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Der mentale Abstieg: Eine Gefahr für den Wiederaufbau

Die Gefahr des schleichenden Todes

Der tiefste Fall kann noch tiefer führen

Die Saison 2008/09 hatte gerade erst begonnen, da schien die Spielzeit für den KSC schon fast wieder vorbei. Elf Niederlagen in den ersten 15 Spielen, Tabellenletzter, das Team von Edmund Becker am Boden. Der Abstieg schien unvermeidlich, und tatsächlich gingen die Badener nach 34 Spieltagen mit 29 Punkten in Liga zwei. Dass der KSC nur 17. und nicht 18 wurde und überhaupt noch auf 29 Zähler kam, lag einzig an zwei letzten Siegen am 33. und 34. Spieltag, als der Abstieg bereits besiegelt war.

Die Karlsruher konnten sich anschließend aus diesem negativen Drehkreisel nie mehr wirklich befreien. In der Zweiten Liga wurde der Wiederaufstieg angepeilt, doch drei Jahre später ging es sogar in Liga drei. Wieder drei Jahre später, zurück in Liga zwei, erlebte der KSC die Wirkung des Abwärtsstrudels erneut. Nach dem verpassten Aufstieg in die Bundesliga via Relegation gegen den HSV in der Nachspielzeit ging es zwei Jahre später erneut in Liga drei. Kaum ein anderer Verein wie Karlsruhe erlebte in den letzten Jahren, was es heißt, wenn sich eine Mannschaft nicht mehr aus einem Sog befreien kann. Denn dann kann der vermeintlich tiefste Fall – der Abstieg – in noch tiefere Sphären führen.

Die Situation zermürbt dich, macht dich kaputt

Der 1. FC Köln ist von solchen Schwarzmalerei-Szenarien noch meilenweit entfernt. Die Basis der Geissböcke gilt als weitaus besser als die in Karlsruhe. Dem Abstieg stünde ein weitaus stärkeres finanzielles Fundament gegenüber. Alle Spieler haben gültige Verträge für die Zweite Liga. Doch die noch größere Gefahr einer Saison wie der aktuellen lauert im mentalen Abstieg, der schon jetzt eingesetzt hat.

„Ich glaube nicht, dass es das schon war, aber vom Kopf her ist man irgendwann am Arsch“, gestand Kapitän Matthias Lehmann nach dem 0:2 gegen die Hertha. „Die Situation zermürbt dich, macht dich kaputt.“ Der Glaube, in den kommenden Spielen gegen Schalke, Freiburg, Bayern und Wolfsburg noch ernsthaft etwas reißen zu können, ist auf ein Minimum gesunken. Denn jedes Fünkchen Hoffnung, jede kleine Flamme, die die Geissböcke in den letzten Wochen entzündet hatten, löschten sie selbst sofort wieder durch teils erschreckende Leistung.

Schleichender Tod muss aufgehalten werden

Deshalb ist der 1. FC Köln nicht nur dazu gezwungen, um jeden Punkt bis zum bitteren Ende zu kämpfen und so lange wie möglich die Hoffnung auf eine Wunder-Rettung am Leben zu erhalten. Die FC-Bosse vom Vorstand bis zum Trainerteam stehen auch in der Verantwortung, den Spielern alle zur Verfügung stehenden Mittel an die Hand zu geben und Auswege aufzuzeigen, um im tatsächlichen Falle eines Abstiegs sofort wieder eine Aufbruchsstimmung ausrufen zu können. Dafür darf es keine Tabus geben, denn sollte der FC in den kommenden sechs Monaten bis zum Saisonende einen schleichenden Tod sterben, könnte die sofortige Wiederbelebung im harten Zweitliga-Alltag misslingen.

