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Seit Freitag war alles klar: So lief das Stöger-Aus

Seit Freitag war alles klar - So lief das Stöger-Aus

Alexander Wehrle deutete es bereits vor dem Spiel gegen den FC Schalke 04 an: Es gebe „neue Komponenten“ außer der sportlichen Situation, die über die Trainerfrage beim 1. FC Köln entscheiden würden. Doch da war sie bereits getroffen worden: die Entscheidung, sich von Peter Stöger zu trennen.

Köln – Wann es genau begann, wann die ersten Risse auftraten, lässt sich kaum mehr sagen. Genauso lässt sich inzwischen kaum mehr beurteilen, wer von den Verantwortlichen in den letzten Tagen die Wahrheit sagte und wer nicht. Gesagt wurde jedenfalls eine ganze Menge. Inoffiziell und offiziell. Am Ende dürfte die Chronik der Trennung ungefähr so ausgesehen haben.

Der Stöger-Abschied beginnt gegen Hertha

Am Sonntag, den 26. November, treten die FC-Bosse nach dem 0:2 gegen Hertha BSC zur Krisensitzung an. Sie sind sich nicht einig, Peter Stöger erhält die Ein-Spiel-Jobgarantie bis zum Duell gegen Schalke. Am Montag verkünden die FC-Bosse den Eiertanz um den Trainerposten, ihnen fehlt aber noch immer eine Alternative für den Fall, dass es gegen Schalke schief läuft. Am Mittwoch kontaktiert Sportdirektor Jörg Jakobs den U19-Trainer Stefan Ruthenbeck und fragt ihn, ob dieser bereit wäre, als Interimscoach bis zur Winterpause einzuspringen. Ruthenbeck gibt sein Okay.

Am Donnerstagmittag trifft sich Stöger zunächst mit Alexander Wehrle. Der Trainer teilt dem Geschäftsführer mit, dass er auf der darauf folgenden Pressekonferenz mit deutlichen Worten eine Entscheidung in der Trainerfrage fordern wird. Dies geschieht um 13 Uhr: Stöger fordert Klarheit und wirft dem Präsidium vor, ihn hinzuhalten. Noch am gleichen Abend setzen sich die FC-Bosse noch einmal zusammen, auch Stöger ist dabei. Es reift die Idee, sich nach dem Schalke-Spiel zu trennen. Der Vorstand ist sauer aufgrund der öffentlichen Kritik, Stöger sieht sich in seinen Worten bestätigt. Am Freitag setzen sich der Österreicher, Geschäftsführer Wehrle und das Präsidium erneut zusammen. Die Auflösungsverträge werden vorbereitet, aber noch nicht unterschrieben. Dennoch ist klar: Nach dem Schalke-Spiel ist Schluss.

Ruthenbeck verplappert sich

Am Samstag vor dem Spiel legen Wehrle und Stöger schauspielerische Glanzleistungen hin, erklären lediglich, dass nach dem Spiel gegen Schalke eine Entscheidung her muss. Bis dahin ist aber längst durchgesickert, dass es zur Trennung kommen wird. Denn: Ruthenbeck hat sich verplappert. Der U19-Coach klärt am Samstagmittag bereits seine Mannschaft auf, kündigt an, bis zur Winterpause die Profis zu übernehmen. Auf Schalke endet derweil die Partie 2:2, Stöger teilt noch auf dem Platz den Spielern seine Entscheidung mit, per SMS werden die verletzten Spieler zeitgleich informiert. Anschließend kommt es zu den emotionalen Szenen vor der Fankurve der Geissböcke.

57 Kommentare
  1. Hermann says:

    Den handelnden Personen beim FC ist es tatsächlich gelungen niemandem gerecht zu werden. Weder denen die Stögers Demission kategorisch abgelehnt haben, noch denen welche diese frühzeitig gefordert haben. So verbinden sich diese zwei eigentlich entgegengesetzten Strömungen, zu einer gegen den Vorstand. Das ist halt der Unterschied zwischen einem Vorstand bei einem Konzern und einem Vorstand bei einem Fussballverein. Als Konzernvorstand ist man den Aktionären verpflichtet, als Vereinsvorstand den Mitgliedern. Während den Aktionären die nackten Zahlen genügen, sieht das bei Vereinsmitgliedern, wie wir jetzt erleben dürfen, gänzlich anders aus.

    • Robert H. says:

      Stimme zu. Man muss dem Vorstand mildernd zugute halten, dass er genau diese gegensätzlichen Strömungen gesehen hat. Und das der einzige Grund für die Hängepartie war.
      Was wir lernen ist, dass beim FC, eben nicht „anders“ als bei fast allen Vereinen Einigkeit und Vertrauen zwischen Vorstand und Mitgliedern nur zu Zeiten des Erfolgs herrscht.

