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Das große Gerangel um die Modeste-Millionen


Wechselt Anthony Modeste in wenigen Tagen für eine neue Rekordablösesumme vom 1. FC Köln zu Tianjin Quanjian oder platzt der Transfer nach China doch noch? Kaum vorstellbar, dass der Deal nicht unter Dach und Fach gebracht wird. Doch noch gibt es Unklarheiten.

Köln – Als Anthony Modeste am Freitag um 17.08 Uhr das Geißbockheim verließ, machte er sich keine Mühe sich von irgendwem zu verabschieden. Der Franzosen ließ seine beiden Berater Etienne und Patrick Mendy in seinem Auto Platz nehmen und brauste davon.

Vermittler, Berater, Vertraute – alle kassieren mit

Die Laune des Stürmers war verbesserungswürdig. Der Grund: Hinter den Kulissen waren die Gespräche ohne Einigung geblieben. Anderthalb Stunden hatten die Mendy-Brüder ohne Modeste mit Alexander Wehrle und Jörg Schmadtke in der Geschäftsstelle des Effzeh zusammengesessen. Später stieß Modeste dazu – wohl in der Erwartung, dass dann alles geklärt sein würde. Doch schon da deutete sich an, dass der Deal nicht so einfach durchzubringen sein würde.

Anthony Modeste verlässt das Geißbockheim. (Foto: GBK)

Woran hakt es? Ein Knackpunkt sind die diversen Berater mit und ohne Beauftragung. Da sind Vermittler Franjo Vranjkovic und der britische Anwalt Chris Farnell auf Seiten der Chinesen. Da sind Pierre Frelot und dessen Spielerberater-Agentur Mondial Promotion, die Modeste vertritt. Und dann sind da noch die Mendy-Bruder, die als enge Vertraute Modestes seit Monaten an dem Deal beteiligt sind. Alle wollen mitverdienen, alle wollen vom Millionen-Kuchen ein gehöriges Stück abhaben.

Keine Einigung – egal, zwischen wem

Üblich sind Zahlungen zwischen zehn und 15 Prozent der Ablösesumme, also zwischen vier und sechs Millionen Euro bei einer kolportierten Ablöse von 40 Millionen Euro. Ein teurer Spaß für beide Klubs, die sich überdies noch immer nicht auf die letzten Details des Transfers geeinigt haben. Jörg Schmadtke ließ wissen, dass es „bisher keine Einigung zwischen allen beteiligten Parteien“ gebe, also auch nicht zwischen Köln und Tianjin.

Sicher ist, dass weiter verhandelt werden wird. Unklar ist dagegen, in welchem Zeitrahmen der Deal über die Bühne gehen kann. Modeste soll Mitte der kommenden Woche seinen Medizincheck in China absolvieren, Köln will den Deal vor dem Trainingsauftakt am 3. Juli unter Dach und Fach bringen und bereits den ersten Nachfolger präsentieren. Am Geißbockheim hätte man das Thema Modeste gerne am Wochenende zu den Akten gelegt. Nun gehen die Gespräche in die nächste Runde.

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