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Der neue Höger: "Ich sehe mich in der Verantwortung"

Er hat nach seinen Problemen am Ende der Saison drei Kilo abgenommen. Er begann eine Woche vor dem offiziellen Trainingsauftakt beim 1. FC Köln mit der Vorbereitung auf die neue Saison. Marco Höger hat sich eine Menge vorgenommen. Er will allen zeigen, warum er zum Effzeh kam.

Bad Radkersburg – Seine Haare trägt er schon seit dem Schlussspurt um die Europa League kurz. Doch damals, im Mai, konnte Höger kaum mehr helfen. Angeschlagen und überspielt blieb ihm fast nur noch die Rolle des Zuschauers. Das soll sich ändern. Mit neuer Fitness, mit seiner Europa-Erfahrung und mit noch mehr Verantwortung. Der GEISSBLOG.KOELN traf den 27-Jährigen im Trainingslager.

GBK: Herr Höger, für Sie ist das Trainingslager bereits die dritte Trainingswoche. Haben Sie ihre Probleme aus der Schlussphase der Saison überwunden?
Marco Höger: Es stimmt, die letzten drei, vier Spiele konnte ich durch meine Rücken- und Knieprobleme weniger spielen und auch nicht mehr über die volle Distanz gehen. Das war bitter, weil ich in der entscheidenden Phase gerne mehr geholfen hätte. Ich habe aber insgesamt 32 Pflichtspiele gemacht. Damit kann ich nach der schweren Verletzung zufrieden sein. Trotzdem war das ein Punkt, weshalb ich eine Woche früher mit dem Training angefangen habe.

Ich will so schnell wie möglich meine oberste Leistungsgrenze erreichen

Wenn Sie Ihren körperlichen Zustand mit dem vor einem Jahr vergleichen: Sind Sie jetzt fitter und ein „neuer“ Marco Höger?
Ein neuer Marco Höger wäre vielleicht etwas zu hoch gegriffen. Die Ärzte haben mir gesagt, dass es nach der Ausfallzeit wegen einer Verletzung doppelt so lange braucht, um wieder an das alte Leistungsniveau heranzukommen.

Marco Höger im Training in Bad Radkersburg. (Foto: GBK)

Wie weit sind Sie denn auf diesem Weg?
Ich glaube, dass ich schon ungefähr zum Anfang der Rückrunde wieder ein gutes Niveau erreicht hatte. Ich kannte das ja bereits von meinem ersten Kreuzbandriss, dass danach noch mal kleinere Wehwehchen auftreten können. Aber da bin ich gelassener worden, was ich mit Anfang 20 vielleicht nicht so war. Damals habe ich mich über eine Zerrung wesentlich mehr geärgert, als es jetzt der Fall wäre. Jetzt will ich so schnell wie möglich meine oberste Leistungsgrenze erreichen, um der Mannschaft in allen drei Wettbewerben weiterhelfen zu können.

Als Kölner weiß ich, wie lange die Fans gewartet haben

Sie sprechen die drei Wettbewerbe an. Haben Sie schon realisiert, dass Sie mit „Ihrem“ Effzeh nächstes Jahr auf internationaler Bühne vertreten sind?
Komplett realisieren werden wir das in dieser Stadt erst, wenn es zum ersten Europa-League-Spiel kommt. Generell ist das zwar nichts Neues für mich, da ich schon viele internationale Spiele bestritten habe. Aber als Kölner weiß ich, wie lange die Fans, der Verein und die ganze Stadt darauf gewartet haben. Ich selbst kenne Köln im internationalen Geschäft auch nur aus Erzählungen meines Vaters oder meines Opas.

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