13 Kommentare
  1. Karl Heinz Lenz says:

    Sie haben völlig recht, Herr Merten, dass Sie auf den psychologischen Faktor hinweisen. Wenn es bei der jetzigen sportlichen und besonders auch der mentalen Abwärtsspirale bleibt, besteht die Gefahr, dass der FC am Ende kaputt ist. Wie viel Naivität und Realitätsverlust muss man eigentlich haben, um zu glauben, dass Mannschaft, Trainer, Verein, Fans und Sponsoren eine sich über viele Monate hinziehende Demütigung – Woche für Woche – hinnehmen können, ohne dass der FC dabei erheblichen Schaden nimmt.
    Die Süddeutsche Zeitung hat heute geschrieben, dass der FC sich, was Peter Stöger angeht, in einer „Sympathie-Falle“ befindet. Sehr treffend beobachtet! Von vielen würde eine Entlassung als Verrat an dem sympathischen Wiener empfunden. Ich verstehe diese Gefühle. Nur: Deswegen sollte der FC nicht seinen Untergang riskieren.
    Noch einmal zum Thema „Verrat“: Jupp Heynckes und Ottmar Hitzfeld haben mit ihren Mannschaften wirklich Großes erreicht – und haben trotzdem die Erfahrung machen müssen, dort irgendwann weggeschickt zu werden. Das gehört einfach mit zum Trainerleben, auch der ganz großen Trainer. Es gibt eben das Phänomen, dass nach einer gewissen Zeit Abnutzungserscheinungen eintreten und der Verein dann reagieren muss. Ein Trainerwechsel an sich ist doch ethisch nicht verwerflich! Im Hochleistungssport geht es doch um Leistung und Erfolg. Wer Hochleistungssport (Bundesliga ist Hochleistungssport) akzeptiert, der muss doch auch Änderungen auf der sportlichen Führungsebene akzeptieren, wenn Leistung und Erfolg auf Dauer ausbleiben, oder nicht?
    Es wäre gut gewesen, sich bereits schon vor einigen Wochen von Peter Stöger zu trennen. Dann hätte man ihm einen würdigen Abschied bereiten können. Ihm, dessen Name für vier sehr gute Jahre des FC steht und der immer als guter Trainer des FC in Erinnerung bleiben wird. Vielleicht ist solch eine würdige Trennung immer noch möglich. Mit der jetzigen (angeblichen) Nibelungentreue zu ihm fügt man Peter Stöger aber Schaden zu. Er, der aus irgendwelchen Gründen die Trennung nicht selbst vollziehen will oder kann, steht in der Gefahr, dann als Trainer in die Geschichte des FC einzugehen, dessen Amtszeit mit einem beispiellosen Absturz des 1. FC Köln auf immer verbunden bleiben wird. Und das hat Peter Stöger nicht verdient, finde ich.

  2. Hermann says:

    Um Beispiele des verpassten sofortigen Wiederaufstiegs zu finden, muss der Blick nicht in die Ferne schweifen. Das ist uns ja ebenfalls nicht erspart geblieben.
    Jedoch ist der vergleich mit Klubs wie dem KSC aus dem Verhältnis geglitten. Weder die Stadt noch das Stadion ist besonders attraktiv, von der Tradition ganz zu schweigen. Den Wirtschaftsstandort Karlsruhe in einem Atemzug mit Köln zu nennen wäre geradezu verwegen. Wenn man sich deren Rahmenbedingungen mal ansieht, dann stellt man schnell fest das dieser Verein keine 8000 Mitglieder hat und in Karlsruhe der Deutsche Alpenverein mehr vorzuweisen hat. Um uns mit dem KSC zu vergleichen fehlt mir die Phantasie.
    Der FC hat etwas vorzuweisen, was man in dieser Form nur selten findet; er hat uns. Wir waren und werden immer zu unserem Verein stehen, wir haben und werden uns nie von diesem Verein abwenden, da bin ich mir sicher. So schmerzlich ein Abstieg auch sein mag, wer von uns wird nächstes Jahr nicht mehr dabei sein? Wir werden wieder das Stadion fluten, wir werden wieder Anleihen kaufen falls nötig, wir werden weiterhin einer der attraktivsten Vereine im deutschen Fussball sein. Mir stonn zu dir, im Grunde unseres Herzens wissen wir doch alle das das ernst gemeint ist.
    Der vergleich mit Mannschaften wie KSC, Waldhof Mannheim, Kaiserslautern oder gar 1860 ist ausserhalb der Proportion.
    Der mahnende Fingerzeig ist durchaus angebracht, viel zu spät wurde bei uns die Krise realisiert, aber ich kann uns nicht in einer Reihe mit den schlimmsten Abstürzen des deutschen Fussballs erkennen.

