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„Wir sind nicht tot!“ Die emotionale Bittencourt-Rede

Der 1. FC Köln verliert gegen RB Leipzig ein Spiel, dass die Geissböcke nie hätten verlieren dürfen. Aber zur Zeit läuft nichts im Sinne des Effzeh. Leonardo Bittencourt hielt nach der 1:2-Niederlage eine flammende Rede und versprach baldigen Erfolg. Die Stimmen zum Spiel.

Leonardo Bittencourt: „Es ist bitter, der Kopf ist leer. Ich kann das Spiel gar nicht analysieren. Das war eigentlich ein richtig geiles Spiel von uns allen. Wir kassieren zwei unnötige Gegentore, die man verteidigen kann. Was ich an unserer Mannschaft aber so toll finde, ist, dass viele andere in einer solchen Phase den Kopf in den Sand stecken würden. Diese Mannschaft ganz im Gegenteil: Wir wollten das Spiel unbedingt noch kippen, obwohl wir nur noch zehn Minuten hatten, aber der liebe Gott wollte es halt nicht. Wenn wir so weitermachen, respektieren die Fans das auch. Ich ziehe den Hut davor, wie sie uns nach dem Spiel gefeiert haben. Wie wir in der zweiten Halbzeit gegen Belgrad und heute 90 Minuten aufgetreten sind, zeigt, dass die Mannschaft Bock darauf hat, diese Situation zu überstehen. Mit dem Trainer, mit allen. Wenn man sieht, wie wir zusammenstehen, kann das nur der Weg sein. Ich hoffe, dass wir jetzt in der Länderspiel-Pause alles abschütteln können. Dann greifen wir an. Ich kann Euch versprechen, wenn diese Mannschaft in die Erfolgsspur findet und die Punkte holen. Dann wird es schwer sein uns zu stoppen. Diese Mannschaft ist nicht tot, diese Mannschaft hat Bock. Und ich verspreche Euch, dass wir bald richtig viel punkten werden.“

Wir spielen gnadenlos auf ein Tor und machen es nicht

Dominique Heintz: „Leipzig hat heute glücklich gewonnen. Die haben ganz schön durchgeatmet nach dem Abpfiff. Das ist unglaublich, im Moment läuft es einfach nicht für uns. Wir hatten viele gute Chancen und hätten in der ersten Halbzeit in Führung gehen müssen. Wir belohnen uns nicht. Mir fehlen ein bisschen die Worte. Verlieren ist immer scheiße, vor allem in der Häufigkeit. Aber man hat gesehen, dass wir das Herz in die Hand genommen und alles versucht haben.“

Matthias Lehmann: „Es kann sich jeder denken, wie die Stimmung nach so einem Spiel in der Kabine ist. In zwei oder drei Situationen sind wir heute ein bisschen geschwommen, da passiert das erste Gegentor. Wir spielen davor eine halbe Stunde gnadenlos auf ein Tor und machen es nicht. Das ist der Unterschied im Moment. Es ist einfach abnormal, wie es gerade gegen uns läuft. Dass du gegen Leipzig nicht alles verteidigen kannst, sollte klar sein. Trotzdem haben wir das beste Saisonspiel gemacht und so viele klare Chancen gehabt. Das macht Mut, aber es ist trotzdem bitter, nach so einem Spiel mit null Punkten nach Hause zu gehen.“

Es passieren gerade viele negative Dinge im ganzen Verein

Timo Horn: „Man muss fast schon lachen bei so vielen Chancen, die nicht reingehen. Auch, wenn das natürlich extrem enttäuschend ist, aber das ist einfach unfassbar. Wir haben uns heute so viele Chancen wie noch nicht in dieser Saison erarbeitet. Aber irgendwie gehen die Dinger nicht rein oder ein Verteidiger ist im letzten Moment noch dazwischen. Natürlich machen wir auch den ein oder anderen Fehler hinten zu viel. Aber wenn man es genau nimmt, hatte Leipzig nur fünf gute Minuten, wo wir drei Hochkaräter zulassen. Das darf nicht sein. Im Endeffekt hat man gesehen, dass Leben in der Truppe ist. Das haben die Fans auch gesehen. Es passieren gerade viele negative Dinge im ganzen Verein. Auch, dass Rolf Herings von uns gegangen ist. Wir müssen zusammenstehen, wie müssen uns da raus kämpfen. Wenn wir so weiterspielen wie heute, werden wir wieder Spiele gewinnen. Wir können uns ja jetzt nicht aufgeben, jedes Spiel ist ab sofort so etwas wie ein Endspiel. Wir brauchen die Fans, um daraus zu kommen. Deswegen kann ich mich immer nur wieder bei allen bedanken, die ins Stadion kommen und uns unterstützen. Trotz dieser schlechten Phase feiern sie uns nach dem Spiel. Das tut uns extrem gut. Alle gemeinsam finden wir einen Weg daraus.“

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