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Jubiläum zum Vergessen: Trauriger Tag für Jonas Hector


Es war alles vorbereitet für einen großen Freitagabend des 1. FC Köln im RheinEnergieStadion: Am Mittag die Auslosung mit attraktiven Gegnern in der Europa League, dann ein ausverkauftes Haus zum ersten Heimspiel der Saison gegen den Hamburger SV. Dazu noch ein Jubilar, der sich das Spiel jedoch sicherlich ganz anders vorgestellt hatte. 

Köln – Es lief die zehnte Minute der Nachspielzeit. Frederik Sörensen hatte gerade mit seinem Treffer den 1:2-Anschluss erzielt, als Jonas Hector im Mittelfeld ein haarsträubender Fehlpass unterlief. Albin Ekdal schnappte sich die Kugel, sprintete durch die gesamte Kölner Hälfte, Hector konnte dem Schweden nicht mehr folgen. Der HSV erzielte durch Lewis Holtby das 1:3 und versetzte dem Effzeh den Todesstoß.

Hectors trauriges Jubiläum 

Dabei hätte es für den deutschen Nationalspieler eine besondere Partie werden sollen. Am Mittwoch hatte sich sein Bundesliga-Debüt zum dritten Mal gejährt. Der Gegner damals: der HSV. Nun stand der 27-Jährige am Freitagabend zum 100. Mal in einer Partie in Deutschlands höchster Spielklasse auf dem Feld.

Auch, wenn der Fehlpass in der 110. Spielminute für die Mannschaft den K.o. bedeutete, so gehörte Hector zu den besseren Kölner gegen die Hamburger. Mit einer Quote von 91 Prozent war Hector der passsicherste Spieler im Kölner Kader. Auch läuferisch konnte man dem Jubilar am Freitag nichts vorwerfen: Mit 11,88 Kilometern machte er die meisten Meter bei den Kölnern. Nur André Hahn (13,26 KM) und Albin Ekdal (12,03) legten an diesem Tag auf Seiten des HSV eine größere Strecke zurück.

Mangelnde Zweikampfstärke macht den Unterschied 

Alleine, nicht nur Hector fehlte an diesem Abend das nötige Durchsetzungsvermögen. Mit 53 Prozent gewonnener Zweikämpfe konnte der Confed-Cup-Sieger nicht die entscheidende Dominanz im Mittelfeld aufbauen. Dazu kam, dass sein Nebenmann Matthias Lehmann (laut „kicker“-Datenbank) keinen einzigen Zweikampf im gesamten Spiel gewinnen konnte. Peter Stöger betonte nach der Partie, man habe seinen Spielern „den Willen nicht absprechen“ können. Um die Partie noch zu drehen, fehlte jedoch der letzte Biss.

Weiterlesen: Hector zwischen Nationalmannschaft und Effzeh

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