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„Sehr bedenklich!“ Spinner spürt deutlichen Gegenwind

Spinner will aufräumen und gerät in die Kritik

Werner Spinner ist nicht nur durch die Personalie Peter Stöger in die Kritik geraten. Der Präsident des 1. FC Köln muss sich auch intern immer häufiger rechtfertigen. Nun hat er Aufräumarbeiten angekündigt. Diese müssen aber überall stattfinden – auch im eigenen Präsidium.

Köln – Er wollte den Verein vereinen. Diese Aussage wird Werner Spinner wohl noch so lange verfolgen, so lange der inzwischen 69-Jährige dem 1. FC Köln als Präsident vorsteht. Dass ihm dieses Vereinen immer weniger gelingt, tritt in diesen Wochen deutlich zutage. Das liegt auch an internen Grabenkämpfen, die in der sportlichen Krise der Geissböcke für jeden sichtbar geworden sind.

Wir müssen über unsere Gremienarbeit nachdenken

Der Vorstand und die Geschäftsführung, diesen Eindruck wurde man in den letzten Tagen nicht mehr los, haben ihren Laden am Geißbockheim nur noch bedingt im Griff. Werner Spinner gab dies am Sonntagmittag auf der Pressekonferenz zur Entlassung von Trainer Peter Stöger sogar zu. „Eines ist klar: Wir müssen über unsere Gremienarbeit nachdenken und über das, was in den letzten Tagen und Wochen an die Öffentlichkeit gelangt ist. Das ist sehr bedenklich gewesen.“

Der 1. FC Köln bedarf einer Generalinspektion. Aktuell, so viel ist klar, bekommt der Klub für die Bundesliga keinen TÜV mehr. Die Mängelliste scheint endlos, längst nicht nur auf sportlicher Ebene. Die Informations- und Entscheidungskanäle am Geißbockheim sind durchgerostet und löchrig wie zu Zeiten der Overath- und Meier-Ära. Schwarzmalerei ist hier zwar fehl am Platze, denn der Effzeh befindet sich in einem in vielerlei Hinsicht deutlich besseren Zustand als vor sechs oder sieben Jahren. Allerdings äußern diverse Mitarbeiter inzwischen hinter vorgehaltener Hand, dass ihnen aktuell einiges aus den dunkelsten Zeiten bekannt vorkommt.

Personalie Stöger demonstriert Zerrissenheit des Vorstands

Werner Spinner, Toni Schumacher und Markus Ritterbach werden sich daran messen lassen müssen, ob sie diese Probleme wieder in den Griff bekommen. Und ob sie ihre eigenen innerpräsidialen Streitigkeiten beiseite legen können, die das Vorstandsklima schon seit Monaten belasten. Zur von Spinner angekündigten Aufarbeitung muss zwingend auch eine Analyse gehören, ob dieses Führungstrio tatsächlich noch so gut zusammenarbeitet, wie es einst vorgab. Zuletzt hörte man hinsichtlich dieser Problematik nicht einmal mehr Dementis oder beschwichtigende Worte. Spinner, Schumacher und Ritterbach haben sich offenbar damit abgefunden, dass ihr Bündnis nur noch zweckmäßig ist. Es bleibt die Frage, ob es noch immer dem richtigen Zweck dient – nämlich dem Wohle des 1. FC Köln.

Auch die Personalie Peter Stöger demonstrierte diese Zerrissenheit im Präsidium eindrucksvoll. Toni Schumacher stand lange Zeit unverrückbar an der Seite Stögers, während sich Werner Spinner bereits deutlich vom Trainer distanziert hatte. Markus Ritterbach soll sich, wie so häufig in sportlichen Fragen, zurückgehalten haben. Eine Zusammenstellung, die ganz natürlich zu genau der Uneinigkeit geführt hatte, die wochenlang über der ungeklärten Trainerfrage lag und auch mit anderen Gremien (Gemeinsamer Ausschuss, Mitgliederrat) ausgetragen wurde.

