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Stöger wackelt: Ist der Effzeh an Marco Rose interessiert?

Der 1. FC Köln sucht einen neuen Trainer als Alternative zu Peter Stöger. Das ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Der Österreicher hat nur noch bis zum Spiel beim FC Schalke 04 eine Jobgarantie bekommen. Im Hintergrund arbeiten die FC-Verantwortlichen an Lösungen, sollte das Duell gegen die Königsblauen verloren gehen.

Köln – Am Sonntagabend während der Krisensitzung der Kölner Bosse ging es auch um die Frage: Wie geht es mit Trainer Peter Stöger weiter? Der Effzeh entschied sich – auch, weil in dieser Frage keine Einigkeit herrschte – für eine halbherzige Lösung, indem man Peter Stöger lediglich bis zum nächsten Spiel auf Schalke das Vertrauen aussprach. Ein echter Vertrauensbeweis jedoch sieht anders aus. Stattdessen bekam Sportdirektor Jörg Jakobs die Aufgabe, sich nach Alternativen umzusehen.

Köln hat keinen Heynckes

Weil die Geissböcke aber keine Übergangslösung wie Jupp Heynckes beim FC Bayern an der Hand haben – dazu fehlen einfach die Erfolgstrainer in der jüngeren Geschichte des Klubs -, muss der Effzeh zwei mögliche Wege gleichzeitig abklären: Findet sich ein Interimscoach in den eigenen Reihen, der bis zum Winter übernehmen könnte, bis ein neuer Sportchef gefunden wurde, der sich dann um einen neuen Coach kümmert? André Pawlak (U21), Stefan Ruthenbeck (U19) und Patrick Helmes (zuletzt U21) wären die Kandidaten. Oder findet sich bereits ein geeigneter Kandidat, der längerfristig übernehmen und auch in die Zweite Liga gehen würde?

Über Bruno Labbadia wurde nach GBK-Informationen gesprochen. Doch beim ehemaligen Stürmer der Geissböcke sollen gleich mehrere FC-Verantwortliche ihre Bedenken geäußert haben. Gleiches gilt für Marcel Koller, der nach seinem Aus als Nationaltrainer Österreichs sofort verfügbar wäre und den FC kennt. Doch der Schweizer ist bereits einmal mit den Geissböcken abgestiegen. Er wäre bei den Fans nur schwer vermittelbar. Auch, wenn er sich in den letzten Jahren als Coach des VfL Bochum und Österreichs einen guten Namen gemacht hat.

Rose lehnte Co-Trainer-Job in Mainz ab

Ein Name, der nach übereinstimmenden Informationen des GEISSBLOG.KOELN und „Reviersport“ intern diskutiert worden ist, hat noch keine Chefcoach-Erfahrung in Deutschlands Top-Ligen. Doch Marco Rose ist kein Unbekannter. Der ehemalige Verteidiger des 1. FSV Mainz 05 steht aktuell an der Seitenlinie bei RB Salzburg, nachdem er dort über vier Jahre die Nachwuchsmannschaften von der U16 über die U18 bis zur U19 betreut hatte. Rose fungierte zuvor als Co-Trainer in Mainz unter Thomas Tuchel und Martin Schmitt, ehe er über Lok Leipzig nach Salzburg wechselte.

Der 41-Jährige gehört zur Riege der jungen, aufstrebenden Trainer und machte 2015 seinen Fußballlehrer beim DFB. Im Sommer offerierte Mainz-Coach Sandro Schwarz dem gebürtigen Leipziger den Job als Co-Trainer. Doch Rose übernahm das Zepter bei RB Salzburg. Einem Ruf der Bundesliga als Chefcoach könnte ihn ins Grübeln bringen.

7 Kommentare
  1. Hermann
    Hermann says:

    Meine Fresse. Da gibt es also eine Krisensitzung am Sonntag Abend in Spinners Wohnzimmer!!! und es dringen Interna nach draußen, das man sich im weiteren Umgang mit Stöger uneins sei!?
    Ist das Fakt oder eine Vermutung? Kaum sind wir an jemanden interessiert berichten die Medien darüber. Wer zum Geier ist der Schwadlappen bei uns? Momentan fällt mir nur ein Kandidat dafür ein….

  2. OlliW
    OlliW says:

    Mir ist es grundsätzlich immer rätselhaft, wie solche Interna die Presse erreichen. Ok, die haben sich getroffen. Einer fehlte, also ging es um ihn. Mehr kann man nicht wissen, das ist auch kein Wunder oder Geheimnis in der momentanen Lage. Aber konkrete Namen, Verbindungen, Telefonate und deren Inhalt…wie kann das nach außen dringen, so dass auch noch was dran ist?! – Aber ich bin auch manchmal etwas altbacken und naiv ;-)

  3. Cöln Christian
    Cöln Christian says:

    Es waren alle der Meinung, der Spinner hat den Laden im Griff.
    Leider nein. Im Erfolg ziehen alle am gleichen Strang. Bei Misserfolg sieht es anders aus. Der einzige der alles im Griff hat, ist Höneß. Der kümmert sich auch um die verdienten Spieler. Beim FC kann doch ausser Schumacher mit dem Namen Herbert Neumann, keiner was anfangen.

  4. Pilly Pocket
    Pilly Pocket says:

    Bitte dreht die Uhr mal ein paar Wochen rückwärts. Da haben 75% der anwesenden Mitglieder in der Hurra-Arena dem Vorstand ihr Vertrauen ausgesprochen und gegen ihr Mitspracherecht abgestimmt! O.k. thematisch ging es um den Verkauf von Anteilen, für mich um den Verkauf unserer Seelen! Ich bin mir ziemlich sicher, ein nicht unerheblicher Anteil derer hauen heute wieder mit auf alles drauf, was nicht schnell genug die Flucht ergreift (….an dieser Stelle einen lieben Gruß an alle Europapokalhoodiebesitzer) Bin sehr gespannt wer am Ende übrig bleibt von all den Selbstdarstellern die nichts als das Beste für unseren FC wollen, nur eben spürbar anders. Ich spür da jedenfalls nix von!!!!

    • Dieter
      Dieter says:

      Mein Vorschlag wäre folgender: Auf lange Sicht alle Verantwortlichen, die den kölschen Glüngel nicht abstreifen können durch fähige Leute von Außerhalb ersetzen. Ist dies nicht gewollt oder möglich dann bitte den FC Köln auflösen. Es ist doch niemandem mehr zuzumuten, immer wieder die selbe Sch…… zu erleben. Wir, die Fans sind mit Herzblut bei der Sache, unterstützen den Club und die Mannschaft und werden immer wieder in ein Loch gestoßen, aus dem sich jeder einzelne alleine raus kämpfen muss. Das grenzt ja mitlerweilen schon an Folter.
      Wenn man sich weiter entwickeln will, dann sollte man sich bei Vereinen, bei denen es läuft mal eine Scheibe abschneiden. Wer das nicht will oder kann hat in verantwortlichen Positionen nichts verloren.

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