    • udo schmidt says:

      So isset,also muß der Blick voraus gehen.Der richtige Zeitpunkt zur Trennung von PS wurde verpaßt,stattdessen hat man zu diesem Zeitpunkt es dem GF Sport gestattet,sich mit schöner Abfindung zu verpissen.Danke Vorstand.
      Jeder Trainer hat eine „Halbwertzeit“ oder ein „Verfallsdatum“:Manche schaffen nicht mal 1 Jahr oder noch weniger.Arsene Wenger oder Thomas Schaaf sind Ausnahmen.Peter Stöger hat 4 Jahre tolle Arbeit gemacht und großen Dank verdient,aber man hat es unsensiblerweise versäumt,ihm einen entsprechenden Abgang zu bereiten.Zurücktreten will und wird er nicht,u.a. sicher auch aus finanziellen Gründen.Warum auch?Warum steht ihm nicht mindestens das Gleiche zu wie dem Düsseldorfer?
      Nächster Zeitpunkt für eine Trennung ist m.E. der einstieg des neuen GF Sport oder die Winterpause.Im Gegensatz zum „qualifizierten“ Interview vom Tünn bei Sky rufe ich die 2. Liga jetzt schon aus.Spieler die deshalb gehen wollen können im Winter gut verkauft werden,und der Kader in 2 Transferphasen auf die 2.Liga vorbereitet werden mit dem Ziel:direkter Wiederaufstieg.Wir haben so viele tolle junge Spieler im Kader,da ist mir nicht bange.
      Shit happens – so isset eben.Es wurden viele Fehler gemacht die in diesem Blog mehrfach genannt und analysiert wurden.Nun muß es weitergehen – aber mit den richtigen Leuten und richtigen Entscheidungen.Sollte Herr Spinner weiterhin abtauchen muß man auch über eine außerordentliche Mitgliederversammlung nachdenken.“Weiter so „darf es nicht geben.
      Come on FC.

    • der 8. Tag says:

      „ich kann uns (noch?) nicht in einer Reihe mit den schlimmsten Abstürzen des deutschen Fussballs erkennen“: dies wiederspricht schlichtweg dem Status Quo des schlechtesten Starts der Ligahistorie. Davon losgelöst, dass Sie sicher auf die zitierte Abwärtsspirale des KSC verwiesen…

      Der Vorstand verfolgt nach wie vor den Ersatz bzw. Neubau / Ausbau eines voll funktionsfähigen und ausreichenden Stadions und negiert trotz der sportlichen Situation weiterhin sämtliche gegenteiligen Strömungen innerhalb des Vereins (warum ist der Vergleich mit dem FCK bzw. dessen nunmehr zumeist „verwaisten“ Betzenberg, den der Autor im übrigen – noch – gar nicht getätigt hatte, außerhalb der Proportion?). Der Vorstand könnte trotz aller Bekundungen dem Beispiel Stuttgarts folgen und als „Anschubhilfe-Wiederaufstieg“ einen Investor an Bord holen (warum darf 1860 hier nicht als Drohszenario gelten? Speziell dann, wenn man sich grundsätzlich die letzten 6-12 FC-Monate in punkto effektiver Entscheidungsfindungen und -wege anschaut und betrachtet, wie schnell und substanzlos knapp 35-40 Millionen Euro binnen 3 Monaten verpufften).

      „ich kann uns nicht in einer Reihe mit den schlimmsten Abstürzen des deutschen Fussballs erkennen“.
      Nach meinem Empfinden befinden wir uns innerhalb der Bundesliga nicht einmal mehr in einer Reihe mit den schlimmsten Abstürzen des deutschen Fußballs. Der „erreichte“ Status Quo ist weder Zufallsprodukt noch der widrige Lauf des Schicksals oder gar Resultat einer DFB-VAR Verschwörung o.ä.