27 Kommentare
  1. Ottla
    Ottla says:

    Der FC hat sich auf schnellstem Wege selbstzerstörerisch zu einem schnöden, blöden, unsympathischen 0-8-15-Klub zurückgeschrumpft. Wenn ich jetzt höre „Beiersdorfer“ – ganz ehrlich, da kriege ich das kalte Kotzen! Was will der FC denn mit einem schwerreichen Ex-HSVler? Einem Mann, der die HSV-Kultur des Geldverbrennens, des Wegduckens vor Verantwortung, des Schuldwegschiebens und der teuren Söldner-Flop-Transfers verkörpert wie KEIN ZWEITER in der Branche! Soll das der neue FC sein? Und soll dagegen wirklich Jörg Jakobs-Vertrag, wie der Kicker berichtet, nicht verlängert werden? – der Mann hat die besten FC-Transfers der letzten Jahre mitvorbereitet (im Gegensatz zu dem Murks, den Nils Schmadtke im Anschluss an Jakobs seinem Papi vorgescoutet hat)! Soll das alles so kommen? Dann Danke für gar nichts – ohne mich! Der FC hat mit Stöger alles geopfert, was ihn in den letzten Jahren ausgemacht hat. Das wird den Verantwortlichen noch gehörig auf die Füsse fallen! Da werden scharenweise Fans ihre Konsquenz daraus ziehen – und das zurecht. Das ist nichts weniger als Verrat an der propagierten „anderen“ FC-Kultur. Und ja, natürlich: Spinner muss gehen! Der hat da ganz in seinen alten Bayer-Manager-Kategorien von Performance usw. gedacht – aber diese Situation war anders; der Absturz jenseits des Trainers erklärlich und auch einfach etwas irrational. Das kann man dann nicht rational nach Performance bewerten. Wenn es so gelaufen wäre, wie Toni Schumacher das instinktiv richtig angedacht hatte, DANN wäre der FC tatsächlich spürbar anders gewesen. Nämlich es so zu machen wie der SC Freiburg. Dann hätte man gesagt, Stöger und Co. bleiben. Es gibt keine Panikhandlungen. Selbst wenn es runter geht. Dann ist eben mal alles gegen den FC gelaufen in einer episch grausamen Saison und man steigt ab (es gibt schlimmeres im Leben) – aber man bleibt zusammen! Und nutzt das viele vorhandene Geld, die Mannschaft zusammenzuhalten, die ganz viel Potenzial hat (verliert vl. ein paar Jungs aus der Kategorie Horn, Heintz, Bittencourt, Hector… – ein bisschen Schwund ist immer) und homogen ist. DAS wäre langfristige Planung gewesen. Was jetzt kommt, das kennen wir doch seit Jahrzehnten. Eine Spirale abwärts wird einsetzen und deren Ende ein kaputter Kader steht. Und das geht so: Ein großer Teil des zuletzt erwirtschafteten Geldes wird im Winter in sinnlose Beiersdorfer-Transfers gesteckt (die uns dann 2-3 Jahre als Kaderfremdkörper nachhängen werden – die Homogenität der Mannschaft wird geopfert), weil man tatsächlich glaubt, die Liga halten zu können, was einfach nur lächerlich ist: Hört damit auf, das als Hoffnung zu verbreiten! NIEMALS bleibt eine Mannschaft in der Liga mit 3 (!!!) Punkten nach 14 (!!!) Spielen. Also handelt endlich VERANTWORTUNGSBEWUSST, bevor ihr dem Verein noch mehr schadet! Oder tretet zurück. Ist euch denn nicht klar, dass ihr das einzige Pfand gegenüber den Fans in dieser epischen Krise gerade weggeworfen habt? Glaubt ihr denn wirklich, die Leute abstrahieren nach ein paar Spieltagen, wo es natürlich immer dramatischer Richtung Liga 2 gehen wird, die Situation und machen das dann nicht irgendwann am neuen Trainer und Sportdirektor fest (besonders wenn ihr die mit der völlig wahnsinnigen Hoffnung auf Klassenerhalt vorstellt)? Im Gegenteil: diese werden nach kürzester Zeit mit derselben Krise identifiziert werden – ohne aber einen Sympathiekredit zu haben, wie Stöger ihn hatte. Die Neuen werden zum Ende der Saison also völlig am Ar*** sein. Und dann müsst ihr wieder Neue holen usw…. Währenddessen ist der Kader durch Paniktransfers ein unharmonischer Haufen geworden, was dazu führt, dass die Spieler mit Potenzial das Weite suchen werden. Wieder neue Leute werden wieder neue Spieler holen usw. – und am Ende haben wir die Chance verspielt, mit einem homogenen Kader und Leuten, die Kredit bei den Fans und Presse hatten etc., den Wiederaufstieg anzugehen. Das alles hätte man mit einem „Wir-halten-zusammen“ verhindern können, da bin ich mir ganz sicher! – da war eine Loyalität und ein Wir-Gefühl in der Mannschaft, die mit Stöger zusammenhing – ist euch eigentlich klar, dass ihr die Zukunft unserer doch eigentlich vielversprechenden Mannschaft gleich mit auf’s Spiel gesetzt habt?! Das ist doch alles schon tausendmal da gewesen und es ist faszinierend zu sehen, wie aber in jedem neuen Einzelfall die Verantwortlichen tatsächlich glauben, sie wären ja ach so toll, dass es bei ihnen diesmal anders laufen wird. Wird es aber nicht.

