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Traurige 100: Diese Serien will der FC lieber vergessen

Am Donnerstag trifft der 1. FC Köln auf BATE Borisov. Doch so wirklich will sich niemand mehr beim Effzeh auf die Europa League freuen. In dieser Woche zählt einzig, am Sonntag gegen 1899 Hoffenheim den ersten Bundesliga-Sieg der Saison einzufahren. Dabei kann das Spiel gegen Borisov nur bedingt helfen.

Köln – In der Vorwoche gewann der FC bei Hertha BSC im DFB-Pokal. Zwar gab das Spiel für das Derby in Leverkusen einen Schwung. Genutzt hat es jedoch nichts. Freilich will das Team von Trainer Peter Stöger gegen Borisov erneut an Geschwindigkeit aufnehmen. Doch am Ende der Woche zählt nur das Resultat gegen Hoffenheim.

Zweimal die verflixte 100 in Leverkusen

Zehn Bundesliga-Partien wartet der 1. FC Köln nun schon auf einen Sieg. Statistik über Statistik wird hervorgeholt, um den Fehlstart der Geissböcke einzuordnen. So auch, dass nur der 1. FC Saarbrücken in der Saison 1963/64 mit einem Punkt schlechter startete als die Kölner. Und natürlich der HSV in der vergangenen Saison, der mit ebenfalls zwei Punkten sogar ein noch schlechteres Torverhältnis (4:23) als der Effzeh (4:19) hatte.

Auch die 1:0-Führung in Leverkusen half der Stöger-Elf nicht. Zum 100. Mal verlor der FC in der Bundesliga-Historie nach einer 1:0-Führung. Das zwischenzeitliche 1:1 durch Leon Bailey war zudem das 100. Gegentor gegen Bayer Leverkusen. Die verflixte 100 – doch beim Effzeh sind es andere Serien, die man gegen Hoffenheim durchbrechen möchte.

Vor zwölf Jahren 18 Spiele ohne Sieg

Die längste Serie ohne Sieg in der Bundesliga liegt zwölf Jahre zurück. Zwischen dem 6. und 23. Spieltag der Saison 2005/06 gewann der FC 18 Spiele in Folge nicht. Am Ende stand der Abstieg ebenso wie zwei Jahre zuvor, als die Geissböcke in der Spielzeit 2003/04 sage und schreibe 23 Spiele verloren und sang- und klanglos abstiegen. Mit zwei Punkten aus zehn Spielen, noch sieglos und mit bereits acht Niederlagen macht der FC bislang kaum Anstalten, es besser zu machen als in jenen Jahren der Tristesse. Doch beim FC meidet man dieser Tage noch immer den Begriff „Abstieg“ wie der Teufel das Weihwasser. Vielleicht hat der Reformationstag ja auch am Geißbockheim den Geist der Erneuerung wirken lassen.

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