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„Da könnte mir auch Mourinho sagen, was ich zu tun habe“

Kein Spieler beim 1. FC Köln verkörpert die jüngere Geschichte der Geissböcke so sehr wie Thomas Kessler. Mit zwei kurzen Unterbrechungen ist der 31-Jährige inzwischen seit 15 Jahren beim Effzeh. Der Torhüter kennt alle Facetten des Klubs, ihn kann nichts mehr überraschen. Fast nichts.

Köln – Der GEISSBLOG.KOELN traf das FC-Urgestein und sprach mit dem Keeper über den Tod von Hans Schäfer, über den Traum von Europa, den Abstiegskampf und die Trainerfrage.

GBK: Herr Kessler, in dieser Woche ist Hans Schäfer gestorben. Wie haben Sie als Urgestein bei den FC-Profis die Nachricht aufgenommen?

THOMAS KESSLER: „Die Freude über seinen runden Geburtstag während unserer Auswärtsfahrt in Borisov war noch riesengroß. Natürlich ist man dann traurig, wenn ein solcher Mann plötzlich von uns geht. Auf der anderen Seite sind 90 Jahre ein stolzes Alter. Er bleibt für uns auf ewig eine Legende, auch weit über Köln hinaus.“

Jeder Fußballprofi von heute profitiert noch immer von diesem Erfolg

Was hat ihn Ihrer Meinung nach dazu gemacht?

Ich habe ein bisschen länger mit dem Großvater meiner Frau gesprochen. Er hat mir als Zeitzeuge von der WM 1954 erzählt. Man kann sich das heute nicht mehr vorstellen. Deutschland befand sich erst im Aufbau nach dem Krieg. Durch den Titel konnten sich die Menschen an etwas hochziehen, konnten sich aufrichten. Dieser Sieg muss für das Land eine viel größere Bedeutung gehabt haben als alles, was wir heute kennen. Man kann nicht beziffern, was Hans Schäfer und die Spieler damals erreicht haben.

Ohne den Sieg wäre der Fußball in Deutschland nie zu dem geworden, was er heute ist?

Das sehe ich so. Jeder Fußballprofi von heute in Deutschland profitiert noch immer von diesem Erfolg. Diese Elf hat damals den Startschuss gegeben. Wir reden immer von Tradition. Dieser Titel damals ist die Basis für all diese Tradition. Das sollten wir nicht vergessen.

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