      • Ali Perez says:

        Die Halbwertszeit der negativen Gefühlslage bei vielen Fans verkürzt sich meist, wenn Entscheidungen zu neuen sportlichen Erfolg führen.
        Gefährlich für den Vorstand wird es nur, wenn sich weiter kein sportlicher Erfolg einstellt. Ich bin froh, dass man Stögers Wunsch nach einem Rauswurf nachgekommen ist. Der Vorstand hatte nach der PK vor dem Spiel gegen Schalke gar keine andere Wahl. Genau genommen hat Stöger gegen die Werte verstoßen, dessen Abhandenkommen er in seiner Kritik angeprangert hat.

        • ossi72 says:

          Gegen welchen Wert hat PS denn verstoßen???
          Aus Lojalität zur Mannschaft hat er darauf verzichtet die österreichische Nationalmannschaft zu trainieren.
          Einträglicher Job mit guter Perspektive.
          Jetzt sitzt er zwischen allen Stühlen, weil der Vorstand eine Taktik verfolgte, die sehr fragwürdig war und ist.
          Daß PS irgendwann die Reißleine ziehen musste, passt zu seinem tadellosen Charakter.
          Er wollte sich nicht zum Deppen des Vereins auf Dauer degradieren lassen.
          Der Verein ist nun wieder da angekommen, wo er vor 5 Jahren war. Ein Karnevalsverein über den die ganze Republik den Kopf schüttelt bzw. lacht.
          Was in 4 Jahren afgebaut wurde ist in 3 Monaten demontiert worden. Das muß man erst mal fertig bekommen.

          • Ali Perez says:

            Er ist mit seinem Anliegen an die Öffentlichkeit gegangen und hat damit genau gegen die von ihm angesprochenen Werte wie Vertrauen und Respekt verstoßen. Er war in Kenntnis gesetzt, dass man nach einem neuen Trainer Ausschau hält; er musste es nicht über die Presse erfahren. Das finde ich sehr anständig. Und er selbst wählt dann den Weg über die Medien, um den Vorstand unter Druck zu setzen. Er, der die Situation bis zum Schluss ausgesessen hat. Und alles unter dem Vorwand der Verantwortung. Stöger ist kein Opfer.

            Vor 5 Jahren waren wir pleite; jetzt sind wir immer noch voll handlungsfähig. Mit ein paar richtigen Entscheidungen ist der Verein rasch wieder auf Kurs zu bringen. Der Vergleich zur Overath-Ära ist Stuss.
            Deswegen lehne ich den Fatalismus, den Bildzeitung und Express exerzieren auch ab.
            Wenn man unten steht hat man alles falsch gemacht und wenn man oben steht alles richtig. Sorry, aber das ist ein bisschen kurz gesprungen.

          • Michael H says:

            Stöger braucht eine längere Pause zur Erholung und ist doch nun wirklich in keiner Verfassung, schon wieder in ein paar Wochen oder Monaten vor eine Mannschaft zu treten.

            Und was an seinem Charakter tadellos sein soll, erschließt sich mir auch nicht. Selten so einen Heuchler kennengelernt.

  2. Paul Paul says:

    Das eherne Gesetz der Branche ist die Panik vor dem Abstieg. Dabei zeigt sich immer wieder, dass man ein solches Jahr gut nutzen kann, um eine neue Mannschaft aufzubauen. Köln hat in den letzten 2 Jahren viele Fehler gemacht, und wenn sie mit Peter Stöger aus diesen Fehlern gelernt hätten, dann wären wir im Sommer 2019 mit einer Mannschaft aufgestiegen, die langfristig oben mitspielen kann, wie seinerzeit Mönchengladbach. Diese Chance ist versenkt, und jetzt geht wieder das alte Elend los. Versagt haben der Düsseldorfer und der Vorstand, Peter Stöger hat nur den Fehler gemacht, zu viele Fehlentschiedungen akzeptiert zu haben, ohne mit seinem Rücktritt zu drohen. Den Preis für diese Nachgiebigkeit muss er jetzt bezahlen, indem er Trainer von Dortmund wird!

    • NICK says:

      Aha…wann ist Gladbach denn zuletzt abgestiegen und hat dann nach dem Wiederaufstieg langfristig oben mitgespielt?

      Gladbach ist durch einen Trainerwechsel (Favre) von dem die Mannschaft heute noch profitiert, auf dem letzten Drücker (Relegation) gerettet worden und hat dann die richtigen Schritte nach Oben gemacht. Was hier aber den grundliegenden Ausschlag gab, war ein Trainerwechsel.

  3. OlliW says:

    FC…spürbar schrecklich!
    Alles schwindet dahin! Vielleicht liegt es einfach an der Luft hier…
    Es wird spätestens jetzt klar und lange nachhallen: Die angenehme Ruhe, die relativ kontinuierliche Stabilität, der Respekt von außen und der viel beschworene Teamgeist waren maßgeblich der Arbeit und der Art des Trainerteams um Stöger geschuldet. Als der sportliche Erfolg mit Beginn der neuen Saison schwand, den Stöger wenn so nur teilweise zu verschulden hat, brach alles auf und auseinander. Spieler, die einhellig in tiefer Dankbarkeit ihren Trainer verabschieden – wo und wann gab es das je? Jetzt bröckelt alles dahin.
    Welcher Spieler will jetzt im Januar zum FC um das Nicht-Abstiegswunder mitzumachen?! Wer soll diese Leute an Bord holen? Wir werden halbgare Lösungsversuche sehen, keine Konzepte aus einem Guss und jedes halbe Jahr einen neuen Trainer.

