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Aufschwung unter Pawlak nach unwirklichen Wochen

Zwei Siege in Folge, der Sprung auf Platz 15, nur noch vier Punkte hinter dem rettenden Ufer: Für die U21 des 1. FC Köln geht es endlich wieder aufwärts. Nach harten Wochen, in denen die Spieler viele Nackenschläge verdauen mussten, scheint Neu-Trainer André Pawlak den richtigen Ton zu treffen.

Köln – Es wird wieder gelacht bei der U21 des 1. FC Köln. Ein Bild, das in den letzten Wochen Seltenheitswert hatte. Zu schwer lastete das Drama um den verstorbenen Uwe Fecht auf der Mannschaft. Erst der sportliche Fehlstart, dann der Herzinfarkt des Co-Trainers, der wenig später verstarb. Patrick Helmes sah sich nicht mehr in der Lage, seine Arbeit als Chefcoach weiterzuführen. Unwirkliche Wochen, in denen die Mannschaft am Boden lag.

Bekanntes Terrain, aber mental eine neue Situation

André Pawlak, im Sommer eigentlich für die U17 gekommen, übernahm die Regionalliga-Mannschaft. Erfahrung in der Liga hatte er bereits gesammelt. Sportlich wusste er, worauf er sich einließ. Mental jedoch war die Herausforderung naturgemäß eine gänzlich neue für den 46-Jährigen. Auf Schalke, in Wattenscheid, Velbert und Uerdingen stand der Übungsleiter bislang an der Seitenlinie. Überall arbeitete er erfolgreich, zuletzt stieg er mit Uerdingen in die Regionalliga auf. Doch so eine Situation kannte auch er noch nicht.

Beim Effzeh übernahm er Anfang Oktober. Sein Debüt gab er gegen Rot Weiß Oberhausen. Zweimal kämpfte sich sein Team nach den schweren Wochen zurück ins Spiel, glich zwei Rückstände aus, wurde mit einem Punkt belohnt. Ein erster Hoffnungsschimmer, dass die Mannschaft psychische Stärke zu zeigen im Stande war. Dann der Rückschlag, ein 1:3 bei der TuS Erndtebrück. Doch Pawlak hatte damit insgeheim gerechnet. Es folgten die beiden Heimspiele gegen Wuppertal und Düsseldorf. Ein famoses 6:3 gegen den WSV, ein 3:1 gegen die Fortuna: Balsam für die Seele, neun Tore für das Selbstvertrauen, sechs Punkte für die Tabelle und zwei Siege für eine Mannschaft, die ihrem neuen Trainer folgt.

Quartett als Säulen des Aufschwungs

Die Abwehr steht zwar noch nicht so sicher, wie sich der 46-Jährige das wünscht. Doch offensiv, in der Vorbereitung und zu Saisonbeginn das große Manko, läuft es endlich wieder. Jonas Hildebrandt und Chris Führich im Mittelfeld und die beiden Routiniers Roman Prokoph und Michael Klauß im Angriff haben endlich wieder ein Gefühl füreinander entwickelt. Stützen, die Pawlak auch in den nächsten Wochen brauchen wird. Am Sonntag in Dortmund gegen den BVB II soll der Aufwärtstrend weitergehen. Dann folgt eine spielfreie Woche, ehe das nächste Heimspiel auch dem Trainer ein Highlight bringt: Uerdingen wird zu Gast sein, der Aufsteiger, Tabellenführer und Liga-Krösus.

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