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Trainer-PK in voller Länge und alle Videobeweis-Stimmen

Peter Bosz und Peter Stöger haben sich nach der Partie des 1. FC Köln bei Borussia Dortmund (0:5) zur umstrittenen Situation geäußert, die zum vorentscheidenden 0:2 geführt hatte. Der Effzeh will Protest gegen die Spielwertung einlegen. Der BVB ist anderer Meinung. Die Stimmen zur umstrittenen Szene.

Jörg Schmadtke: „Der Schiedsrichter hat gepfiffen, bevor der Ball im Tor war. Das war ein Regelverstoß. Dagegen kann man Protest einlegen und das werden wir tun. In der Halbzeit habe ich mir die Situation angeschaut und mein Eindruck hat sich bestätigt. Ich bin grundsätzlich ein Befürworter des Videobeweises, aber man muss sich ans Protokoll halten. Erstens ist das keine Situation, in der der Video-Assistent einzugreifen hat, weil keine krasse Fehlentscheidung vorlag. Zweitens haben wir hier einen Regelverstoß. Wenn er Foulspiel pfeift, bevor der Ball über der Linie ist, kann er nicht danach auf Tor entscheiden. Das ist eindeutig und in den Regeln verankert. Die sollte man, wenn man mit dem Sport zu tun hat, eigentlich kennen. Wir werden den Spielberichtsbogen nicht freigeben und haben jetzt zwei Tage Zeit Einspruch einzulegen. Die Entscheidung hat das Spiel komplett verändert, und zwar von beiden Mannschaften. Die Chancen für den Einspruch sehe ich nicht schlecht, denn bei einem Regelverstoß hat man gute Chancen.“

Das ist Schwachsinn!

Leonardo Bittencourt: „Beim 0:2 pfeift der Schiedsrichter zunächst ab und ruft den Videobeweis an. Entweder wissen die hier selbst ihre Regeln nicht oder wir müssen sie drauf hinweisen, aber auch dann lassen sie nicht mit sich reden. Wir sind mit 0:2 in die Halbzeit gegangen wegen eines Tores, das eigentlich nicht zählen durfte. Einem 0:1 in Dortmund hinterher zu rennen ist schon schwer, aber ein 0:2 ist eine andere Sache. Das war, als würde der Linienrichter die Fahne heben, wenn ich auf das Tor zulaufe und den Ball reinschieße, der Schiedsrichter aber erst dann auf Videobeweis entscheidet. Das ist Schwachsinn.“

Kurz vor der Pause das 0:2 zu kriegen, ist spielentscheidend

Matthias Lehmann: „So eine Situation kurz vor der Halbzeit ist schon unglaublich. Ich habe dem Schiedsrichter gesagt, dass er erst Foul gepfiffen hat. Mehr will ich zu der Szene nicht mehr sagen.“

Timo Horn: „Es gibt zwei Gründe, warum das Tor nicht zählen darf. Erstens gab es einen Kontakt im Fünfmeterraum. Wenn es ein Dortmunder Foul gab, ist es eine Kann-, keine Muss-Entscheidung. Dann darf der Video-Schiedsrichter nicht eingreifen, so wurde es uns vor der Saison zumindest erklärt. Zweitens wurde abgepfiffen, bevor der Ball über der Linie war. Das geht natürlich gar nicht. Ich hatte auch den Eindruck, dass der eine oder andere von uns danach das Spielen mehr oder weniger eingestellt hat. Das ganze System Videobeweis wirkt nicht ganz ausgereift. Kurz vor der Pause das 0:2 in Dortmund zu kriegen, ist spielentscheidend, ganz klar. Sachlich und nüchtern ist das für mich eine klare Fehlentscheidung.“

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