      Der ausgeschiedene Sport-GF und die aktuelle Clubführung tragen im Verbund rein faktisch die Verantwortung dafür, dass unser 1. FC Köln bis zum 13. Spieltag den historisch absoluten Spitzenplatz aller Abstürze in der Bundesligageschichte einnimmt.

      • Hermann says:

        Ich denke wir müssen nicht darüber diskutieren was alles schief gelaufen ist. Zumal ich mich frühzeitig in dieser Saison für eine personelle Korrektur ausgesprochen habe. Ebenfalls habe ich mich gegen die Möglichkeit eines Anteilsverkaufs ausgesprochen. Gegen Stöger habe ich mich, zur Verwunderung einiger, auch schon frühzeitig ausgesprochen. Das verschleudern von über 30 Mio habe ich ebenfalls moniert. Es gibt kaum eine Entwicklung in dieser Saison die ich nicht bereits kritisch beäugt habe und mich dementsprechend positioniert habe. Sogar den Vergleich zum Investorenkasper bei 1860 habe ich ebenfalls bemüht. Ja tatsächlich habe ich mich auch mehrfach darüber ausgelassen das zuviel dem Faktor Pech zugeschrieben wird und dies Blind mache für die offen zum Vorschein vorgetretene Problematik. Der kritiklose Umgang mit den handelnden Personen hat mich regelmäßig auf die Palme getrieben und das sich alle lieb hatten und jeder in Watte gepackt wurde nach unterirdischen Leistungen hat mich schier verrückt gemacht.
        Ihre Kritikpunkte will ich nicht widerlegen, denn es waren und sind auch meine.
        Nur, hilft das alles jetzt nicht mehr. Die Vergangenheit ändert keiner mehr, die Zukunft steht an.
        Wie sachdienlich es jetzt noch ist den Vergleich zu Tasmania Berlin zu ziehen muss ich in Frage stellen. Denn nur durch diesen Vergleich können wir sagen, wir sind noch schlechter in die Saison gestartet. Ja, wir haben uns unrühmlich in die Geschichtsbücher eingetragen….geschenkt!
        Das ständige verweisen auf diese Tatsache empfinde ich als Panikmache. So wie ich das nicht sehen wollen der sich anbahnenden Krise damals als fahrlässig empfunden habe.
        Den Vergleich zu anderen Clubs ausser dem KSC hat der Autor nicht getätigt, aber ich. All die genannten Vereine waren noch vor einigen Jahrzehnten regelmäßig in der 1. Liga zuhause und sind dann mehr und mehr in der Versenkung verschwunden. Die Namen sind austauschbar; Lautern, Karlsruhe, 1860, Nürnberg, Mannheim etc. Ich muss mich entschieden dagegen wehren unseren FC in diese Liste aufzunehmen. Man kann sagen; „so ein Schicksal kann blühen“ man kann aber nicht sagen „so ein Schicksal wird uns blühen“ Auch das wäre Panikmache.
        Wir sind, wie ich geschrieben habe, keiner der oben genannten Vereine und wenn man Vergleiche zieht, würde ich es als redlich ansehen, das man versucht so viele Faktoren wie möglich für seine Annahme zu bemühen.
        Wir liegen nicht in der Strukturschwachen Pfalz, wir haben das knapp 5-fache an Mitgliedern wie ein 1.FC Nürnberg oder Lautern, wir sind weiterhin Liquide und selbst wenn ein Szenario eintreten würde das Anteile verkauft werden, ist es garnicht möglich das irgendein Depp bei uns das alleinige Sagen hätte, wie der Hampelmann bei 1860 seinerzeit. (Nicht falsch verstehen, ich bin weiterhin gegen einen Verkauf) Alle Vergleiche zu solchen Abstürzen, lassen sich nicht 1 zu 1 auf uns übertragen und ich sehe sie aus diesem Grund ausserhalb des Verhältnisses.
        Ich bin ganz bei dem Kommentar von Udo Schmidt weiter oben. Ist scheisse gelaufen, genug gejammert jetzt muss der Blick nach vorne gerichtet werden und jetzt muss umgehend gehandelt werden. Ich denke da wird jetzt auch was passieren, zu spät, aber das lässt sich nun nicht mehr ändern.

