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Fans mit Signal an Team – Pfiffe gegen Retter Rausch


Der 1. FC Köln hat auch in der Not seine Anhänger hinter sich. Kurz vor der Partie gegen Werder Bremen baten die Fans die Mannschaft zu sich und demonstrierten nach den Pfiffen von Borisov eine Einheit. Trotz des verpassten Befreiungsschlag standen Team und Fans nach dem Spiel zusammen. 

Köln – Es sollte eine Szene mit Symbolcharakter sein. Nach dem Aufwärmen riefen die FC-Anhänger ihre Mannschaft zu sich in die Kurve. Die Mannschaft folgte geschlossen und sammelte sich gemeinsam vor den Fans der Südtribüne. Eine kurze kurze Ansprache einiger Anhänger, dann ging es unter tosendem Applaus in die Kabine. Dominique Heintz erklärte die seltene Szene später so: „Kompliment an die Fans. Sie haben uns noch einmal gut zugeredet, haben uns gesagt, dass sie hinter uns stehen. Das finde ich klasse.“ Mit einem Banner „Brust raus, Blick nach vorne! Kämpfen uns siegen!“ sorgten die Fans für einen Schuss Extra-Motivation.

Anhänger stehen hinter der Mannschaft

Die Befürchtungen, Teile der Fanszene könnten sich nach den Pfiffen in Borisov bereits nach den ersten Fehlpässen gegen Bremen gegen die Mannschaft stellen, wurden am Sonntag zu keinem Zeitpunkt bestätigt. Die Kölner Fans lieferten trotz der Sieglos-Serie über die 90 Minuten eine lautstarke Unterstützung ab. Und auch nach dem verpassten Befreiungsschlag blieb das Publikum ruhig und stärkte der Mannschaft mit „Come on Effzeh“-Gesängen den Rücken. „Die Fans waren fantastisch, dafür bin ich sehr dankbar“, lobte Manager Jörg Schmadtke die Geschlossenheit zwischen Mannschaft und Fans.

Während im zweiten Durchgang in Borisov „Wir wollen Euch kämpfen sehen“-Gesänge durch die Borisov-Arena hallten und nach dem Schlusspfiff ein gellendes Pfeifkonzert ertönte, konnte man den Kölnern am Sonntag den absoluten Willen zu keinem Zeitpunkt absprechen. Entsprechend gab es hinterher Applaus statt Pfiffen. „Das, was zuletzt diskutiert wurde, ob die Mannschaft den Kämpferwillen hat, hat sie heute total widerlegt“, sagte auch Stöger, der über die Rufe in Borisov Unverständnis gezeigt hatte.

Es lohnt sich, für diesen Verein zu kämpfen

Sichtlich erleichtert über der Unterstützung der Fans zeigten sich auch die Spieler nach der Partie. „Wir wollten Geschlossenheit demonstrieren und zeigen, dass wir an uns glauben. Einen großen Dank an die Fans, die heute so hinter uns gestanden haben“, sagte Torhüter Timo Horn. „Man hat so gut wie gar keine Pfiffe gehört. Das ist schon erstaunlich und macht uns stolz. Es lohnt sich, für diesen Verein zu kämpfen.“

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