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Schmadtke über Transfers: "Drei, vier Gedanken im Kopf"


Jörg Schmadtke hat am Sonntag im „Doppelpass“ bei „Sport1“ die Transferpolitik des 1. FC Köln im vergangenen Sommer verteidigt. Dabei bestätigte er auch, dass die Geissböcke weiter auf der Suche sind und finanzielle Mittel zurückgehalten haben, anstatt sie in Spieler zu investieren, von denen die sportliche Leitung nicht überzeugt war.

München – Mark Uth, das ist kein Geheimnis, sollte und wollte im Sommer zum 1. FC Köln wechseln. Doch 1899 Hoffenheim ließ den Stürmer nicht gehen. Am Samstag schoss der Angreifer den FC Bayern München mit einem Doppelpack ab.

Wir hätten Mark Uth gerne verpflichtet

„Wir hätten ihn gerne verpflichtet, aber Hoffenheim hat aus guten Gründen, wie man sieht, Nein gesagt“, sagte Jörg Schmadtke am Sonntag im „Doppelpass“. Hoffenheim habe nicht einmal über eine mögliche Ablösesumme diskutieren wollen. „Dazu sind wir gar nicht gekommen“, so der FC-Manager. Nun läuft Uths Vertrag im kommenden Sommer aus. Doch sollte der 26-Jährige weiter so auftreten wie zu Saisonbeginn, dürfte es für den Effzeh schwer werden, den gebürtigen Kölner zurück in seine Heimatstadt zu lotsen.

Weiter ohne Glück: Jhon Cordoba vertändelt die größte Torchance des Effzeh in Augsburg. (Foto: imago/DeFodi)

Zumal der 1. FC Köln mit drei Niederlagen denkbar schlecht aus den Startlöchern gekommen ist und nun erst einmal die neue Saison in den Griff bekommen muss – mit dem vorhandenen Kader, der vor allem auf den offensiven Außenpositionen nicht optimal besetzt ist. Schmadtke bestätigte am Sonntag, dass der Effzeh sich bis zum Schluss der Transferperiode um weitere Neuzugänge bemüht habe. „Wir hatten drei, vier Gedanken im Kopf. Die haben wir versucht umzusetzen, es hat aber nicht funktioniert“, so Schmadtke.

Es wird so getan, als ob wir nur Einbeinige verpflichtet hätten

Der Sportchef der Geissböcke bestätigte aber auch, dass der Effzeh im Winter wieder versuchen wird, die offenen Kader-Positionen zu füllen. „Wir haben dann gesagt, dass wir im Sommer keine Spieler mehr verpflichten werden, nur, damit das Volk beruhigt ist und wir Geld ausgegeben haben. Wir haben beschlossen, das Geld zurückzuhalten und abzuwarten, bis wir den Spieler finden, von dem wir überzeugt sind und der unseren Kader verbessert.“

Eine generelle Kritik an der Transferpolitik des Sommers wollte Schmadtke zudem noch nicht zulassen. „Ich stelle mich gerne dieser Diskussion – aber nicht am dritten Spieltag.“ Der Effzeh hatte mit Jhon Cordoba, Jannes Horn, Jorge Meré, Joao Queiros und Tim Handwerker fünf Spieler eingekauft. „Es wird so getan, als ob wir nur Einbeinige verpflichtet hätten“, sagte Schmadtke. „Wir haben aber einen deutschen U21-Nationalspieler verpflichtet, einen spanischen U21-Nationalspieler und einen portugiesischen U20-Nationalspieler.“ Diese brauchen aber noch sichtlich Zeit, um sich beim Effzeh einzufinden.

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