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Verunreinigte Lebensmittel im Kölner Stadion entdeckt

Das gibt Bundesliga-Fans zu denken. Bei Untersuchungen der „ARD-Radio-Recherche Sport“ sind in drei Erstliga-Stadien verunreinigte Lebensmittel ausgegeben worden. Auch das RheinEnergieStadion war betroffen. Der 1. FC Köln spricht von Einzelfällen.

Köln – In München, Bremen und Köln waren bei Stichproben im Essen, im Bier und im Trinkwasser gefährliche Stoffe festgestellt worden. Nach Recherchen der ARD-Radiosender wurden zudem in den vergangenen Jahren fast in jedem dritten Bundesliga-Stadion Legionellen festgestellt, vor allem in den Duschen der Teams.

Döner und Bier in Köln verunreinigt

Ob sich Stadionbesucher nun künftig Sorgen machen müssen, was sie während eines Spiels konsumieren dürfen? Experten hatten bei Heimspielen in München, Köln und Bremen heimlich Proben genommen und vom Labor für chemische und mikrobiologische Analytik (Lafu) in Delmenhorst untersuchen lassen. Das Ergebnis: Fäkalkeime auf Fischbrötchen in Bremen, überschrittene Keimkennzahlen im Trinkwasser in den Herrentoiletten in München und Bremen, Darmbakterien in einem Wrap, einem Brötchen und einem Baguette in München sowie in einem Döner in Köln. Auch eine Bierprobe im RheinEnergieStadion war auffällig, weil keimbelastet.

Beim Effzeh waren die Proben während des Heimspiels gegen den SV Werder Bremen Anfang Mai genommen worden. Das zuständige Gesundheitsamt ist normalerweise mit Lebensmittelkontrolleuren in Stadien stichprobenartig unterwegs. Auch Hygiene-Schulungen werden durchgeführt. Die Stadt Köln teilte auf Anfrage der ARD mit, dass die Kontrollgänge regelmäßig stattgefunden hätten. Der Effzeh äußerte sich schriftlich zu den Vorwürfen und ließ wissen, dass es „keine Beanstandungen oder Hinweise von Gästen“ gegeben habe.

Weiterlesen: Die Stellungnahme des Effzeh im Wortlaut

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2 Kommentare
  1. davidjk
    davidjk says:

    Einzelfälle, wenn ich sowas schon lese :D

    Laut wikipedia
    „Es kann außerdem auch als Euphemismus verwendet werden, um beispielsweise sich häufende negative Vorkommnisse singulär erscheinen zu lassen. Der Plural „Einzelfälle“ bezieht sich sinnvollerweise nur auf inhaltlich unterscheidbare Ereignisse, ansonsten würde es sich bei der Rede von „Einzelfällen“ um einen performativen Selbstwiderspruch handeln.“

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