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Chancen-Wucher unter den Augen von Modeste


Das erste Mal seit seinem Wechsel nach China hat sich Anthony Modeste bei einem Spiel des 1. FC Köln im Stadion gezeigt. Der Franzose reiste aus Tianjin an und schaute die Partie seines Ex-Klubs gegen RB Leipzig (1:2) zusammen mit seiner Frau Maeva. Dabei wurde er Zeuge eines unglaubliche Chancen-Wuchers des Effzeh.

Köln – Unter der Woche hatte er sich noch mit markigen Worten gemeldet und erklärte, er hätte gerne (für mehr Geld) beim Effzeh bleiben wollen. Doch aufgrund seiner 25 Tore aus der Vorsaison hatte ihm Tianjin bekanntlich ein Traum-Gehalt geboten und die Geissböcke fürstlich entlohnt.

Modeste sieht Cordobas Verletzung

Am Sonntag sah Modeste, was den Kölnern nun fehlt: die Kaltschnäuzigkeit des Franzosen. Ob Yuya Osako, Leonardo Bittencourt, Jhon Cordoba oder Milos Jojic – der Effzeh vergab reihenweise Großchancen, die für zwei Spiele hätten reichen können. Erst der Japaner war es, der in der 82. Minute den Bann brach. Doch weil Leipzig da bereits mit 0:2 führte, konnte auch Modeste dem Effzeh von der Tribüne aus kein Glück bringen. Die nächste Niederlage, der nächste Nackenschlag.

Ob Modeste an diesem Abend bereute, nicht doch das Angebot der Geissböcke einer Bonuszahlung angenommen zu haben, um weiter zu helfen? So sah er stattdessen, wie sich Jhon Cordoba in der 54. Minute am linken Oberschenkel verletzte, ausgewechselt werden musste und für ihn Blitz-Neuzugang Claudio Pizarro unter dem tosenden Applaus der FC-Fans eingewechselt wurde. Der Peruaner hätte beinahe sogar den Ausgleich vorbereitet, doch Bittencourt hatte im Abseits gestanden.

Besuch in der FC-Kabine

So konnte sich Modeste nicht als Glücksbringer beweisen und musste seine ehemaligen Mitspieler anschließend wieder aufbauen. Der 29-Jährige ließ sich in den Katakomben des RheinEnergieStadion blicken und verbrachte einige Zeit in der FC-Kabine. Doch um die Geissböcke als Zuschauer siegen zu sehen, wird Modeste in den kommenden Monaten erneut aus China anreisen müssen.

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