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Was passiert, wenn…? Alle Wege in die Europa League

Der 1. FC Köln will mit aller Macht in die Europa League. Aber welcher Tabellenplatz würde für welche Qualifikationsrunde reichen? Und welcher Platz gar für die Gruppenphase? Klar ist: Am Samstag wäre nur dann die Entscheidung bereits gefallen, sollte der Effzeh noch Fünfter werden.

Köln – Die ersten vier Plätze in der Bundesliga, das ist bekannt, werden von den Champions-League-Mannschaften belegt. Platz eins bis drei für die Gruppenphase, Platz vier für die Play-offs. Dahinter beginnt der Kampf um die Europa League.

1. Der reguläre Weg

Direkt für die Gruppenphase der Europa League qualifizieren sich neben neben dem DFB-Pokal-Sieger der Tabellenfünfte der Bundesliga sowie der Tabellenvierte, so er denn die Play-offs für die Champions League verliert. Der Tabellensechste muss in die dritte Qualifikationsrunde. Gewinnt der Klub diese, müsste er vor Erreichen der Gruppenphase noch die Play-offs überstehen. Für den Sechsten stünden also zwei K.o.-Runden zwischen der Qualifikation und der Gruppenphase. Der Tabellensiebte ist im regulären Fall nicht für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert.

  • 1. Platz: Champions League, Gruppenphase
  • 2. Platz: Champions League, Gruppenphase
  • 3. Platz: Champions League, Gruppenphase
  • 4. Platz: Champions League, Play-offs (bei Niederlage Europa League)
  • 5. Platz: Europa League, Gruppenphase
  • 6. Platz: Europa League, 3. Qualifikationsrunde
  • 7. Platz: keine Teilnahme
  • DFB-Pokal-Sieger: Europa League, Gruppenphase

2. Sonderregelung DFB-Pokal-Sieger

Gewinnt eine Mannschaft den DFB-Pokal, die bereits über die Bundesliga für einen europäischen Wettbewerb qualifiziert ist, rückt Platz sieben in der Bundesliga in die europäischen Ränge auf. Dann würde sich auch Platz sechs verändern, denn der Bundesliga-Sechste würde in diesem Falle nicht in die dritte Qualifikationsrunde müssen, sondern wäre direkt für die Gruppenphase qualifiziert und würde somit auch die Play-offs überspringen.

  • DFB-Pokal-Sieger ist bereits europäisch qualifiziert
  • 5. Platz: Europa League, Gruppenphase
  • 6. Platz: Europa League, Gruppenphase
  • 7. Platz: Europa League, 3. Qualifikationsrunde

Der unterlegene Finalist im DFB-Pokal geht in jedem Falle leer aus, es sei denn, er wäre bereits über einen anderen Weg europäisch qualifiziert. Da in dieser Saison Borussia Dortmund sicher an der Champions League (Qualifikation) teilnehmen wird, Eintracht Frankfurt sich dagegen nicht mehr über die Liga europäisch qualifizieren kann, würde diese Sonderregelung im Falle eines Pokalsieges des BVB eintreten und Platz sieben zum Start an der Europa-League-Qualifikation berechtigen.

Weiterlesen: Dieser unwahrscheinliche Fall würde Platz fünf zur Königsklasse machen

3 Kommentare
  1. rain man
    rain man says:

    Danke für die übersichtlichen Infos. Falls unser FC also Sechster wird, sieht es so aus:
    3. Qualifikationsrunde am 27. Juli und 3. August; Playoffs am 17. und 24. August; Bundesligastart am 20. August; 1. Spieltag DFB Pokal so um den 12. August herum. Kommt viel Arbeit auf Schmaddi zu.

  2. OlliW
    OlliW says:

    Die Uefa wird nie und nimmer Red Bull von irgendwas ausschließen! Der milliardenschwere Getränkehersteller wiederum lässt sich nicht von irgendwelchen Funktionären in die Brause spucken (andernfalls hätte es erst kein RB Leipzig gegeben).
    Außerdem geben die sich so siegessicher in der Sache, haben entsprechend vorgesorgt und alles juristisch wasserdicht gemacht. Die kennen das Ergebnis schon. Ein Geschmäckle bleibt zwar. Aber so ist das ja bei dem gesamten Konstrukt ;-)

    Ergo: Red Bull repräsentiert die Bundesliga in der CL!

    • Klio
      Klio says:

      … die deutsche und die österreichische Bundesliga wohlgemerkt.

      Du liegst da wohl richtig. Kaum vorstellbar, dass die Uefa irgendwelche Prinzipien hochhalten wird, wenn man damit Sponsoren vergraulen könnte. Einige Kommentatoren haben zwar erwähnt, die Uefa befürchtet, noch potentere Sponsoren als RB abzuschrecken mit der gleichzeitigen Teilnahme der Leipziger und ihres Farmteams. Doch bei den zig Millionen, die Mateschitz in den Sport pumpt, würde man selbst das direkte Aufeinandertreffen der beiden in der CL noch schönreden.

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