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Derby-Nachlese: Das war gut, das war schlecht

Das war schlecht

Dazu gelang es dem Mittelfeldzentrum mit Özcan und Matthias Lehmann nicht mehr die Lücken zu schließen. Leverkusen nun aktiver zwischen den Ketten, die Anspiele in die Halbpositionen zwischen Innenverteidigung und Doppel-Sechs gelangen immer häufiger. So fiel das 1:1, als Bailey Horn entwischte, das Kölner Quartett im Zentrum die einlaufenden Leverkusener nicht mehr attackierte und der Pass auf Bailey wie das sprichwörtliche Messer durch die Butter glitt.

Zudem fehlte mit Maroh beim 1:2 die Konsequenz bei Standards. Das größte Problem jedoch waren die vielen Ballverluste der Geissböcke nach Ballgewinnen. Leverkusens Gegenpressing funktionierte viel besser, der FC konnte sich kaum mehr befreien, geschweige denn Konter gefährlich zu Ende spielen. Die fehlende Entlastung kostete den Effzeh schließlich das Spiel. Bayer spielte seine individuelle Klasse aus und gewann das Derby verdient.

So geht es weiter

Für den 1. FC Köln und Dominic Maroh gab die Untersuchung am Sonntag Entwarnung. Maroh verletzte sich nicht schwer. Eine gute Nachricht, denn mit Maroh im Zentrum und Sörensen rechts bekam der FC die Abwehr zuletzt dicht. Vor allem der Routinier spielte eine wichtige Rolle, die Defensive wieder zu schließen. Klar ist: Köln kann nur über die Stabilität und Kompaktheit wieder zum Erfolg finden, das hat das DFB-Pokal-Spiel in Berlin bewiesen.

Offensiv haben sich die Geissböcke gegen Hertha und in Teilen auch gegen Leverkusen zumindest wieder den Glauben an ihre Gefährlichkeit erarbeitet. Die Selbstverständlichkeit, Tore zu schießen, ist zwar noch nicht wieder hergestellt. Doch das verzweifelte, erfolglose Anrennen hat aufgehört. Köln ist auch in dieser Hinsicht in der Saison angekommen. Was aber weiterhin fehlt, ist ein Sieg. Den benötigt der FC unbedingt. Gut, dass Werder Bremen im DFB-Pokal zuletzt bewiesen hat, dass Kölns nächster Gegner Hoffenheim mit einer defensiven Taktik beizukommen ist. Zudem ist die TSG mit nur einem Sieg aus den letzten sieben Pflichtspielen alles andere als in Topform. Im Heimspiel am kommenden Sonntag benötigt der 1. FC Köln ohne Zweifel endlich den ersehnten Dreier.

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