    • Ali Perez
      Ali Perez says:

      Wenn man eine Wahrscheinlichkeitsrechnung durchführen würde, müsste man Dir recht geben. Alle Maßnahmen werden höchstwahrscheinlich nichts daran ändern, dass man am Ende der Saison absteigen muss. Was du bei deiner Argumentation aber vergisst, ist die Tatsache, dass es hier auch um Sportsgeist geht; gehen muss. Abschenken ist keine Option. Wir stehen in einem Wettbewerb; genau genommen sogar noch in drei. Wenn man sich dem Sportsgeist verschreibt, dann kann es nur einen Gedanken geben. Wie generiere ich Erfolg? Und dem ist alles unterzuordnen. Was du hier forderst, ist aufzugeben. Das kannst du für dich auch gerne tun; käme für mich aber nie in Frage. Aufgeben ist keine Option. Ich sehe die Causa Beiersdorfer ähnlich negativ wie du, aber im Winter muss der Kader verstärkt und im Sommer ausgemistet werden. Bis zum Sommer muss man eine Spielkultur entwickelt haben, um endlich gezielt am Kader arbeiten zu können. Und das geht nur mit einem neuen Trainer. Wir hatten unter Stöger nämlich seit ca. 12 Monaten keine Spielkultur mehr. Und die Homogenität, die du dem Kader zuschreibst, kann sich maximal auf das Gehaltsgefüge beziehen. Leistungstechnisch besteht die überhaupt nicht. Einige Spieler bringen regelmäßig ordentliche Leistungen, andere sind Totalausfälle. Wer selber erfolgsorientiert gespielt hat, weiß, dass auch das nicht spurlos an einer Mannschaft vorbeigeht, wenn der Nebenmann ständig Scheisse baut. Würde man deiner Theorie folgen, könnte man dann am Ende die komplette Mannschaft ausmustern. Es ist jetzt wirklich wichtig, dass man es schafft, ein funktionstüchtige Mannschaft zu extrahieren. Genau das ist Stöger nicht mehr gelungen. Sollte sich Erfolg einstellen, entwickelt sich auch recht schnell ein neues Wir-Gefühl im Verein. Gegen Schalke hat sich meiner Meinung schon gezeigt, dass wir in Der Zukunft sogar einen psychologischen Vorteil haben könnten. Wir gelten nämlich praktisch schon als abgestiegen und niemand möchte gegen uns gerne Punkte verlieren. Das könnte zu Verkrampfungen führen, während wir befreit aufspielen können. Außerdem lebt Sport davon, dass er eben nicht vorhersehbar ist. Du kannst nur versuchen, Fehler abzustellen und besser zu werden. Und noch schlechter können wir nicht mehr werden.

