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„Das nagt an mir!“ Horn will nicht im schlechtesten Team sein

Timo Horn hat das Verlieren mit dem 1. FC Köln satt. Der Torhüter der Geissböcke will mit dem Effzeh am Donnerstag gegen BATE Borisov zurück in die Erfolgsspur finden, um für die Bundesliga Mut zu sammeln. Doch auch auf europäischer Bühne will sich die Nummer eines mit dem Team endlich gut verkaufen.

Köln – Wäre es nicht für Vardar Skopje aus Mazedonien, der 1. FC Köln wäre das schlechteste Team nach drei Spieltagen in der Europa League. Von den 48 Mannschaften haben nur zwei ihre ersten drei Gruppenspiele verloren – der Effzeh und der mazedonische Vertreter. Weil Skopje aber überdies 14 Gegentore kassierte und der FC nur fünf, liegt Köln wegen der besseren Tordifferenz in der Gesamttabelle aller Europa-League-Teilnehmer nicht auf dem letzten Platz.

Werden kein Euroleague-Spiel abschenken

Davon unabhängig wollen die Geissböcke am Donnerstagabend ab 21.05 Uhr aber endlich international „anschreiben“, wie Peter Stöger es nennt. Der Trainer der Geissböcke weiß auch um das Prestige und die Wichtigkeit des Spiels für die Psyche. Endlich nicht mehr punktlos in Europa, endlich nicht mehr Prügelknabe, die letzte Chance nutzen, um vielleicht doch noch in die Runde der letzten 32 einzuziehen, den Effzeh auf internationaler Bühne würdig vertreten. „Wir sind nicht in der Position ein Euroleague-Spiel im eigenen Stadion nach 25 Jahren abzuschenken“, sagte Stöger am Tag vor dem Spiel.

Das Bundesliga-Spiel am Sonntag gegen 1899 Hoffenheim im Hinterkopf, aber nur, um sich Zuversicht und das Erfolgserlebnis zu holen. Die Vorgabe der letzten Wochen auch für die Partie am Donnerstagabend. Ganz nach Stögers Motto: „Der körperliche Aspekt spielt keine so große Rolle wie der psychische Aspekt, wenn man hier einen Sieg holen kann.“

Wir geben das nicht kampflos auf

Das findet auch Horn. Der Torhüter freute sich, nach langen Jahren beim FC sich auch persönlich einmal einmal auf der internationalen Bühne präsentieren zu können. Doch die kölsche Nummer eins konnte die drei Niederlagen (1:3 beim FC Arsenal, 0:1 gegen Belgrad, 0:1 in Borisov) nicht verhindern. „Wir haben uns das anders vorgestellt“, sagte der Keeper. „Jetzt sind wir mal an der Reihe. Wir haben letzte Saison nicht alles investiert, um das jetzt kampflos aufzugeben.“ Der Heimfaktor soll die Kölner am Abend zum Sieg pushen. Das RheinEnergieStadion wird wohl bis auf wenige Karten im Gästeblock wohl ausverkauft sein. Müngersdorf will endlich mal wieder ein Fußballfest erleben. Es wäre das richtige Zeichen zum richtigen Zeitpunkt. Der FC hätte einen Schub bitter nötig.

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