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Junge Wilde als Gewinner – Offensive sucht die Struktur

Der 1. FC Köln hat am Donnerstagmittag nach einer letzten Trainingseinheit in Kitzbühel die Heimreise angetreten. Die Geissböcke haben acht Tage und zwei Testspiele hinter sich. Nicht alle Profis konnten sich ins Rampenlicht spielen, doch die Grundstimmung bleibt positiv.

Kitzbühel – Zwei Unentschieden, zwei Verletzungen, aber auch mutige Talente und noch zwei Wochen Zeit bis zum Saisonstart: Das Trainingslager in Kitzbühel hat positive wie negative Ausreißer mit sich gebracht. Der Optimismus, auf dem richtigen Weg zu sein, überwiegt. Fünf Lehren aus der Woche in Österreich:

1. Youngster drehen auf

Peter Stöger lächelte nur, nickte und antwortete: „Ja.“ Der FC-Coach war am letzten Tag in Kitzbühel gefragt worden, ob ihn einige der ganz jungen Spieler im Kader positiv überrascht hätten. Ob er die Namen verraten wolle? „Netter Versuch“, blieb Stögers einzige Antwort. Doch die musste er auch nicht geben. Jeder Trainingsgast und Beobachter der Testspiele hatte sehen können, dass sich Nikolas Nartey und Tim Handwerker ins Rampenlicht spielen konnten.

Nartey mit seiner Gabe, Situationen vorausahnen zu können, gepaart mit beeindruckender Technik und mehr Körperlichkeit, als man einem 17-Jährigen zutrauen kann. Handwerker mit seiner Schnelligkeit, die ihm auf der linken, offensiven Außenbahn zu vielen guten Aktionen verhalf, gepaart mit einem starken linken Fuß, der nicht nur bei Flanken, sondern auch bei ruhenden Bällen eine Waffe sein kann. Dazu konnte sich Brady Scott als Torwart-Talent behaupten, machte eine gute Figur, wenngleich er in den Testspielen noch nicht zum Einsatz kommen konnte. Er dürfte so lange bei den Profis bleiben, bis Thomas Kessler wieder fit ist.

2. Queirós braucht noch Zeit

Während Nartey und Handwerker positiv überraschten und der ebenfalls erst 20-jährige Jorge Meré wohl sofort weiterhelfen kann, wird Joao Queirós noch Zeit benötigen. Der Portugiese hatte in seiner ersten Woche beim Effzeh noch Eingewöhnungsprobleme. Der 19-Jährige wird von Stöger und dem Team die nötige Zeit bekommen, sich im neuen Umfeld zurecht zu finden. Seine Verpflichtung, das wurde in Kitzbühel klar, ist perspektivischer Natur.

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10 Kommentare
  1. Ottla
    Ottla says:

    das wird eine schwere saison. der FC hat in der breite wahrscheinlich die beste mannschaft seit 89/90 – aber eben vorne die große frage, wer „finalisiert“ – da ist ein guter start immens wichtig, damit diesbezüglich keine nervosität aufkommt.

  2. Ottla
    Ottla says:

    was bei cordoba schon auffällig ist : bei der ersten ballverarbeitung bzw. ersten ballannahme ist er einfach einige klassen weit von modeste entfernt (kann man im zusammenfassungsvideo des linz-spiels in der ersten szene exemplarisch sehen) … und das ist etwas, das kann man kaum „lernen“ – das ist wirklich talent und klasse – genau das sind aber beim FC in den letzten 2 jahren praktisch IMMER die starken momente gewesen: wenn modeste teils schwierige bälle als erster vorne verarbeiten musste – was er da im ersten moment gemacht hat, das war praktische IMMER erste sahne… wenn das jetzt wegfällt…

  3. Hakan
    Hakan says:

    Das ist alles richtig was gesagt wird. Kann ich nur zustimmen – in der großen Breite hat der FC eine wirklich starke Mannschaft zusammen. Allerdings stehen insb. die Stürmer jetzt in der Pflicht, 150% zu geben und sich anzubieten. Die müssen jetzt wirklich ackern – sowohl Guirassy, Cordoba als auch Rudnevs. Die müssen wie Kampfschweine auftreten. Und an sich selber arbeiten. Dann passt das.

  4. Raccon7
    Raccon7 says:

    Ich persönlich traue Guirassy mehr zu als Cordoba, was jetzt aber nicht heisst, dass ich Cordoba gar nichts zutraue. Mein Schwager, seines Zeichens S04 Fan, ist der festen Überzeugung das Cordoba beim Effzeh einschlagen wird. Ich hoffe er hat Recht…

    Ich bin echt gespannt wie sich die Mannschaft und das Mannschaftsgefüge über die ersten Spieltage entwickelt wenn es wirklich drauf ankommt. Aber eines steht fest – Ich freue mich riesig auf die neue Saison! Come on Effzeh

  5. Klio
    Klio says:

    Das war klar, dass nach Modestes Weggang erst einmal große Befürchtungen gibt, wer jetzt die Tore schießen soll. Diese Befürchtungen gab es aber auch schon, als Ujah wegging. Nach Modestes bombastischer Torquote letzte Saison sind die Fragen umso dringlicher. Alles war aber total auf Modeste abgestimmt und jetzt muss das Spiel anders aufgezogen werden. Es könnte noch etwas dauern, bis die Routinen da sind. Hoffen wir auf einen guten BL-Start.

    Der Ausfall von Osako ist wirklich bitter. Aber es ist eben auch noch nicht so lange her, dass Osako in den Fanforen massiv angegangen wurde. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Jörg Schmadtke und sein Team einen guten Blick für die richtigen Spieler haben und dass Peter Stöger und das Trainerteam in der Lage sind, die Entwicklung von Spielern zu fördern. Grund genug, ein gewisses Grundvertrauen zu haben in die Verantwortlichen beim FC.

  6. ulli
    ulli says:

    Ich bin sicher, dass Schmadtke & Co. nach dem bitteren Ausfall von Osako, der wahrscheinlich frühestens Mitte September in das Mannschaftstraining zurückkehrt, in der Offensive bei der ersten praktikablen Möglichkeit nachlegen. Und eigentlich bin ich froh, dass das komplette Angriffsspiel jetzt nicht mehr auf nur einen Spieler zugeschnitten ist. Das macht die Mannschaft unberechenbarer. Zoller auf rechts geht meiner Meinung gar nicht, hinter der Spitze vielleicht. Ich hoffe, dass ein fitter Guirassy jetzt sein großes Talent auch auf den Platz bringt.

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