      • Pit
        Pit says:

        Die Einwände von Ali P. kann ich so unterschreiben.
        Der Vorstand muss jetzt „einfach“ gute Leute für die vakanten Posten finden. Und das darf auf keinen Fall Beiersdorfer sein. Ich hoffe inständig, dass Entscheidungsträger auch kapieren…

        • Karl Heinz Lenz
          Karl Heinz Lenz says:

          Und was jetzt noch dazukommt: „Bild“ und „Express“ werden ab sofort jeden Tag die Sau durch das Dorf treiben: Stöger, Stöger, Stöger …. FC-Chaos, FC-Chaos, FC-Chaos …
          Wie damals beim Modeste-Wechsel, als es wochenlang kein anderes Thema mehr gab. Da dürfen wir als Fans nicht mitmachen – auch wenn beim FC Fehler gemacht worden sind. Jetzt geht es um die Zukunft, um jedes neue Spiel in Liga und Pokal.
          Ich fand es übrigens schade, dass Poldi heute in der „Bild“ auch im geschilderten negativen Sinne seinen Senf zu dieser Geschichte dazugeben musste. Muss der Kerl, der selbst bei Abstiegen des FC als „Führungsspieler“ mit auf dem Platz stand, jetzt den Richter spielen?

      • Ottla
        Ottla says:

        das mit dem „abschenken“ ist unsinn – es gibt jenseits vom verbreiten des mittlerweile 99%ig unmöglichen nicht-abstiegs viele möglichkeiten, nach vorne zu denken, die kein „aufgeben“ wären. bspw. die pokalwettbewerbe – oder einfach hinsichtlich guter spiele und einer veränderung der mannschaft hin zu mehr jungen talenten denken und handeln, um für liga 2 zu üben. das könnte man kommunizieren – die leute fühlen sich doch viel mehr verarscht, wenn ihnen jetzt einer erzählen will, drinbleiben sei das ziel, als wie wenn ihnen einer sagen würde: das ziel muss sein, besser fussball zu spielen und sich für die zukunft aufzustellen… (bspw. mit leuten wie nartey, bisseck etc.) – und dann kann man natürlich noch dazu sagen: sollte das dazu führen, dass wir nochmal rankommen, dann nehmen wir das an! DAS würde die mannschaft doch viel mehr entlasten anstatt jetzt leute zu kaufen und zu holen und dabei zu kommunizieren: wir versuchen mit denen drin zu bleiben! wenn ich auch nur ein bisschen einen ruf hätte als trainer, als sportdirektor: ich würde unter diesen bedingungen nicht zum FC kommen. unter solchen voraussetzungen wundert es mich nicht, dass nur noch ein beiersdorfer kommen will aber schon ein marco rose vorsorglich zu verstehen gibt, dass er nicht zum FC wechseln würde bei anfrage…. und was den „inhomogenen“ kader angeht: das würde sich spätestens mit rückkehr der verletzten ein großes stück weit wieder geben… mit dem modell freiburg hätten wir ohne zweifel „homogener“ und „geschlossener“ absteigen können und auch die veränderung der mannschaft mit mehr jungen talenten (die ja da sind) voran treiben können (das hätte nochmal kredit beim publikum gebracht)… jetzt werden spieler, die evtl. bei zusammenhalt gesagt hätten, ich ziehe den karren ein jahr mit aus dem dreck, viel eher schon im winter ihren beratern sagen, hört euch mal um – die auflösungserscheinungen des FC stehen uns erst noch bevor. das ist bitter – wird aber so kommen.

