,

Jugend forscht: Talente für den Neuaufbau beim Effzeh


Der 1. FC Köln taumelt dem sechsten Abstieg der Vereinsgeschichte entgegen. Noch nie war eine Mannschaft in der Bundesligahistorie so schlecht wie der Effzeh in dieser Saison. Was jedoch Hoffnung macht, sind ein Dutzend hochtalentierter Spieler, mit denen der Effzeh den Neuaufbau in der Zweiten Liga bewerkstelligen könnte. 

Köln – Yann Aurel Bisseck feierte am Mittwoch seinen 17. Geburtstag. Drei Tage zuvor war der Junioren-Nationalspieler gegen Hertha BSC zu seinem ersten Bundesligaeinsatz gekommen und hat sich somit hinter Nuri Sahin auf den zweiten Platz der jüngsten Bundesligaspieler aller Zeiten katapultiert. Bisseck zählt zu den zwölf Spielern, auf die der Effzeh in Zukunft seine Hoffnungen setzen könnte.

Nachwuchstalente für den Neuanfang

Sven Müller (21 Jahre), Yann Aurel Bisseck (17), Jorge Meré (20), Jannes Horn (20), Lukas Klünter (21), Salih Özcan (19), Anas Ouahim (19), Nikolas Nartey (17), Tim Handwerker (19), Sehrou Guirassy (21), Birk Risa (19) und Joao Queiros (19) heißen die zwölf Talente, auf denen die Hoffnung für die Effzeh-Zukunft ruht. Insbesondere bei einem mittlerweile fast unausweichlichem Gang in Liga zwei könnten die Nachwuchskräfte zu den Gesichtern der Zukunft werden. Insgesamt kommt das Dutzend Spieler auf 88 Bundesligaeinsätze. Davon haben alleine Salih Özcan und Lukas Klünter mit jeweils 21 Einsätzen fast die Hälfte aller Spiele absolviert. Zwar bringen die Youngsters einiges an Talent mit, dennoch würde es für einen direkten Wiederaufstieg wohl an Erfahrung im Profifußball mangeln. Doch unterstützt von gestandenen Profis wie Dominic Maroh, Konstantin Rausch und Matthias Lehmann könnten sich die jungen Spieler bedenkenlos weiterentwickeln und ihre Erfahrungen an der Seite der Routiniers sammeln.

Talente haben sich Spielpraxis verdient

Ist es sogar denkbar, dass Trainer Peter Stöger schon in dieser Saison immer häufiger auf die Talente setzen wird? Klar ist, dass es mit den gestandenen Profis in der laufenden Saison bislang nicht geklappt hat, auch nur einen einzigen Saisonsieg einzufahren. Die Torausbeute von nur vier Treffern aus 13 Partien spricht ebenso Bände. Warum also sollten die Talente nicht die Chance bekommen, es auf der großen Bundesligabühne besser zu machen als die Routiniers? Bereits im Trainingslager machte der hochveranlagte Nikolas Nartey auf sich aufmerksam und bringt vieles mit, um in den nächsten Jahren zum Strippenzieher im Kölner Mittelfeld heranzuwachsen. Nach seinem ersten Bundesligaeinsatz gegen Berlin wird der erst 17-Jährige zu weiteren Einsätzen kommen. Das muss er auch, um sich an das Tempo und die Spielhärte im Profifussball zu gewöhnen. Er könnte den überspielt wirkenden Milos Jojic ersetzen.

Jugendspieler nicht verbrennen

Stöger wird jedoch auch abwägen, wie viel Risiko es bedeuten würde, den jungen Spielern nun die kommenden Wochen und Monate verstärkt zuzumuten. Allzu radikale Umbaumaßnahmen könnten dazu führen, dass einzelne Talente im kalten und oftmals rauen Bundesligawasser Probleme bekommen. Dennoch sagte Toni Schumacher jüngst, dass solche Chancen für Talente auch der Beginn einer großen Karriere sein könnten. Beim Effzeh hätte man nichts dagegen. Denn dann gäbe es bei aller Tristesse die Hoffnung, dass der Wiederaufbau mit dem genannten Dutzend gelingen könnte.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar