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Sofort-Kauf statt Leihe? Die Überweisung steht noch aus

Das Verhältnis war seit Wochen zerrüttet. Zwischen Modeste und der Geschäftsführung mit Jörg Schmadtke und Alexander Wehrle gab es nichts mehr, das man hätte bereden müssen. Der Spieler hatte sich mit wochenlangen Spielchen unmöglich gemacht, die FC-Bosse wiederum hatten sich unversöhnlich gezeigt und den Transfer schließlich immer weiter vorangetrieben.

Hickhack bis zur letzten Minute des Deals

Inzwischen ist klar: Modeste hätte sich vorstellen können in Köln zu bleiben, gleichzeitig aber wollte er sich die Chance auf elf Millionen Euro pro Jahr nicht entgehen lassen. Ein Gewissenskonflikt, der dem Spieler die Sinne vernebelte und der ihn auf Konfrontation zu den FC-Bossen gehen ließ. Bis zu dem Moment, als sich Tianjin und Köln bereits einig waren, die Überweisung der Transfersumme bereits veranlasst war, doch Modeste im letzten Augenblick kalte Füße bekam und den Auflösungsvertrag nicht mehr unterschreiben wollte.

Dies war der Augenblick gewesen, an dem beide Seiten ihre Anwälte einschalteten und die Eskalation nicht mehr aufzuhalten gewesen wäre – außer mit einer Einigung zum Transfer. Diese erfolgte am Mittwochnachmittag, nachdem Modeste noch einmal erklärt hatte, doch nicht wechseln zu wollen. Wenige Stunden später unterzeichnete er den Vertrag trotzdem und wird wohl noch am Wochenende nach China fliegen.

Keine Leihe? Geld noch nicht überwiesen

Ans Geißbockheim wird er jedenfalls nicht mehr zurückkehren. Gerüchte um eine Leihe mit anschließend verpflichtendem Kauf zerstreuten sich nach der Bekanntgabe des Deals noch. Zwar haben sich beide Parteien offenbar auf einen Deal geeinigt, der es den Chinesen ermöglicht, die Transfersumme nicht in einem Schwung zu überweisen. Die erste Zahlung ist nach GBK-Informationen aber noch nicht angekommen und wird auch erst in mehreren Raten gezahlt. Dennoch: Eine Leihe soll nicht dahinter stecken, Modeste wurde verkauft. Jetzt muss nur noch das Geld auf dem Konto des 1. FC Köln eintreffen. Dann ist der Deal endgültig erledigt.

27 Kommentare
  1. Uwe says:

    Na ja so ganz unbeteiligt waren die FC Bosse an dieser Posse auch nicht. Bleibt zu hoffen dass die sportliche Schwächung kompensiert werden kann. Da muss den bisherigen beiden Verpflichtungen sicherlich noch was folgen ansonsten sehe ich große Probleme auf den FC zukommen.

    • Pitter says:

      Und was genau können die FC Bosse für dieses Theater?
      Vor allem würde mich dann auch die Quelle zu deiner Aussage interessieren. Eine Zeitung, die den Transfer bereits zweimal vor Abschluss als fix gemeldet hat, ist jedenfalls nicht sonderlich glaubwürdig…

  2. Robert H. says:

    “ Keine Leihe sondern Einmalbetrag. Jetzt muss nur noch das Geld auf dem Konto des 1. FC Köln eintreffen.“ ???????????

    Na wenn das nicht der Startschuss für eine Fortsetzung des Theaters ist :-/

    Wer weiß schon etwas über die Zahlungsmoral der Chinesen? Der FC wäre gut beraten, das Geld erst nach Eingang zu verplanen und die Zahlungsabwicklung zunächst mal top secret zu behandeln.

  3. Der Doktor says:

    Was hier immer für ein Quatsch geschrieben wird. Wenn man sich mal auf die Aussagen vom EFFZEH konzentriert und nicht die der Klatschpresse ist das Drama auf einmal nur noch ein Wechsel der ins stocken geraten ist. Weder Modeste noch Schmaddi haben die internen Sachen an die Presse gegeben, aber die wissen immer GANZ GENAU wer wann wo pupst. Warum hört ihr nicht auf den FC sondern auf die stille Post vom Dreckspress und der BlÖD ?