      • Robert H.
        Robert H. says:

        Da muss ich dir widersprechen, Ali! „Wir hatten unter Stöger nämlich seit ca. 12 Monaten keine Spielkultur mehr. “ Ist Polemik und schlicht und einfach falsch und taugt also nicht als ein Contra-Stöger-Argument.
        Zur Spielkultur gehört nämlich auch eine stabile Defensive incl. Mittelfeld. Die hatten wir quasi immer. Dann waren da Grottenkicks mit Siegen, aber auch überzeugende Nummern – nur mal als ein Beispiel das 3:0 gegen HSV letzte Saison. Dagegen gab es gute Spiele mit unglücklichen Niederlagen und natürlich auch gebrauchte Tage. Die ganz normale Palette wie jede Saison mehr oder weniger bei jedem Verein.
        Und das ganze haben wir auch diese Saison – mit eben der desaströsen Torausbeute.

        Fazit: angeblich fehlende Spielkultur greift nicht als Vorwurf an Stöger.

    • J B
      J B says:

      Bitte reduziert den Beiersdorfer nicht auf seine letzten Jahre beim HSV. Bevor Kühne sich mit seinen Millionen ein Mitspracherecht erkauft hat, hat Beiersdorfer den HSV SIEBEN Jahre lang von 2002-2009 sehr gut gemanaged. Der HSV stand in allen Jahren die er dort tätig war am Ende der Saison mindestens auf Platz 8 oder höher.
      Und hört auf hier groß auf Verstärkungen im Winter zu hoffen. Welcher Spieler / berater glaubt es ist ne gute Idee zum FC zu gehen in der derzeitigen Situation?

      • Detlef Lodenkämper
        Detlef Lodenkämper says:

        So isses. Beiersdorfer war als HSV-Sportdirektor gut, später, als er Vorstandsvorsitzender war, hat ihm Kühne im Verbund mit der Hamburger Lokalpresse nur Knüppel zwischen die Beine geworfen. Der HSV sah sich damals noch als Bayern-Jäger, wollte in die Champions League. Daher mein Appell: bitte nicht immer nur reflexartig auf Namen reagieren, sondern in Ruhe schauen, was die Leute wirklich geleistet haben.

    • NICK
      NICK says:

      Ok. Wenn wir spekulieren, dann ja mal in beide Richtungen. Vielleicht war es ja so…

      Ein gemeinsamer Bekannter von Peter Stöger und Hans-Joachim Watzke (HJW), rief bei HJW an und sagte „Du für den Peter läufts nicht so gut in Köln – der würde mit dem Schlitten nach Dortmund rodeln…“ Daraufhin sagte HJW „Dann soll er schon mal die Kufen polieren…“

      Es gab ein Treffen bei dem Reinhard Rauball (RR) drei bis vier mal nachfragte „Herr Stöger, kommen Sie denn aus Ihrem Vertrag in Köln auch raus?“ Daraufhin sagte PS „Ja mei, dausendprozentig…“

      Wer weiss das schon…

      Und hört auf uns immer mit Freiburg zu vergleichen.
      Köln – Freiburg:
      3 x deutscher Meister – nie
      4 x Pokalsieger – nie
      1574 Bundesligaspiele – 592
      100.000 Mitglieder – 14.000
      50.000 Stadionkapazität – 24.000
      1 Million Einwohner – 220.000
      Dom – Freiburger Münster
      Rhein – Dreisam…usw

      Hut ab, vor dem was die in Freiburg machen, aber da klaffen immer noch Welten zwischen den realistischen Ansprüchen dieser beiden Vereine.

      • Ottla
        Ottla says:

        @ Michael H

        Wieso? Was in Gottes Namen hat denn Nils Schmadtke dazu qualifiziert, bei einem zum Zeitpunkt seiner Einstellung wirklichen Top-Verein anfangen zu dürfen? Wer hätte ihn denn gleich soweit oben eingestellt? Normal wäre gewesen, dass er einen Weg des Hocharbeitens und Beweisens seiner Qualität über kleinere Vereine geht. Gleich für die Profis eines Erstligisten zu scouten – das war nur möglich dank Vitamin Papi. Jetzt mal ehrlich: wer das nicht einsehen will, der kann doch fast nur aus dem Lager Schmadtke hier posten… etwas anderes würde ein neutraler Beobachter niemals über diese Causa denken. Fakt ist: die größten Fehler werden im Erfolg gemacht, weil man da getragen wird von Euphorie, noch dazu in einem öffentlichen Geschäft wie dem Fussball. Die Protagonisten haben sich daher ein Stück weit für unfehlbar gehalten – wer seinem Sohn aufgrund seiner eigenen Stellung einen wichtigen Posten verpasst, für den es erstmal keine zwingenden Gründe gibt, der hat schon verloren… und er hat ja verloren. das Dilemma sieht man ja jetzt. Noch profitiert der FC von seinen früheren klugen Transfers – und ich halte ja auch die Neuen nicht für schlechte Spieler! Es sind nur die völlig falschen Positionen verstärkt worden. Das ist auch den Neuen gegenüber verantwortungslos, weil die sich viel zu weit hinten anstellen müssen, um überhaupt mal zu spielen…

        • Michael H
          Michael H says:

          „Top-Verein“? „soweit oben eingestellt“?

          Er ist mit Fußball aufgewachsen und hat als stinknormaler Scout begonnen. Vermutlich keine 100k Euro im Jahr verdient.

          Hätte er einen anderen Nachnamen, würde man ihn bei der Erfahrung als Schnäppchen bezeichnet haben.

          Nein, ich kenne ihn nicht persönlich – aber zumindest auf dem Papier war das doch ein sinnvoller Schachzug. Und wie man zeitweise auch aus dem Verein gehört hat, war das Schmadtke Senior überhaupt gar nicht so lieb, sondern sein Sohn wurde eingestellt, weil er einen sehr guten Eindruck gemacht hat.

          Wie immer, immer nur Annahmen ohne jedwede Grundlage. Als ob ein neues Mitglied im Scouting Team Entscheidungen treffen über Transfers treffen könnte…

  2. Dieter Verl
    Dieter Verl says:

    Es wird zu viel geschrieben. Es wird Zeit, dass es wieder ruhig wird. Ich würde dem Vorstand mehr Vertrauen schenken, schließlich kam mit ihnen der Erfolg. Ob Sportdirektor oder Trainer, sie nehmen sich Zeit – dies spricht gegen Schnellschüsse. Unabhängig davon ist Beiersdorfer auch nur Mensch und es ist eher untypisch, dass Menschen immer und immer wieder die gleichen Fehler machen.

    Ich denke, dass der Vorstand in der Causa Heldt naiv war und es wirklich so ablief, wie von ihnen geschildert. Ich denke, dass sie sich glücklich schätzten, mit Heldt eine wichtige Stelle besetzen zu können, da sie Einigkeit mit Heldt hatten und dieser versicherte, aus seinem Vertrag herauszukommen. Im Prinzip tat Toni diese Zuversicht nur im TV kund. Das die Presse seit Wochen so abdreht ist schlimm.

    Ich denke, dass der Misserfolg einen ziemlichen Klos fabriziert hat und Schmadtke und Vorstand analysierten, dass jegliche Entscheidung, die gefällt wird, passen MUSS – sonst käme das Unheil. Nichtsmachen, Trainerwechsel, Winternachkäufe – egal wie – Schmadtke würde am Pranger stehen, wenn es nicht klappt. Grund: die Erwartungshaltung. Die einzige damalige Möglichkeit das Team weiter ruhig arbeiten zu lassen und die Erwartungshaltung etwas herauszunehmen, war Schmadtkes Rückzug.

    Dadurch haben sie durchaus 4 Wochen ruhiges Arbeiten gewonnen, in denen es zwar besser lief, aber nicht entschieden besser. Verzweiflung habe in den Spielergesichtern gesehen. Das Problem wird dann das ständige Spiel zwischen Hoffnung und Erschöpfung. Und hier einen neuen Impuls zu setzen, geht im Prinzip eigentlich nur, indem man eine liebgewonnene Beziehung aufkündigt und tabula rasa macht. Bei der tabula rasa ist es wichtig, dass etwas positives Neues geboren wird. Etwas mit Leuten, die auch Fehler machen dürfen.