        • der 8. Tag says:

          Ich glaube wir liegen schon recht nahe beieinander und stoßen uns anscheinend vor allem an der Frage, wie schlimm der aktuelle Absturz einzustufen ist und ob bereits zum jetzigen Zeitpunkt Vergleiche mit wem auch immer gestattet sind oder nicht.

          Ein wenig kann ich Ihren Einwand nachvollziehen, es sei wenig sachdienlich einen Vergleich mit KSC, Tasmania oder sonstwem zu ziehen (erst recht, wenn die Saison noch weitere 21 Spieltage bestritten wird und auch ich erst die Hoffnung aufgebe, wenn es rein rechnerisch nicht mehr möglich ist…).

          Dennoch erscheinen mir die Drohszenarien FCK, 1860 etc. gerade in Betracht der Entscheidungsträger und wie diese handeln (oder in Teilen eben auch nicht handeln) näher als ich dies vor 6-12 Monaten jemals für möglich gehalten hätte. Dies wiegt nun einmal leider vieles der sog. Standortvorteile auf. Erst recht wenn ein gewichtiger Faktor – nämlich wir Fans und Mitglieder – eher als Belastung empfunden werden.

          Und davon losgelöst erachte ich grundsätzlich alle Bundesligastandorte aller drei Ligen ohnehin nicht miteinander vergleichbar – es gibt in Deutschland einfach keine zweite Stadt wie Köln und keinen Club so einzigartig wie unseren FC – egal in welcher Liga ;-)

          • Hermann says:

            Ja wir liegen sicherlich nicht weit auseinander. Die Situation ist eine Katastrophe, objektiv nicht subjektiv. Den Absturz dieses Jahr kann man nicht anders als brutal bezeichnen. Von Platz 5 und Europapokal zu dem wo wir jetzt sind mit plus minus 35 Mio weniger. Ich wollte zum Ausdruck bringen das ich nicht glaube, nein, das ich mir sicher bin, das dieser Absturz nicht zu einem totalen Absturz mit Auf Nimmer Wiedersehen führen wird, wie es bei den bereits genannten Vereinen eingetreten ist. Davon bin ich fest überzeugt und finde weitere Horrorszenarien in unserer jetzigen Situation weder hilfreich noch konstruktiv.

  3. Klaus Thelen says:

    Mittlerweile setzt sich bei mir folgende Überzeugung durch: Der Vorstand entlässt nicht den Trainer, weil sie furchtbare Angst davor haben, dass ein neuer Trainer mit dieser Mannschaft vernünftigen Fußball spielt und ein begrenzter Erfolg doch möglich ist. Und das würde die unglaubliche Inkompetenz des Vorstands manifestieren.

  4. Franz-Josef Pesch says:

    Alle reden vom Trainer, von der Unfähigkeit der Mannschaft endlich einmal ein Tor zu erzielen bzw mal einen Sieg nach Hause zu bringen. Was ist mit dem Vorstand ? Ausser von immer wieder neuen geheimen Treffen des Vorstandes und Aufsichtsrates tut sich beim FC nichts. Welche Neuverpflichtung soll in der Winterpause kommen ? Welcher (gute) Spieler geht zu einem Verein der kurz vor dem Abstieg in die 2.Liga steht ?
    FC was ist aus dir geworden ?

    • Michael H says:

      Der facto geht es um wichtigere Dinge als Neuzugänge im Winter.

