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Nach vier Pleiten: Effzeh-U21 vergibt Sieg gegen Bonn

Die U21 des 1. FC Köln hat im fünften Saisonspiel den ersten Sieg leichtfertig verschenkt. Gegen den Bonner SC reichte es für die Elf von Patrick Helmes nur zu einem 1:1 (1:0). Nach vier Pleiten aus den ersten vier Spielen der erste Punkt – doch die Geissböcke bleiben in der Regionalliga West auf dem letzten Tabellenplatz.

Köln – Vor dem Anpfiff gab es schon den ersten Applaus: Stürmer Marco Ban, Eigengewächse der Geissböcke und bis vor zwei Wochen noch in Diensten der Kölner, kehrte mit seinem neuen Klub, dem Bonner SC, erstmals seit seinem Wechsel zurück ans Geißbockheim. Sportdirektor Jörg Jakobs bat den Sohn von FC-Zeugwart Kresimir Ban vor dem Anpfiff auf das Feld. Dort wurde der Stürmer offiziell verabschiedet.

Klauß und Führich vergeben Chancen zur Entscheidung

Auch nach dem Anpfiff verteilten die Kölner zunächst Geschenke an die Gäste. Adrian Szöke und Roman Prokoph vergaben drei Großchancen, während beim BSC wenig zusammenging. Die Elf von Patrick Helmes hatte das Spiel weitgehend im Griff, es brauchte allerdings einen Freistoß zur Erlösung. Chris Führich brachte den Ball von der linken Seite scharf ins Zentrum. Bonns Abseitsfalle misslang, sodass Prokoph aus acht Metern ungehindert zum Kopfball kam und das Leder zur Führung versenkte.

Marco Ban wird von Jörg Jakobs offiziell beim 1. FC Köln verabschiedet. (Foto: GBK)

Direkt nach der Halbzeitpause hätten die Geissböcke das Spiel entscheiden müssen. Michael Klauß (50.) vergab alleine vor dem Bonner Keeper Monath, fünf Minuten später staunten die rund 800 Zuschauer, wie Chris Führich den Ball aus fünf Metern unbedrängt nicht in den Maschen unterbringen konnte. Er konnte sich die ganzen sieben Meter aussuchen und schoss doch Monath auf der Linie an. So war es keine Überraschung, dass sich der fahrlässig Umgang mit Chancen rächte. In der 60. Minute kam Bonn über rechts an den Strafraum, Dario Schumacher bekam die Zeit abzuschließen. Sven Müller kam nicht mehr ran, und so stand es nach einer Stunde 1:1.

Das Spiel muss bis zur 60. Minute entschieden sein

In der letzten halben Stunde konnte der Effzeh von Glück sagen, nicht noch das 1:2 zu kassieren. Die Helmes-Elf verlor völlig den Faden und rettete das Unentschieden schließlich mit einer kämpferischen Leistung über die Zeit. „Die ersten 60 Minuten haben wir richtig guten Fußball gezeigt“, sagte Helmes nach der Partie, monierte aber die mangelnde Chancenverwertung seiner Mannschaft. „Das Spiel muss bis zur 60. Minute entschieden sein.“ Dennoch lobte er seine Spieler für den Auftritt gegen den noch ungeschlagenen BSC. „Wir haben aufopferungsvoll gekämpft, deswegen ein großes Kompliment. Heute war ein Anfang, es war ein sehr positiver Auftritt meiner Mannschaft.“ Auf den ersten Sieg müssen die Geissböcke aber weiter warten.

So spielte der Effzeh: Müller – Kölmel, Siemann, Kusic, Laux – Kovacic, Hildebrandt, Führich – Szöke, Prokoph, Klauß

Tore: 1:0 Prokoph (26.), 1:1 Schumacher (60.)

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