    • Rolf G. says:

      Sehr guter Kommentar mein lieber Herr Doktor, Kompliment! Aber leider scheinen die Verlautbarungen des Klubs oder gewisser seröser Presse zu diffizil zu sein, da verlässt man sich lieber auf den Schund, den die Dreckspresse von sich gibt. Macht ja nichts, wenn da einige Details nicht den Tatsachen entsprechen. Aber die bringen ihren Senf eben für jeden leicht verständlich rüber.
      War es nicht auch so, dass die Chinesen die komplette Ablösesumme schon längst auf das Konto des FC überwiesen hatten?!

      Dem User @Robert H. sollte mal jemand klar machen, dass Wehrle (bzw. Schmadtke) ausgewiesene (Finanz-)Fachleute sind, die jetzt auch noch von einem („Star“-)Anwalt unterstützt werden. Da sind keine Dilettanten am Werk! Man darf sicher sein, dass das Eintreffen der noch ausstehenden Zahlungen nicht von der „Zahlungsmoral“ der Chinesen abhängig ist, sondern dass der oder die Beträge durch entsprechende Bankgarantien abgesichert sind.

    • Koelschlenny says:

      Zustimmung nur teilweise.

      Wenn man nur das zu Rate zieht, was offiziell verlautbart wurde, dann hat man:
      – „Es ist Politik“, AM, Sommer 2016
      – „AM hat einen Vertrag bis 2021 ohne Ausstiegsklausel erhalten“, FC, Sommer 2016
      – „Ich will bleiben, aber ich muss mit Schmadtke reden“, AM, Mai 2017
      – „Verhandlungen mit Tianjin beendet – es wird in dieser Wechselperiode keinen Wechsel zu Tianjin geben“, FC, Juni 2017
      – „Ich will bleiben und wollte nie weg“, AM (Bild), Juli 2017
      – „Ich habe schon das Gefühl, er will das machen“, FC (Stöger), Juli 2017
      – Klage eingereicht, Arbeitsgericht Köln, Juli 2017
      – „Wechsel zu Tianjin“, FC, Juli 2017

      Das ist schon deutlich mehr Drama als ein „Wechsel, der ins Stocken geraten ist“. Alleine aus den obigen Wendungen lässt sich ablesen, dass mehrere starke Persönlichkeiten und außerdem mehrere Dilettanten beteiligt waren.

  4. Saal IX says:

    Erstaunlicher Weise hat der FC wohl auf 5,7M Euro verzichtet, um eine Verhandlung vor dem Arbeitsgericht zu vermeiden. Zwar wäre der eigentliche Anlass nichtig gewesen, allerdings hat wohl sehr schwer gewogen, dass es sich um eine öffentliche Sitzung gehandelt hätte und beide Seiten die Hosen hätten runterlassen müssen.
    So ganz koscher war war das Verhalten der FC-Offiziellen wohl nicht, denn sonst hätte man sich wohl nicht auf die deutlich niedrigere Zahlung eingelassen und Ratenzahlung akzepziert, was man vorher kategorisch ausgeschlossen hat.

  5. Quadtmän says:

    @Robert:
    Der FC behandelt alles top-secret, die wissen schon was sie machen.
    Das Problem ist, dass Bild und Express genauso einen Scheiss schreiben wie Du und hoffen dann was zu erfahren, wenn der FC diesen Müll dementiert.

    Bei Schmadke und Werle brauchst Du dir keine Sorgen machen, dass Geld nicht ankommt oder verschwindet. Kannst Dich eher freuen, dass zuviel da ist :-)

  6. Uwe says:

    Im Winter noch angeblich 55 Millionen dann 35,7 vor 2 Wochen und jetzt 30. Wenn diese Zahlen stimmen dann frag ich mich wer in den letzten 6 Monaten die bessere Managerleistung vollbracht hat. Und dann noch die Tatsache dass der Großteil des Geldes erst in 2 Jahren (vielleicht) fließt. Hoffe das dem, bei der Zahlungsmoral der Chinesen, nicht stimmt. Nicht auszudenken was passiert wenn Modeste in 2 Jahren nicht mehr dort spielt die Chinesen aber noch 30 Millionen überweisen sollen…

    • Pitter says:

