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Wieder nichts! Der Effzeh verliert auch in Borisov


Der 1. FC Köln hat gegen BATE Borisov auch das dritte Europa-League-Spiel in der Gruppe H verloren. Bei den Weißrussen unterlag das Team von Trainer Peter Stöger mit 0:1 (0:0). Nach guter erster Hälfte brachte sich Köln wieder einmal selbst um den Lohn der Arbeit.

Borisov – Eine Rochade, wie man sie erwartet hatte – doch eine, die kurz vor Spielbeginn noch größer wurde: Peter Stöger bot gegen Borisov eine auf vier Positionen veränderte Startformation auf. Pawel Olkowski und Dominic Maroh rückten in die Viererkette, Milos Jojic übernahm die linke Außenbahn und Marco Höger rückte neben Salih Özcan auf die Sechs. Doch Özcan spielte selbst nur, weil sich Matthias Lehmann beim Aufwärmen verletzte. Eine Diagnose ist erst für Freitag zu erwarten.

Ausgangslage

Borisov ein Punkt, Köln null Punkte: So sah es für die beiden Teams vor dem Anpfiff in der Gruppe H aus. Der FC Arsenal hatte die ersten beiden Spiele gewonnen, Roter Stern Belgrad lag mit vier Punkten auf Rang zwei. Wollte der 1. FC Köln noch eine Chance auf das Weiterkommen haben, musste in der Borisov-Arena ein Sieg her – der erste Sieg überhaupt in dieser Saison für die Geissböcke seit dem DFB-Pokal-Erstrundenerfolg über die Leher Turnerschaft.

Moment des Spiels

Die 55. Minute, Borisov hatte inzwischen begonnen, Köln mehr unter Druck zu setzen. Es reichte. Dreimal brachten die Weißrussen den Ball in den Strafraum. Dreimal brachte Köln das Leder nicht weit genug weg. Beim dritten Mal wollte Marco Höger klären, Dominique Heintz rückte raus, und beide produzierten gemeinsam eine perfekte Vorlage für Aleksei Rios, der aus acht Metern gegen den chancenlosen Timo Horn nur noch einschießen musste.

Die wichtigsten Szenen

Konzentriert und ernsthaft, so begannen die Geissböcke in Borisov. Wenige Fehler, um defensive Ordnung bemüht, sodass BATE nur selten in Kölns gefährliche Räume vorstieß. Dafür der FC mit guten Aktionen: Milos Jojic hätte zweimal besser zielen müssen bei guten Schussgelegenheiten (21., 33.). Und wenn sich Denis Scherbitski im Tor der Weißrussen nicht ganz lang gemacht hätte, Simon Zoller hätte nach toller Olkowski-Flanke jubeln können (33.). Auf der Gegenseite verpasste Stanislav Dragun per Kopf nach einer Ecke, weshalb es torlos in die Pause ging.

Nach ausgeglichenem Wiederbeginn kam es dann, wie es dieser Tage so häufig kommt für den FC. Ein Slapstick-Gegentor der Marke „Im Ernst?“. Mehrfach hätte der FC den Ball klären können, dann stocherte Marco Höger, der eigene Mann, den Ball im Strafraum zum freistehenden Aleksei Rios und der hatte keine Mühe einzuschieben. Und der FC? Fortan völlig aus dem Tritt, sodass die FC-Fans nach 75 Minuten „Wir wollen Euch kämpfen sehen“ anstimmten. Doch es wurde nicht mehr besser, sodass BATE dem 0:2 bis zum Schluss näher blieb als Köln dem Ausgleich.

Fazit

Zum Freuen: Minsk ist eigentlich ganz schön.
Zum Ärgern: Die Leistung einiger Spieler aus der zweiten Reihe.
Unser Held des Tages: Hans Schäfer! Herzlichen Glückwunsch zum 90.!

Aufstellung

Horn – Olkowski, Maroh, Heintz, Rausch – Clemens (60. Guirassy), Höger, Özcan, Jojic (70. Bittencourt) – Osako, Zoller

Tore

1:0 Rios (55.)

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