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Guirassy verstolpert Sieg gegen Werder Bremen


Der 1. FC Köln hat den Sieg über Werder Bremen verschenkt und mit einem torlosen Unentschieden gegen Werder Bremen (0:0) den Befreiungsschlag verpasst. Die Riesenchance zum Sieg vergab Sehrou Guirassy in der 86. Minute vor dem leeren Tor.

Köln – Peter Stöger hatte das Duell gegen Bremen zu einem Endspiel „in Sachen Emotionalität und Stimmung“ erklärt. Das hatten sich auch die Fans zu Herzen genommen und baten die FC-Profis nach dem Aufwärmen in die Südkurve. Eine Ansprache der Ultras, ein tosender Applaus der Kurve, dann ging es in die Kabine. Doch da wartete der Schock auf die Geissböcke: Claudio Pizarro, eigentlicher Hoffnungsträger für die Partie gegen seinen Ex-Klub, verletzte sich beim Aufwärmen und fiel aus.

Ausgangslage

Damit reihte sich Pizarro in die Verletztenliste ein, zu der auch Matthias Lehmann und Marco Höger gehörten, die mit muskulären Problemen passen mussten. Auch Werder trat nicht in Bestbesetzung an, und so wurde das Duell des Letzten gegen den Vorletzten zu einem Spiel ohne Favoriten und ohne psychologischen Vorteil auf der einen oder anderen Seite. Zwei angeschlagene Mannschaften mit Verletzungsproblemen, zwei Trainer, die allen Beteuerungen zum Trotz unter großem Druck standen, zwei Klubs, die sich vor der Saison auf dem richtigen Weg wähnten und nun um den Klassenhalt bangen müssen. Beide Teams mussten gewinnen, und so gingen sie das Spiel an.

Moment des Spiels

Es lief die 86. Minute, als Tim Handwerker von Dominique Heintz freigespielt wurde. Der Linksaußen zog in den Strafraum ein, passte scharf ins Zentrum, am langen Pfosten stand Sehrou Guirassy, das Tor war leer. Doch der Franzose beförderte den Ball am Pfosten vorbei. Das Stadion versank in Schockstarre, die Teamkollegen guckten sich ungläubig, Guirassy sank im Tor zu Boden. Es sollte wieder nicht sein mit dem Sieg.

Die wichtigsten Szenen

Offenes Visier bei beiden Teams von Beginn an, der FC aber mit den besseren Möglichkeiten. Bremen kam in Hälfte eins nur auf zwei Kopfballchancen nach Standards. Die Geissböcke dagegen mit guten Chancen, allen voran durch Pizarro-Ersatz Sehrou Guirassy. Der Franzose scheiterte per Kopf (6., 8.) und per Fuß (13.). Wieder einmal ließ der FC gute Chancen zu Spielbeginn liegen. Auch Jojic per Freistoß (37.) und Osako aus 18 Metern (39.) konnten Bremen-Keeper Jiri Pavlenka nicht überwinden. So ging es folgerichtig torlos in die Kabine.

Keine zwei Minuten waren gespielt, da fehlte Dominique Heintz wegen einer Behandlung im Zentrum, schon konterte Werder gefährlich und hätte durch Max Eggestein freistehend aus acht Metern in Führung gehen müssen. Doch der Bremer verzog. Der FC zeigte sich davon diesmal unbeeindruckt und machte weiter: Bittencourt scheiterte an Pavlenka aus 22 Metern (55.). Mit fortlaufender Spielzeit merkte man beiden Mannschaften an, dass sie dieses Spiel nicht verlieren durften. Die Aktionen verloren an Klarheit. Bis in die Schlussphase, als es nur noch hin und her ging. Guirassy vertendelte erst eine Großchance (82.), ehe er in der 86. Minute das Stadion sprachlos machte. Nur eine Minute später hätte er es wiedergutmachen können, scheiterte aber an Pavlenka. Bremen dagegen kam auch noch zur Last-Minute-Chance, doch Konstantin Rausch rettete einen Kopfball Delaneys auf der Linie per Fallrückzieher. So blieb es beim 0:0.

Fazit

Zum Freuen: Kein Gegentor, nicht verloren.

Zum Ärgern: Kann beim FC denn niemand mehr Tore schießen?

Unser Held des Tages: Claudio Pizarro, der tragische Held, verletzt auf der Bank.

Aufstellung

Horn – Olkowski, Maroh, Heintz, Rausch – Zoller (66. Handwerker), Jojic (85. Sörensen) Özcan, Bittencourt – Osako (78. Klünter), Guirassy

Tore

Fehlanzeige.

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