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Korb für den FC? Heldt-Entscheidung am Donnerstag

Am Donnerstag fällt offenbar die Entscheidung, ob Horst Heldt zum 1. FC Köln wechseln darf oder nicht. Der Manager von Hannover 96 hat sich erneut mit Martin Kind getroffen. Nach vier Stunden am Mittwochabend deutete sich an: Der 47-Jährige wird Köln wohl einen Korb geben. Einen anderen Kandidaten könnte es dagegen bereits geben.

Hannover – „Es gibt keine Freigabe für Herrn Heldt“, erklärte Martin Kind am Mittwochabend nach einem vierstündigen Meeting mit seinem Sportchef. Mit dabei war etwas überraschend auch Christian Nerlinger. Der ehemalige Bayern-Manager soll aber angeblich nicht Heldts Nachfolger bei 96 werden, sondern Kind in sportlichen Fragen beraten.

Mehr Geld und Kompetenzen bei 96?

Nun will der Klub offenbar am Donnerstagmittag offiziell verkünden, wie es mit Heldt weitergehen wird. Lokale Medien vor Ort gehen davon aus, dass der 47-Jährige den Geissböcke eine Absage erteilen und stattdessen zum Geschäftsführer mit mehr Gehalt aufsteigen wird.

Für die Geissböcke wäre dies ein herber Rückschlag auf der Suche nach einem Nachfolger für Jörg Schmadtke. Doch offenbar haben die Kölner ihre Fühler bereits anderweitig ausgestreckt. Alexander Wehrle hatte schon erklärt, der Effzeh habe sich nicht auf Horst Heldt versteift, sondern parallel weitere Gespräche geführt.

Becker und Wehrle kennen sich vom VfB

Nun berichtet die „SportBild“, dass ein anderer Kandidat aus der Zweiten Liga kommen könnte. Ralf Becker ist aktuell als Geschäftsführer von Überraschungsaufsteiger Holstein Kiel sehr erfolgreich tätig und steht mit den Störchen an der Tabellenspitze der Zweiten Liga. Der ehemalige Profi (über 150 Erst- und Zweitliga-Spiele für Leverkusen, St. Pauli, Stuttgart, Reutlingen und Karlsruhe) weist eine interessante Vita auf.

Beim Karlsruher SC war er drei Jahre Co-Trainer unter Edmund Becker. Anschließend übernahm er für ein Jahr den SSV Ulm als Chefcoach, ehe er zum VfB Stuttgart wechselte. Dort arbeitete er – gemeinsam mit dem heutigen FC-Geschäftsführer Wehrle – als Chefscout und Nachwuchskoordinator. Nach fünf Jahren beim VfB ging er schließlich nach Kiel, wo Holstein mit ihm den Aufstieg in die Zweite Liga schaffte und dort nun für Furore sorgt. Beckers Vertrag in Kiel läuft noch bis zum Sommer 2019. Ob Heldt oder Becker – die Kölner müssten also in jedem Fall eine Ablöse für den neuen Geschäftsführer hinlegen.

7 Kommentare
  1. Andreas Bartelmes says:

    Sofern die Kontakte bislang auf Kölner Vergangenheiten, in Köln geboren, ehemalige Kollegen der Geschäftsführung sind, lese ich den Namen Becker von Holstein Kiel als möglicher Geschäftsführer Kandidat. Dann kann er gleich den Trainer mitbringen, Markus Anfang, der gebürtig aus Köln ist. Eigentlich ist es oft das gleiche Prinzip. Die Suche umfasst auch diejenigen, mit denen man aus früheren Berufsjahren gut zusammengearbeitet hat. Warum allerdings eine solche Medienpräsenz draus gemacht wird, ist für mich unerklärlich. Geht so was auch leiser?

    Der vorerst in den Medien heiß gehandelte Kandidat Klaus Allofs , ist der noch aktuell oder hat sich das Thema erledigt? Mit Heldt geht es den Medien nach nicht weiter und bleibt demnach in Hannover.

  2. Dieter says:

    Entweder bin ich zu doof oder kann es einfach nicht verstehen.
    Warum sucht man immer nach Leuten (Manager + Trainer), die bei anderen Clubs unter Vertrag stehen. Wenn ich Herr Kind wäre, würde ich meinen Sportchef auch nicht gehen lassen. Also FC: WAS SOLL DAS?
    Der ehemalige Sportdirektor vom FC Basel ist frei, hat top Leistungen abgeliefert, hat ein funktionierendes Netzwerk und hat über 50 Mil. Transfer-einnahmen erzielt. Was besseres kann man sich doch gar nicht vorstellen.
    Für mich ist das die Eierlegendewollmilchsau. Bundesligaerfahrung nein, aber für was braucht er diese? Der Sportdirektor hat die Aufgabe eine schlagkräftiger Truppe zusammen zu stellen. In welcher Liga die dann spielt ist absolut zweitrangig. Und nicht zuletzt könnte er morgen am Geisbockheim seine Arbeit aufnehmen. Also warum lasse ich wertvolle Zeit verstreichen und hole mir in Hannover die 2. Abfuhr ab? Hat der FC das nötig? NEIN.
    Handelt jetzt endlich, nach dem Motto: Arsch huch!

