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Der imponierende Cordoba und der Hector-Faktor Horn

Noch wirkt der Kader des 1. FC Köln ein wenig unausgewogen – ein Umstand, den allerdings schon ein oder zwei Personalien verändern könnten. Mit Jhon Cordoba und Jannes Horn haben die Kölner allerdings schon ein Zeichen gesetzt.

Köln – Im Trubel um Anthony Modeste gingen sie fast unter. Die zwei Neuen, die zu Trainingsbeginn mit Peter Stöger für ein Foto posierten, und anschließend nur zwei unter vielen waren, während die meisten Augen auf den 25-Tore-Stürmer der letzten Saison gerichtet waren.

Horn und Rausch das neue Linksverteidiger-Duo

Dabei sollen Cordoba und Horn gewichtige Rollen spielen in der kommenden Saison. Beide auf gänzlich unterschiedliche Weise. Peter Stöger hat klare Vorstellungen davon, was beide Spieler einbringen könnten. Horn, der beim VfL Wolfsburg in der abgelaufenen Saison seine ersten 13 Bundesliga-Spiele absolvierte, kommt für die linke Defensivseite. Dort soll er Jonas Hector entlasten. Diesen Plan hatte der Effzeh bereits mit Konstantin Rausch verfolgt, der ehemalige Darmstädter blieb allerdings zu unkonstant.

Jannes Horn erstmals im Trikot des 1. FC Köln. (Foto: GBK)

Nun also Horn, ein 20-Jähriger mit hoch gewachsener Statur (1,86 Meter) für einen Außenverteidiger. Der gebürtige Braunschweiger bringt mit, was auch Lukas Klünter mit 1,87 Meter Körpergröße auszeichnet: die Qualität auf der Außenbahn, gleichzeitig aber auch die Robustheit für das Zentrum, gerade bei Standards. Köln kann mit Horn und Klünter auf den Außenbahnen künftig auf eine kopfballstarke Viererkette setzen, die im Verbund noch weniger anfällig für Gegentore nach ruhenden Bällen sein soll.

Hector dank Horn im Zentrum gesetzt

Darüber hinaus, und das betonte Stöger, bietet Horn dem Coach die Möglichkeit, „Jonas Hector noch mehr ins Zentrum einbauen zu können“. Das Wolfsburger Talent habe „enormes Entwicklungspotential“, und mit ihm wäre Hector dauerhaft frei für die Rolle auf der Sechs oder der Acht. Sollte sich Horn sofort als Verstärkung erweisen, wäre Hector damit wohl im Zentrum gesetzt.

Weiterlesen: „Cordoba ist ein Spieler, der mir sehr imponiert“

7 Kommentare
  1. Simon says:

    Ich finde nicht, dass die beiden Verpflichtungen untergegangen sind. Man muss die Nachrichten nur sondieren.
    Würde sich die Presse (nicht nur die DuMont Schmierfinken) auf Fakten konzentrieren und nicht immer Spekulationen rausposaunen, wäre das „Modeste-Theater“ gar nicht so auftreibend gewesen.
    Ich würde mich freuen, wenn sich der Geissblog auf seine Anfangszeit besinnt und sich nicht in das Fahrwasser von Express, Stadtanzeiger oder Bild begibt. Der Geissblog tut gut daran, sich auf gut recherchierte und tiefergehende Artikel zu konzentrieren. Dann bleiben euch viele Leser erhalten und es gibt evtl. noch einen Zuwachs.

    • CW says:

      Danke, sehe ich ähnlich. Die Forderung nach gut recherchierten und tiefergehenden Artikeln kann ich nur so unterschreiben.

      Leider nähert sich der GBK in den letzten Wochen immer mehr dem Express / Bild an. Das fängt bei Artikeln an die eigentlich inhaltsleer sind und geht über Artikel weiter die eigentlich nur ein Aufwasch von vorherigen Artikeln sind und wenig inhaltlich neues liefern.

      Die letzten beiden Artikel (Modeste-Wahnsinn… und Gespräch:….) sind hier auch wieder so ein Beispiel. Bis auf den Absatz mit Schmaddis Kommentar zum Gespräch und dem letzten Absatz (der gleichzeitig auch eher ein Aufwasch der Kommentare der letzten Woche ist) steht hier im zweiten Artikel nichts neues. Aber dafür natürlich zweimal schön aufgeteilt auf 2 Seiten (sind dann gleich doppelt soviele Klicks).

      Als nächstes kommen dann ganz im Express/Bild-Stil Überschriften wie „Mit diesem Mann hat Modeste heute gesprochen…“ (Schmaddi) oder „Schmadtke sagte dies zum Modeste-Transfer…“ (nix neues was man nicht schon dreimal gelesen hat).

      Ich weiß nicht ob man als Online-Zeitung sowas tun muss um Reichweite zu generieren aber ich muss zugeben deswegen lese ich den GBK nicht. Dafür reichen mir die (FC-)Klatschspalten der beiden oben genannten Revolverblätter.

      • Simon says:

        Der Geissblog hat sich ja bisher immer sofern von dem Kölner Boulevard abgehoben, dass im Artikel noch mehr zu erfahren war als nur in der Überschrift. Im Express habe ich mir inzwischen angewöhnt nur noch die Überschriften zu lesen und mich darüber zu belustigen.

        Überspitzt gesagt hat vor nicht all zu langer Zeit der Express noch die Transferverhandlungen geführt. Seit die neuen Verantwortlichen (Schmadtke, Wehrle, Stöger, Spinner etc.) im Amt sind, gefällt mir die Ruhe und Sachlichkeit im Verein deutlich besser als die Schnellschüsse und Eskapaden in der Vergangenheit. Klar gab und gibt es dabei auch einiges zu lachen, aber die Seriösität im Verein könnte meiner Meinung nach auch gerne auf die Medien überschwappen.

        • Pittermännche says:

          ich muss an der stelle mal einen lanze brechen für den geissblog. ich habe hier kein einziges mal gelesen, der modeste-transfer sei perfekt, irgendwelche verträge seien schon unterschrieben oder modeste habe den medizincheck bestanden, den es dann gar nicht gab. der gbk hat sich an den fakten orientiert, hat vielleicht auch ein bisschen mehr gemacht als nötig, aber am ende war es doch das dominierende thema der letzten wochen. da habe ich schon erwartet, dass es jeden tag was zu lesen gab. und gestern war das doch auch einfach der modeste-wahnsinn – wie will man das denn betiteln, was da abgegangen ist? das war doch krass, war das! also ich fand mich hier in den letzten wochen noch immer am sachlichsten informiert, auch ruhiger und besser als beim ksta. die haben genauso wie express und bild alarm gemacht. ich glaube, am ende ist auch der merten froh, dass die vorbereitung wieder läuft. so gibts jetzt wieder jeden tag auch andere themen.

  2. Elke L. says:

    Ich finde auch, dass mit der Modeste Geschichte mal gut sein muss und würde mich freuen, wenn der Geissblog dieses Thema beendet, ohne sich an weiteren Express Fragestellungen zu beteiligen.
    Der FC hat mit Modeste geredet und sie wollen nichts davon an die Öffentlichkeit geben und gut ist.

  3. Klio says:

    Sehe ich auch so: Es macht deutlich mehr Sinn, dass wir uns mit den Spielern beschäftigen, die in dieser Saison garantiert für den FC spielen (ob Modeste dazugehört, wird sich zeigen). Auf Cordoba und J. Horn bin ich schon sehr gespannt, denn wirkliche Vorstellungen von deren Potenzial habe ich nicht (als bloßer Fan finde ich es schon schwer genug, das eigentliche Potenzial von Spielern des FC zu erkennen, obwohl ich soweit möglich jedes FC-Spiel sehe). Deshalb finde ich es auch hilfreich, wenn man in den Medien einen ersten Eindruck vermittelt bekommt, was mit den Neuzugängen möglich scheint.

    Hier geht es um die Mannschaft. Bei allem brauche ich keinen ausufernden Personenkult für noch so verdiente Spieler. Deshalb kann man natürlich das Übermaß an Berichterstattung über die Modeste-Querelen kritisieren – ich kann nur hoffen, dass es so lange ruhig bleibt, bis wirklich wieder was Handfestes zu berichten ist. Aber natürlich war es notwendig, sich auch journalistisch zu beschäftigen mit den Begleitumständen von Modestes Beinah-Transfer nach China. Wobei gerade die skurrilen Umstände natürlich bestes Futter für die Medien waren: Berater mit Rucksäcken, eigenmächtige Reise nach China, um sich umzusehen, Treuebekenntnisse und kryptische Tweets, BamS-Interviews mit Anschuldigungen gegen das FC-Management. Aber mal ehrlich: Uns alle hat das doch auch interessiert. Das Ganze wurde zudem auch überregional besprochen (vom Kicker bis zur Süddeutschen und der FAZ) und da soll sich gerade ein Blog zum FC nicht äußern? Hier geht es neben der Frage, wer diese Saison für den FC spielt, auch um die FC-Finanzen und um die Außenwirkung des FC und seiner Führung. Und das hat Auswirkungen darauf, wie der FC in Zukunft aufgestellt sein wird.

    • Simon says:

      Es gibt aber schon Unterschiede zwischen „sich äußern“ und „wilden Spekulationen freien Lauf lassen“ Gegen eine sachliche auf Fakten beruhende Berichterstattung ist ja nichts einzuwenden.
      Andererseits konnte durch das Modeste Theater das komplette Team (außer Modeste und Schmadtke) mal richtig abschalten und wurde nicht von der Presse genervt ;)
      Zumindest im viertel Quartal, also zwischen dem 1.9. (Beginn der transferfreien Zeit) und 31.12. (Ende der transferfreien Zeit) sollte es nur noch um Fußball gehen :)

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