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„Sonst brauchen wir eine fast unmögliche Serie…“


Der 1. FC Köln muss einen weiteren Rückschlag in der Bundesliga hinnehmen. Trotz einer 1:0-Führung im Derby gibt es einen 1:2-Niederlage bei Bayer 04 Leverkusen. Sehrou Guirassy freut sich zwar über seinen ersten Bundesliga-Treffer. Doch die Stimmen nach dem Spiel zeigen: Drei Punkte wären wichtiger gewesen.

Sehrou Guirassy: „Nach dem Tor war ich natürlich glücklich, aber nach dem Spiel ist mein Tor nicht das Wichtige, sondern dass wir die drei Punkte nicht geholt haben. Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt, aber nach der Pause ziemlich nachgelassen. Wir sind jetzt natürlich frustriert. Ich habe mich nach dem Spiel gegen Bremen nicht gut gefühlt, heute war es durch das Tor viel besser, aber so ist das im Fußball, wenn man verliert, dann spielt das keine Rolle.“

Damit der Abstand nach oben nicht viel zu groß wird…

Dominique Heintz: „Es ist jede Woche das Gleiche. Wir haben in der ersten Halbzeit gut gestanden, kaum etwas zugelassen. Auch in der zweiten Hälfte war es nicht schlecht, aber gerade das zweite Tor nach einem Standard war zu leicht. Wir waren gut in der Spur, aber Leverkusen ist eben zweimal durchgekommen, so verlieren wir wieder das Spiel. Wir alle wissen, wie schwer das wird. Gegen Hoffenheim kommt jetzt ein sehr entscheidendes Spiel, weil wir irgendwann einfach gewinnen müssen, damit der Abstand nach oben nicht viel zu groß wird. Sonst brauchen wir eine fast unmögliche Serie, um nicht ganz abgeschlagen in die Winterpause zu gehen.“

Leonardo Bittencourt: „Leverkusen hat in der Offensive enorme Qualität. Wir haben es in der ersten Halbzeit gut kontrolliert. Aber es ist wieder nichts bei rumgekommen. Wenn du defensiv so viel zu tun hast, werden die Wege nach vorne immer weiter. Wir mussten alle verteidigen, sind hinten reingepresst worden. Aber am Ende hat Leverkusens Qualität gesiegt. Beim vermeintlichen 3:1 springt der Ball zwischen mir und Wendell auf. Er nimmt ihn mit der Hand mit. Dadurch hat er sich einen Vorteil verschafft, weshalb der Schiri das Tor zurückgenommen hat. Da hatten wir den Videoschiri mal auf unserer Seite, aber es hat auch nichts gebracht.“

Das geht an die Psyche

Peter Stöger: „Wenn man die 90 Minuten sieht, hat Leverkusen verdient gewonnen, die Mannschaft mit der klareren Struktur und dem besseren Passspiel. Wir haben es in der ersten Halbzeit ordentlich gemacht. Mit Fortdauer des Spiels ist es aber immer schwieriger für uns geworden, weil wir nicht in der Lage waren, unsere Ballgewinne zum Abschluss zu bringen. Mit mehr und mehr Druck war klar, dass Leverkusens Qualität dann die Räume nutzen würde. Wir haben viel investiert, aber die Mannschaft mit mehr Qualität und Esprit hat verdient gewonnen. Ich könnte sagen, dass wenn der HSV es schafft, nach zwei Punkten aus zehn Spielen sich zu retten, dann schaffen wir das auch. Aber der HSV war darin erprobt. Das meine ich nicht despektierlich. Aber es ist ein Unterschied, sich damit auszukennen. Was uns hoffen lässt, ist, dass nicht viel fehlt, dass es immer knapp ist. Das Bittere ist aber, dass eben immer ein bisschen fehlt. Vielleicht fehlt dann am Ende relativ viel. Das geht an die Psyche. Das müssen wir auffangen.“

Heiko Herrlich: „Wir sind gut ins Spiel gekommen, hatten viel Ballbesitz, haben im letzten Drittel aber zu ungenau gespielt. Das Gegentor war überragend von Guirassy gemacht. In der Halbzeit haben wir dann umgestellt. Der Ausgleich war mehr als verdient, hätten dann schon früher in Führung gehen müssen. Am Ende ist es noch mal spannend geworden, aber wir haben es sehr gut verteidigt.“

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