      Und auch hier würde mich brennend deine Quelle interessieren.
      Von offizieller Seite aus gibt es meines Wissens nach keine Angabe über die Höhe des Transfers. In den meisten Medien steht, dass es ein recht komplexes Gerüst aufgebaut wurde, wie genau der Transfer von statten gehen soll – wohl damit der chinesische Club möglichst wenig an den Verband zahlen muss. Alle Medien, die ich zum Thema gelesen habe schreiben von insgesamt 35 Mio. Ablöse

      Wie kommst du auf 30 Mio.?
      Woher weißt du, dass der FC das Geld erst in 2 Jahren bekommt? Selbst wenn es tatsächlich eine „Leihe mit verpflichtender Kaufoption“ sein sollte, würde das nicht zwingend bedeuten, dass der FC das Geld erst am Ende der Leihe bekommt. Also was sind deine Quellen, dass du hier so überzeugt von einer „Tatsache“ sprechen kannst?

  7. Dietzenbacher says:

    Ich kann mit Fug und Recht sagen: ich blicke echt nicht mehr durch. Als Ablöse standen vor einer Woche noch 35 Mio im Raum, jetzt wird auf einmal deutlich, dass Hoffenheim nochmal eine stattliche Zahlung vom Effzeh erhält (was im Vorfeld nie erwähnt wurde und damit Hoffenheim der heimliche Gewinner dieses Transfers wäre), dass „die Chinesen“ zur Umgehung der Transfersteuer eine Leihe vornehmen, und der große Batzen an Geld (hoffentlich) in zwei Jahren an den Effzeh fließt. Obwohl ich sehr sehr viel von Wehrle/Schmadtke halte, so hat diese undurchdringliche Informationslage, vernebelt durch den ganzen Boulevard-Infomüll, doch ein arges Gschmäckle hinterlassen. Ich würde mir wünschen, dass der Effzeh hier mal klare Kante fährt und eine (der Wahrheit sehr nahe kommende) Aussage macht.

  8. Uwer says:

    Im Fußball ist eine Zahlung erst 2 Jahre nach dem Transfer nicht üblich und du solltest das nicht mit der Wirtschaft vergleichen. Dort gibts Ware gegen Bezahlung. Schmadtke hatte dies auch stets kategorisch ausgeschlossen nun jedoch akzeptiert. Diese Sinneswandlung ist schon erstaunlich

  9. Rhinozeros says:

    Es ist schon erstaunlich, dass hier einige der Presse insgesamt vorwerfen, Unsinn zu schreiben und gleichzeitig ihre eigenen Theorien, wie was gelaufen ist, als einzig richtige Wahrheit darstellen und mit einer bemerkenswerten Überzeugungskraft vertreten. Trump lässt grüßen.

    Wenn man sich einmal die Mühe machen würde, die Berichterstattung genau zu analysieren, würde man merken, dass die BILD tatsächlich zwei Mal den Transfer als vollzogen erklärt hat und damit falsch lag. Beim EXPRESS kann ich dagegen keine Falschmeldung erkennen. Wer immer noch denkt, die würden einfach irgendeinen Unsinn schreiben, den sie sich ausgedacht haben, darf sich immerhin freuen: so ein überschaubares Weltbild erspart einem wenigstens komplizierte Gedankengänge. Wäre ja auch unangenehm zu merken, dass die Welt nicht so einfach in Schwarz und Weiß, Gut und Böse oder Wir und Die zu unterteilen ist. Ein differenziertes Urteil ist auch einfach viel zu anstrengend – dann lieber die eigenen Vermutungen für wahr halten und einen Kommentar raushauen. Pippi Langstrumpf lässt grüßen.

    Ebenso erstaunlich ist, dass es immer noch Leute gibt, die das Verhalten von Modeste entschuldigen, schließlich hat der tatsächlich über Wochen lang alles und jeden belogen hat, um noch eine Million mehr zu erwirtschaften. Darf er gerne machen, wenn ihm die 11 Millionen netto nicht reichen. Er hat sich für das Geld entschieden und von Liebe gesprochen ohne dass das nötig gewesen wäre. Jürgen von der Lippe lässt grüßen.

  10. Nick says:

    Es steht doch nirgends, dass die Kohle erst in zwei Jahren rüber kommt. Gut…in der Bild von gestern…ist das eine verlässliche Quelle?

