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Erst Videobeweis-Ärger, dann geht der Effzeh unter

Der 1. FC Köln hat am vierten Bundesliga-Spieltag bei Borussia Dortmund eine deftige Klatsche kassiert. Die Geissböcke gingen beim BVB mit 0:5 (0:2) unter. Für eine strittige Situation sorgte Schiedsrichter Patrick Ittrich, als er zunächst ein Foulspiel gegen Timo Horn pfiff, nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten jedoch ein wohl irreguläres Tor für den BVB anerkannte.

Dortmund – Nach dem emotionalen Auftritt in der Europa League hieß es für den 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund wieder Bundesliga-Alltag. Nach drei Spielen ohne Punkte stand der Effzeh bereits unter Druck. Doch der BVB erwies sich als mehrere Nummern zu groß. Auch eine umstrittene Schiedsrichter-Entscheidung sollte eine wichtige Rolle spielen.

Ausgangslage

Peter Stöger veränderte seine Mannschaft im Vergleich zur 1:3-Niederlage in London auf drei Positionen. Den verletzten Jonas Hector ersetzte Yuya Osako. Taktisch agierten die Geissböcke in einem 4-5-1 mit dem Japaner im Mittelfeld. Außerdem durften Jannes Horn und Marcel Risse von Beginn an auflaufen. Dafür mussten Konstantin Rausch und Simon Zoller auf der Bank Platz nehmen.

Moment des Spiels

Es lief die Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Der BVB führte mit 1:0, Andrej Yarmolenko schlug eine letzte Ecke. Timo Horn lief aus seinem Kasten, auch Dominique Heintz und Sokratis gingen zum Ball. Heintz prallte gegen Horn, dieser konnte den Ball dadurch nicht festhalten und Sokratis stocherte das Leder über die Linie. Schiedsricher Patrick Ittrich pfiff und entschied zunächst auf Foul am Keeper. Doch nach Einsatz des Video-Assistenten entschied der Unparteiische auf Tor für den BVB. Die FC-Spieler und -Verantwortlichen waren außer sich: Hatte Ittrich bereits gepfiffen, als der Ball die Torlinie noch nicht überquert hatte? Die Videobilder lassen den Schluss zu, dass Ittrich vorher gepfiffen hatte. Der Treffer hätte also nicht zählen dürfen. Doch er zählte – und Köln brach in Halbzeit zwei auseinander.

Die wichtigsten Szenen

Die FC-Fans hatten auf einen Befreiungsschlag gehofft, doch kurz nach Anpfiff kam bereits die kalte Dusch für die Gäste. Yarmolenko setzte sich auf der rechte Seite gegen den passiven Jannes Horn durch, seine scharfe Flanke fand den Kopf von Maximilian Philipp, der in der 2. Spielminute zum 0:1 einköpfte. Der Effzeh musste sich sortieren, fand dann aber zumindest zu seiner Ordnung und wähnte sich gut sortiert und noch in Schlagdistanz zum BVB in der Halbzeitpause. Dann sorgte das Schiedsrichter-Gespann für die umstrittenste Szene des Tages und die Vorentscheidung war gefallen.

In der zweiten Halbzeit lief es dann nur noch in eine Richtung. Der BVB drückte auf das dritte Tor und bekam in der 59. Minute – erneut per Videobeweis – nach einem Handspiel von Lukas Klünter einen Elfmeter zugesprochen. Pierre-Emerick Aubameyang verwandelte sicher – und traf nur eine Minute später nach einem Zuspiel von Lukas Piszczek zum 0:4. In der 69. Minute war Philipp zum zweiten Mal an diesem Tag erfolgreich. Nach einem starken Pass von Mahmoud Dahoud netzte er per Lupfer zum Endstand ein.

Fazit

Zum Lachen: Nichts. Der Effzeh holte sich eine echte Packung ab.

Zum Weinen: Die Videobeweis-Fehlentscheidung zum 0:2.

Unser Held des Tages: Es war kein Tag für Helden-Sagen.

Aufstellung

T. Horn – Klünter, Meré, Heintz, J. Horn – Risse, Höger (64. Jojic), Lehmann, Osako (64. Sörensen), Bittencourt (56. Zoller) – Cordoba

Tore

0:1 Philipp (2.)
0:2 Sokratis (45.)
0:3 Aubameyang (HF, 59.)
0:4 Aubameyang (60.)
0:5 Philipp (69.)

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