    • Jürgen Staubesand says:

      Na vorallem Dieter, Headhunter beauftragen um sich dann doch bi alten Kollegen zu bedienen macht jetzt auch nicht so wirklich Sinn. Es bleibt, auch bei der Suche nach einem neuen sportlichen Leiter gibt der FC eine erschrechenden Figur ab. Das alles ist wirklich besten falls 2.Liga Niveau insofern passt es dann wieder. Wie man damit umgegangen ist Heldt zu verpflichten ist doch wirklich diletantisch. Es bleibt: der Club liegt wieder mal in Trümmern. Und da hat kein Overath, , kein Meyer, kein Daum die Finger im Spiel. Aber wie sagt Schumacher. „Alles ganz anders, weil die Finanzen stimmen ja.“ Na, dann ist ja alles super Toni. Dann macht mal so weiter.

  3. Detlef Lodenkämper says:

    Jetzt zeigt sich leider, dass auch Herr Wehrle in Sachen Außendarstellung inkompetent ist. Öffentlich äußerte er die Hoffnung, dass Hannover 96 doch keine Freude mehr an Horst Heldt haben werde, weil der ja nicht mehr richtig motiviert sei und nur noch an seinen Herzensklub 1. FC Köln denken würde. Hat Herr Wehrle nicht bedacht, dass Horst Heldt pokert, dass er die plumpe Anbaggerei von Schumacher und ihm (Wehrle) dazu nutzen wird, seine Macht in Hannover auszubauen? Genauso wird es kommen. Man kann Jörg Schmadtke manches vorwerfen, aber sowas wäre bei ihm undenkbar gewesen. Er war diskret, und nur so kriegst du deine Wunschleute.

  4. Franz-Josef Pesch says:

    Horst Held ist bestimmt nicht das Maß aller Dinge, es gibt mit Sicherheit sehr gute Alternativen. Da es sehr schwer sein wird den Kassenerhalt noch zu erreichen, hat man doch alle Zeit der
    Welt einen geeigneten Sportdirektor zu finden. Der Vorstand hat sich bisher nicht immer von der besten und professionellsten Seite gezeigt.

  5. Paul Paul says:

    Typisch Köln! Jetzt herrscht wieder der lange vermisste Dilettantismus. Horst Held zu umwerben, obwohl er einen Vertrag bis 2020 hat und gerade die 2. Liga wieder verlassen hat, ist hochpeinlich. Jetzt wird jeder andere Kandidat als 2. Wahl betrachtet werden. Was sich in den letzten Monaten deutlich gezeigt hat, die die Unfähigkeit des Präsidenten, der nichts Konstruktives beigetragen hat.

  6. Ali Perez says:

    Wenn jemanden das Werben des Effzehs um Horst Heldt geholfen hat, dann Horst Heldt.
    Er wird jetzt in Hannover befördert, bekommt mehr Kohle und mehr Macht, wenn man den Spatzen in Hannover trauen kann.

    Würde mich nicht wundern, wenn Horst Heldt selbst der Presse einen Tipp gegeben hätte, bevor er nach Köln reiste, um mit dem Effzeh zu sprechen. Für mich ist es nämlich nicht nachvollziehbar, warum man ein erstes Abklopfen der Personalie Heldt an die große Glocke gehängt und nicht den Ball flach gehalten hat. Und anstatt bei Nachfragen der Medien alles runter zu kochen, musste man gleich eine Wunschpersonalie daraus machen.
    Dämlich! Bei einer Absage Heldts ist man jetzt blamiert.

    Auffällig finde ich dazu, dass Wehrle scheinbar alte Spezies bevorzugt, die zu allem Überdruss auch noch in laufenden Verträgen stecken. Ich teile die Meinung von meinen Vorrednern, die auch nicht verstehen können, warum man sich nicht auf verfügbare Personen konzentriert.
    Es drängt sich der Eindruck auf, dass Wehrle die vakante Stelle des Sport-GFs unter Billigung des Vorstands besetzt. Das muss nicht schlimm sein, Wehrle ist der einzig Übriggebliebene, der eloquent auftritt. Aber ob ich einen so schwach agierenden Vorstand nochmal bestätigen möchte.

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