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Klare Worte nach Rückschlag: „Das war einfach schlecht“


So langsam wird es ziemlich finster für den 1. FC Köln. Auch der klare Erfolg in der Europa League sorgte nicht für die erhoffte Befreiung. Im Gegenteil. Gegen die TSG 1899 Hoffenheim (0:3) waren die Geissböcke weitestgehend chancenlos. Auch die Spieler fanden nur schwer Worte für ihre eigene Leistung. Die Stimmen zum Spiel.

Dominique Heintz: „Wir haben verdient verloren. Wir haben nie Zugriff bekommen auf die Spielweise von Hoffenheim und waren immer einen Schritt zu langsam. Nach der Pause haben wir noch die Chance den Ausgleich zu machen, dann bekommen wir das zweite. Wir müssen akzeptieren, dass wir heute verdient verloren haben. Es wird jetzt immer schwieriger. Jetzt gehen wir mit einem schlechten Gefühl in die Pause. Es sieht natürlich nicht gut aus. In anderen Wettbewerben sieht es teilweise gut aus, aber in der Bundesliga kriegen wir es einfach nicht hin.“

Leonardo Bittencourt: „Die Art und Weise, wie wir die Tore kriegen, bricht uns immer das Genick. In der ersten Halbzeit kann ich mich nicht erinnern, dass Hoffenheim große Chancen hatte bis auf das 1:0, was viel zu leicht fällt. Wir haben uns das selbst anzukreiden, indem wir zu leichte Dinger reingelassen haben. Bremen hat aber auch noch kein Spiel gewonnen und Freiburg ist auch noch in Schlagdistanz. Klar haben wir nur zwei Punkte, aber die Mannschaften über uns punkten zum Glück auch nicht so richtig. Wir müssen jetzt den Kopf frei bekommen und dann nach der Länderspielpause richtig angreifen.“

Matthias Lehmann: „Donnerstag hui, heute pfui: Das war einfach schlecht. Trotzdem hatten wir klare Chancen. Aber mit der Leistung heute gegen richtig gute Hoffenheimer wird es schwer zu punkten. Das war das schlechteste Spiel seit dem Heimspiel gegen Gladbach letzte Saison. Über 90 Minuten war das einfach schlecht. Nachdem wir die letzten Spiele gut unterwegs waren, war das heute ein richtiger Dämpfer. Wir wollten mit einem guten Gefühl in die Pause gehen, das tut richtig weh heute.“

Es liegt an letzter Stelle am Trainer

Timo Horn: „Hoffenheim hat uns die Grenzen klar aufgezeigt. Für uns war das in allen Mannschaftsteilen viel zu wenig, um gegen so einen Gegner zu bestehen. Heute hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass wir uns nach dem 2:0 aufgegeben haben. Es ist schwierig, sich Woche für Woche aufzubauen, wenn man so viele Gegentore bekommt. Wir sind aber keine Mannschaft, die zerfällt, und versuchen uns mit dem Trainer da rauszukämpfen. Der Trainer hat uns auch heute wieder gut eingestellt und genau das angesprochen, was Hoffenheim dann auch gemacht hat. Die Umsetzung von uns hat dann nicht gestimmt, da kann der Trainer überhaupt nichts machen. Dass die Situation so ist, wie sie ist, liegt an letzter Stelle am Trainer.“

Peter Stöger: „Es gibt keine zwei Meinungen über den verdienten Sieger. Durch die Chancen von Osako an den Pfosten und Jojic hätten wir vielleicht noch einmal zurück kommen können, auch wenn ich nicht weiß, ob das verdient gewesen wäre. Wir waren heute in sehr vielen Situationen der zweite Sieger.“

Julian Nagelsmann: „Wir freuen uns sehr, dass wir heute gewonnen haben. Wir haben auch keinen Goldenen Oktober erlebt, was die Ergebnisse anging. Wir haben heute unsere Spielweise mit einem verdienten Sieg belohnt, auch, wenn das Ergebnis vielleicht etwas zu hoch war. Köln hatte auch richtig gute Chancen. Wir sind ordentlich ins Spiel gekommen und haben eine andere Grundordnung gewählt als zuletzt. Ich bin zufrieden, der Sieg geht in Ordnung. Ich wünsche Köln nun etwas mehr Spielglück für die nächsten Wochen.“

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