    Ich denke das Wehrle, nicht Schmadtke, die Zahlungsmodalitäten schon ordentlich abgesichert hat. Also soviel Vertrauen habe ich in diesen Mann schon.

    • Robert H. says:

      Lieber Nick, es steht auch nirgends, dass der FC 35 Mio. für Modeste bekommt. Gut … in der Bild von gestern … ist das eine verlässliche Quelle? ;-)

      Der EXPRESS glaubt, dass es nur 30 Mio sind…

      Und lieber Nick und lieber „User“ Rolf G.: sollte das Gerücht mit der Leihe stimmen, so hoffe ich auch schwer, dass die Fachleute JS, AW und „Star“anwalt Seitz das gut abgesichert haben.
      Ich vertraue ihnen auch. Aber bei diesen Geschäften sind auch bei den besten Experten Fehlentscheidungen nicht ausgeschlossen.

      • Nick says:

        Ich hab ja keine Zahl gennant…ich hoffe es sind ingesamt dann mit Ratenaufschlag 40!!!

        In jedem Fall gibt es eine Stange Geld, von der wohl 10% an den Sohn einer multitalentierten Dame wandern, nach einer ordentlichen Anzahlung „10-15 Mios“, dann halbjährig 5-6,25 mios, wäre es für mich ok wenn die letzte Rate in 2 Jahren käme…Zinsen gibt es eh nicht…

        Wobei der Transfer ja zuerst wegen der Ratenzahlung geplatzt ist, dass Wehrle und Schmadtke jetzt eine Ratenzahlung akzeptieren sollen, bei der nicht erstmal ne ganze Stange Geld sofort fällig wird, kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.

        Ich frag die beiden auf der JHV. Im November haben sich alle beruhigt…da frag ich dann einfach mal „Wie war das denn jetzt mit dem Modeste?!““ ;)

        • Robert H. says:

          Tu das! Frag auf der JHV einfach: „Wo bleibt denn der Rest – von diesem … wie hieß er noch…?“
          Wahrscheinlich erfahren wir erst bei Vorlage des Geschäftsberichts, wie alles gelaufen ist und wie hoch die Transfersumme war.
          Bis dahin kann sich eh keiner mehr an die heutige angebliche Summe erinnern.

          40 Mio und dein hübsches Ratenmodell – naja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Nicht traurig sein, wenn es am Ende deutlich weniger wird.

  11. Pfalzbock says:

    Es ist immer wieder erstaunlich, was manche Leute wissen.
    Ihr werdet es entweder von offizieller Seite oder niemals erfahren, wie die Zahlungsmodalitäten sind!
    Lass et jot sin!
    Schaut nach vorn, ich glaube da geht noch gut was ab an Transfers!

  12. Robert H. says:

    Von der Bild stammt das Konstrukt mit der Leihe. So weit hergeholt ist das auch nicht.
    Was der GBK in diesem Artikel erfahren haben will ist schlicht und einfach eine Ratenzahlung, in welchen Abständen auch immer. Die der FC bisher immer strikt abgelehnt hat.

    Denn beides sind Optionen, die eine Einigung überhaupt erst möglich gemacht haben. Aber in beiden Fällen kann man schon der Meinung sein, dass das nicht ohne Risiko für den FC ist. Und in beiden Fällen kann der FC nur sukzessive mit dem Erlös für den Transfer arbeiten.

    Dass der Betrag auf jeden Fall nicht ganz normal komplett gezahlt wurde oder werden wird, scheint mir aber klar – dann das hätte der FC m.E. ohne Probleme bestätigen können.

    Aber alle meine Vorredner hier haben recht: nur der FC könnte hier für Klarheit sorgen.
    Und wenn er das nicht tut, so hat Pfalzbock recht: Kopf nach vorne drehen und weiter fahren.

  13. Robert H. says:

    Doch noch mal ein kurzer Blick zurück.
    Trotz allem, was gewesen ist – ein bißchen Wehmut bleibt.
    Mal abgesehen von der sehr guten Leistung und den vielen Toren – Modeste und der FC hat m.E. menschlich bis Ende letzter Saison gut gepasst.
    In diesem Sinne: lass es dir gut gehen, Tony!

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