    Das ist die Aufgabe, an der sich der Vorstand nun messen lassen werden muss. Die Wahl von Ruthenbeck zeigt, dass sie das mit Bedacht machen.

  3. Hermann
    Hermann says:

    Lasst den Wehrle in Ruhe. Der ist doch an die Front gekommen, wie die Jungfrau zum Kinde. Der welcher für diesen Job eigentlich auserkoren wurde, hat durch seine redselige Unbeholfenheit auf sich Aufmerksam gemacht. Denn man kann es für mein dafürhalten als gesichert ansehen, das nach JS Abgang, der Vize mit sportlicher Erfahrung und eine der Identifikationsfiguren unseres Vereins mit der Aussendarstellung betraut wurde. Grundsätzlich macht das auch Sinn und die Entscheidung halte ich für plausibel und tragfähig, wenn dieser mit eben jener Vernunft ausgestattet wurde, die das Bewusstsein dafür schärft was in der Kommunikation zu transportieren ist und in welcher Situation man den Moment ergreifen sollte seine Zurückhaltung zu pflegen. Das war leider nicht gegeben und so musste Wehrle in die Bresche springen. Ich für meinen Teil möchte nicht das sich unser Geschäftsführer Finanzen frustriert von dannen macht. Man muss mit ihm nicht immer einer Meinung sein, jedoch darf man es als unstrittig ansehen, das diese Position bei uns mit einem Fachmann besetzt ist. Das darf so bleiben.
    Überrascht bin ich von der Darstellung, die in diesem GBK Beitrag als Tatsache geschildert wird, das Spinner sich frühzeitig für eine Trennung von Stöger ausgesprochen hat und Schuhmacher zu einem Verbleib des Trainers tendierte. Das zeigt nicht nur das Schuhmacher über keine besonders hervorzuhebenden Qualitäten im kommunikativen Bereich verfügt, sondern auch das sein sportlicher Sachverstand als rudimentär einzustufen ist. In solch einem Fall ist es Spinner anzurechnen, das er auf Nachfrage des GBK bei der gestrigen Pressekonferenz, ob die Trainerentlassung zu diesem Zeitpunkt nicht zu spät sei, kurz angebunden war.

    • Michael H
      Michael H says:

      Gibt es denn wirklich Menschen, die glauben, dass Schumacher Ahnung vom modernen Fußball hat? Man höre sich nur mal seine fußballbezogenen Kommentare der letzten Jahre an…

      Schumacher & Stöger waren das Dreamteam für die kölsche Seele. Beide haben dem Verein im letzten halben Jahr massiv geschadet. Der eine ist weg – der andere hoffentlich spätestens ab der nächsten JHV.

      • Hermann
        Hermann says:

        Ich fürchte die gibt es. Wenn man in letzter Zeit die meisten Kommentare hier liest, wird eine Wirklichkeit gezeichnet zu der mein Verstand keinen Zugang findet.
        Deinem zweiten Teil des Kommentars kann ich mich vorbehaltlos anschliessen. Aber was wissen wir schon die seit langem davon reden. Vielleicht findet sich ja wieder jemand der einem nahe legt, den Verein zu wechseln. Mittlerweile vermisse ich das fast schon.

  4. NICK
    NICK says:

    Sorry, aber was soll das bitte für eine Zeitverschwendung sein. Gut der Ersteller der Petition hat ja auch nicht zu viel Zeit dafür aufgewendet…aber eine Petition sollte erstens an einen Entscheidungsträger gerichtet sein und dann sollte sie wenigstens den Hauch einer Chance auf Erfolg haben. Diese Petition ist das Lächerlichste das ich seit Langen gesehen habe. PS würde doch von sich aus gar nicht mehr wieder kommen…gewinnt Ruthenbeck zwei Spiele bereut jeder seine „Unterschrift“…

    Wir hatten schon mal einen „Messias“ – Habt ihr nix daraus gelernt???

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