prozentual gesehen den größten Sprung machen? Die Antwort lautet nun: der 1. FC Köln.

Abstieg von Wolfsburg wäre bares Geld wert

Aus dem nationalen Topf werden die Geissböcke zur neuen Saison insgesamt 46.110.530 Euro erhalten. Hinzu kommen 2.833.333 Euro aus dem internationalen Topf. Macht insgesamt 48.943.863 Euro an TV-Geldern. Wäre Köln die vier Plätze in der TV-Tabelle nicht gestiegen, hätte dies einen Unterschied von rund neun Millionen Euro ausgemacht. Und sollte der VfL Wolfsburg in der Relegation tatsächlich gegen Eintracht Braunschweig verlieren, würde dieses Ergebnis dem Effzeh noch einmal circa 1,5 Millionen Euro bescheren, weil die Wölfe dann aus der Tabelle herausfallen und Köln einen weiteren Platz klettern würde.

Weiterlesen: So viel Geld bringt die Europa League wirklich

2 Kommentare
  1. Pitter
    Pitter says:

    Weiterhin kommt das Auslaufen der Sponsorenverträge zu einem perfekten Zeitpunkt. Als EL-Teilnehmer kann der FC jedenfalls mit sehr breiter Brust in die Verhandlungen gehen und dort vermutlich nochmals bessere Konditionen rausholen.

    Wobei durch die neuen TV-Gelder die Spielerablösen in der BuLi sprunghaft ansteigen dürften, da ja jetzt plötzlich alle Bundesligisten deutlich mehr Geld zur Verfügung haben. Dies bedeutet insbesondere, dass viele Ausstiegsklauseln diverser BuLi-Spieler jetzt verhältnismäßig zu niedrig sind. Hierbei ist es Gold wert, dass Schmadtke die Spieler rechtzeitig mit neuen Verträgen ausgestattet hat, in denen die Ausstiegsklauseln weitgehend gestrichen wurden.

    Es ist wirklich schön zu sehen, dass alle Verantwortlichen hervorragende Arbeit leisten! Und das schönste dabei ist, dass die Verantwortlichen auch planen in Köln zu bleiben und die tolle Entwicklung noch längst nicht abgeschlossen ist. So viel Grund zum Optimismus gab es jedenfalls sehr lange nicht mehr.

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