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Sturmflaute: Jetzt gehen auch noch die Stürmer aus

Fast scheint dieses Spiel unterzugehen. Die Zweitrunden-Partie im DFB-Pokal am Mittwoch um 18.30 Uhr im Olympiastadion Berlin zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Köln. Dabei ist das Duell für die Geissböcke so wichtig, um sich endlich das Gefühl eines Sieges zu sichern. Denn klar ist: Einen Sieger muss es im K.o.-Spiel geben.

Köln – Nach dem Abgang von Manager Jörg Schmadtke am Geißbockheim wird allerdings über alles geredet, nur nicht über diese Partie. Vielleicht ist das sogar ganz gut so. Vielleicht gibt das den Spielern das Gefühl, dass nicht ganz Köln auf sie schaut. Vielleicht kann dieses Gefühl tatsächlich der Impuls sein, den Schmadtke meinte, nachdem er seinen bis 2023 laufenden Geschäftsführer-Vertrag aufgelöst hatte.

Zur Not macht’s Stöger wie Guardiola

Und doch bleibt die Frage: Wer soll den 1. FC Köln am Mittwoch zum Sieg schießen? Jhon Cordoba – verletzt. Claudio Pizarro – verletzt. Artjoms Rudnevs – Karriereende. Simon Zoller – wird auf der rechten Außenbahn gebraucht. Dem Effzeh scheinen die Stürmer auszugehen. Allerdings nicht, weil es an Mittelstürmern mangelt.

Gegen Bremen am vergangenen Sonntag verwunderte eine Einwechslung: Frederik Sörensen kam in der Schlussphase und wurde von Peter Stöger und Manfred Schmid in das Sturmzentrum beordert. Ein Innenverteidiger ganz vorne – keine neue Erfindung, wenn selbst Pep Guardiola beim FC Bayern in engen Phasen Javi Martinez nach vorne stellte. Und doch ein Zeichen, dass dem Effzeh die Offensivkräfte ausgingen?

Eine unglückliche Verkettung

Anthony Modeste wurde bekanntlich im Sommer verkauft, Artjoms Rudnevs mussten die Geissböcke gehen lassen. Den Letten hätten die Kölner gerne behalten, zumal mit Claudio Pizarro am gleichen Tag ein Spieler vorgestellt worden war, der als Ergänzung, nicht als Rudnevs-Ersatz gedacht gewesen war. Doch an diesem Tag nahm eines der vielen Unglücke beim Effzeh in dieser Saison ihren Lauf. Rudnevs bat um seine Vertragsauflösung, nur zwei Tage später verletzte sich Cordoba im Spiel gegen Leipzig. Und nun, drei Wochen später, ist auch Pizarro platt. Muskelverletzung, Einsatz in Berlin ausgeschlossen, gegen Leverkusen am Wochenende wohl auch. Ausfallzeit eher in Wochen als in Tagen gerechnet.

Weiterlesen: Ein Dilemma und die nötige Korrektur

2 Kommentare
  1. Michael Kutzner
    Michael Kutzner says:

    …..“Es gehört aber auch zur Ehrlichkeit dazu, im Falle des Sturmzentrums auf die Flügelpositionen zu verweisen“….
    Ich meine mitbekommen zu haben, dass ein gewisser Tim Handwerker 3 mal eingewechselt wurde und jeweils ca. 20 Minuten gespielt hat. Dabei hat er gegen Leipzig und Bremen links offensiv gespielt, gegen Leipzig die gefühlt erste Flanke der Saison auf einen Mitspieler gebracht, der gar nicht anders konnte als den Ball ins Tor unterzubringen. Gegen Bremen genauso ein Zuspiel, dass wie man jetzt weiß, es doch geht, einen solchen Ball nicht ins Tor unterzubringen.
    Wie wäre es denn, dem Jungen mal eine Change von Anfang an zu geben.

    • Dieter
      Dieter says:

      Michael, die Idee finde ich gut, Gerade in der jetzigen Situation muss man alles in Betracht ziehen, was zum Erfolg führen könnte. Modeste fehlt an allen Ecken und Enden. Was ist da im Vergleich 1 Mil. mehr an Gehalt, die Modeste gerne gehabt hätte. Offenbar haben einige nur noch die Dollarzeichen in den Augen gehabt (größter Deal des FC allerzeiten). Auch hier sieht man mal wieder, das die fachliche Kompetenz vom Dollarzeichen ausgeschaltet worden ist. Selbst wenn Modeste nur 12-15 Tore gemacht hätte, würden wir nicht auf Platz 18 sondern eher zwischen 10 und 14 stehen. Um so wichtiger ist es also, dass der neue sportliche Leiter die Größe besitzt, um auch mal einen Verkauf nicht zuzustimmen, wenn die Mannschaft diesen Spieler absolut braucht. Das wäre dann auch „spürbar anders“.

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