      Und seien wir Mal einen Moment realistisch: wenn bis zum Winter keine (oder praktisch keine) Punkte mehr geholt werden, ist mindestens T Horn weg. Und es dürfte niemanden geben, der ihm das übel nehmen würde. Mit Glück schafft es es zu einem ernstzunehmenden Champions League Club und hat dann gar noch die Chance auf die Nr 3 in der Nationalmannschaft vor dem Sommer.

      Hector? Bleibt vermutlich bis zum Sommer. Guirassy? Vielleicht weg im Sommer. Die ganz jungen Wilden? Vermutlich im sommer weg. Heintz? Vermutlich weg.

      Wer bleibt? Die Lehmann-Cordoba Achse.

      Also bevor wir über Neuzugänge reden, schauen wir lieber Mal, dass es zu einem Trainerwechsel kommt und wir noch ein paar Punkte sammeln in den nächsten Wochen. Wenn es einen deutlichen Aufwärtstrend unter einem neuen Trainer gibt, bekommen wir auch bessere Spieler. Unter Stöger aber sicher nicht mehr – selbst wenn er noch ein Spiel gewinnen sollte.

  5. Mike Quincy says:

    der Beitrag hat für mich nix mit dem Titel tun. Da wird nur in der Mottenkiste rumgekramt um anschließend zu der Erkenntnis zu gelangen, das bereits jetzt alles in Trümmern liegt.

    Irgendein schlauer Kopf sagte mal, dass Fussball zu 50% Kopfsache sei. Stimmt ! auf der einen Seite Taktik, Technik und Spielverständnis und auf der anderen Seite Motivation, Fokussierung, Präsenz. Dabei sind beide Teile gleich bedeutend oder: das eine funktioniert nicht ohne das andere.

    Der Körper folgt immer nur der Birne. Und wenn die sagt „ich bin am Arsch“, sagen die Beine: ok wir auch ! Ist die Birne aber in der Lage sich zu fokussieren, sagen die Beine „zwangsläufiger Weise“: ok da machen wir auch mit, indem sie die Anweisungen von oben umsetzen.

    Nur wie schaffe ich es als Spitzensportler meine Höchstleitsung auf den Punkt abzurufen ? Mentoring oder Mentalcoaching ist das Zauberwort. Heutzutage in vielen Unternehmen gang und gebe.

    Nur im Profi-Fussball wird dies eher noch -vor allem von Verantwortlichen und Vereinsführungen- kritsch beäugt und oft als Kokolores abgetan, und darum – wenn überhaupt- nur konspirativ betrieben. Verantwortliche machen es sich da lieber einfach, in dem sie sich gerne der gängigen Motivationsspritze bedienen „geht raus und haut sie weg“. Andererseits lassen sich mittlerweile aber auch viele Bundesliga-Profis „mentoren“ – Marcel Risse ist einer davon (Kompass-Mentoring).

    Der WM-Titel 2014 wird in Fachkreisen nicht nur dem Trainer-Team zugeschrieben, sondern auch dem Fitness-Team oder dem Team hinter dem Team. Und das besteht nicht nur aus einem Benny Kugel sondern u.a. auch aus einem Dr. Hermann. In seinem Buch „Make them go“ beschreibt er „wie man Bedingungen schafft, damit sich andere zur Höchstleistung entwickeln können und aus individuellen Höchstleistern ein effektives Team entstehen kann“.
    Er kommt zu dem Schluß, „dass es gar nicht so sehr darum geht, was der Coach mit den Spielern oder der Mannschaft im Einzelnen macht, sondern welche grundlegenden Einstellungen oder Grundhaltungen er an den Tag legt. Sie nämlich machen den Unterschied, heben die erfolgreichen von den weniger erfolgreichen Trainern ab“.

    Die dröge Art eines PS gab ihm in Zeiten des Erfolges recht. Heute wirkt sie für mich auf alle Beteiligten eher deprimierend. Ich will mit meinem Beitrag nun nicht sagen, dass jetzt alle beim FC zum „Psycho“ rennen sollen, aber eine Überlegung, sich in diese Richtung auch zu orientieren (um einen mentalen Abstieg wirklich zu verhindern) ist es allemal wert.

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