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Stürzen Pizarro und Köln den nächsten Werder-Coach?


Für bestimmte Situationen im Fußball gibt es das schöne Wörtchen „ausgerechnet“. Es wird immer dann hervorgeholt, wenn „solche Geschichten nur der Fußball schreibt“. Zum Beispiel, sollte Claudio Pizarro am Sonntag erstmals für den 1. FC Köln treffen – ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub Werder Bremen. Womit er zur Entlassung von Alexander Nouri beitragen könnte.

Köln/Bremen – Am 24. Oktober 2014, an einem Freitagabend im Weserstadion, gewann der 1. FC Köln mit 1:0 bei Werder Bremen. Anthony Ujah, der wenige Monate später zum SVW wechseln sollte, erzielte den Siegtreffer für die Geissböcke und beendete damit die Ära Robin Dutt, der am nächsten Morgen als Trainer des SV Werder entlassen wurde.

Kruse fällt aus: Werder seit 305 Minuten ohne Tor

Am kommenden Sonntag, den 22. Oktober 2017 und damit fast auf den Tag genau drei Jahre später, treffen die beiden Mannschaften erneut in einer angespannten Situation aufeinander. Nur, dass dieses Mal beide Trainer mächtig unter Druck stehen. Peter Stöger muss mit dem Effzeh endlich den ersten Sieg einfahren. Und auch Nouri steht, nur drei Punkte besser als Köln platziert, vor einer entscheidenden Partie. In Bremen wird bereits über einen möglichen Nachfolger spekuliert.

Die Bilanz beider Mannschaften lässt ein zähes Spiel befürchten. Beide Teams haben in dieser Saison noch kein Spiel gewonnen, Bremen ist seit 305 Minuten ohne Tor, beide Mannschaften haben erst drei mikrige Treffer erzielt, Leistungsträger wie Jonas Hector und Marcel Risse auf der einen oder Max Kruse und Jerome Gondorf sind verletzt, beide Klubs schreiben gerade ihre Historien in Sachen Negativ-Rekorde um – man muss schon ein Optimist sein, um ein mitreißendes, fußballerisch hochklassiges Spiel zu erwarten.

Bremen will Köln auf sechs Punkte distanzieren

Vielleicht sorgt aber gerade diese Konstellation für ein packendes Duell mit offenem Visier. Klar ist: Ein Unentschieden reicht keinem der beiden Teams. Peter Stöger und der 1. FC Köln brauchen unbedingt den ersten Dreier, um den Anschluss ans rettende Ufer nicht schon nach neun Spieltagen zu verlieren. Bremen hätte wiederum nichts dagegen, den Anschluss ans untere Mittelfeld herzustellen und gleichzeitig den FC auf sechs Punkte zu distanzieren.

Weiterlesen: Auch der „beste Trainer“ kann entlassen werden

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