    Welcome back, good old FC!

    • Ali Perez says:

      Bei Misserfolg steht immer alles in Frage; sogar in Freibug.
      Unser aktueller Misserfolg ist historisch. Ein Fest für Ulrich Bauer und Co..
      Und was noch nicht kaputt ist, wird kaputt geschrieben. Da müssen wir jetzt durch. Ein Metzelder, der sich vielleicht 5 Minuten Gedanken über den Effzeh gemacht hat, schwafelt am Samstag bei Sky vom Chaosclub Köln; nur weil Ruthenbeck sich verplappert hatte und die halbe Republik inklusive einiger FC-Fans labern das nach. Da muss man cool bleiben, sonst könnte man ja nur noch mit dem Knüppel rumrennen.
      Das einzige Rezept dagegen ist Erfolg.
      Erfolg = seriös.
      Wenn man Erfolg hat und in der Spur liegt, ist alles super.
      Alle machen alles richtig und selbst wenn Siege glücklich zu Stande gekommen sind, nennt man das einfach nur Effektivität.
      Man macht Euch frei von diesem Stuss.
      Platz 18 ist nun mal dafür da, dass den eine Mannschaft belegt und diesmal haben wir die A-Karte.
      Der Sport-GF ist abgehauen und der Trainer entlassen; nichtsdestotrotz wird es weitergehen. Und tut es ja auch.
      Jeder Spieler, der woanders nicht zum Zuge kommt und spielen will, wird zum Effzeh wechseln. Wir stehen doch jetzt nicht unter Quarantäne!

        • Ali Perez says:

          Ich habe keine spezielle; ich habe schlichtweg eine andere Meinung als sie. Und nur weil viele der Meinung dieses FC-Anhängers sind, macht das seine Darstellungen für mich nicht richtiger. Schon der Ansatz, alles positive, was den Verein die letzten 4,5 Jahre ausgemacht hat, auf Peter Stöger zu reduzieren, kann ich nicht teilen. …weil es einfach nicht stimmt.
          Dieses Peter Stöger hat nichts falsch gemacht, hat sich geopfert, war immer loyal, kann nichts dafür,…; sorry, da muss ich mich schon fragen, welche Spiele dieser FC-Anhänger und sie sich die letzten 12 Monate angeguckt haben. Ich liege mit meiner Meinung sicher auch nicht immer richtig. Aber bei mir kommt immer der Verein zuerst und das ist nun mal ein Proficlub, der Leistungssport betreibt. Bei euch scheint sich da etwas zu Gunsten Peter Stögers verschoben zu haben.

          • Detlef Lodenkämper says:

            Ali, Sie haben meine volle Unterstützung. Dass Peter Stöger noch am letzten Freitag FC-Trainer war, ist doch niemand, der die Fahne des Leistungssports hochhält, noch zu vermitteln. Falls wir im Mai 2018 in die Zweite Liga absteigen, dann auch deshalb, weil Peter Stöger zu spät entlassen wurde.

          • Hermann says:

            Gerne würde ich mich dieser Diskussion anschliessen, allerdings kann ich nichts Sachdienliches dazu beitragen, was Ali nicht bereits geschrieben hat. Seiner Meinung muss ich mich anschliessen. Was ich momentan sehe sind FC Fans mit denen ihre Sentimentalität durchgeht. „Ich mochte Stöger, der ist jetzt weg = Scheiss FC, ich trete aus.“ Es ist geradezu kindisch seine emotionale Verbundenheit mit unserem Club an einer Personalie festzumachen.

          • NICK says:

            Ich bin Fan und Mitglied vom ersten Fußballclub Köln.

            Wer jetzt seine Mitgliedschaft kündigt, kann ja den ersten Peter Stöger-Fanclub gründen und ihm je nach dem, was die Zukunft bringt in Leverkusen oder am Niederrhein zujubeln.

            Man sollte die Situation so akzeptieren wie sie jetzt ist und alles dafür tun, damit ein Neustart gelingt. Was sicher nicht hilft ist Jammern & Meckern.

          • Hermann says:

            Du, ich, wir alle sind der FC. Wenn man alt genug wird sieht man viele handelnde Personen kommen und gehen. Wen man nicht kommen und gehen sieht, wer immer da ist sind wir. Der FC ist nicht der Personenkult um jemanden der uns 4 Jahre bei unseren lebenslangen Weg mit diesem Club begleitet hat.

          • ossi72 says:

            Es geht hier nicht darum dem PS ein Denkmal zu setzen.
            Aber eines ist auch klar, die rot-weiße Brille aufzusetzen und die Devise zu verkünden, egal wie, „Hauptsache weiter so“ ist m. E. schon sehr grenzwertig.
            Da können einige hier noch so auf PS verbal einschlagen, Fakt ist, daß jegliche Moral den Bach hinunter gelaufen ist.
            Ma muß nur einemal die rot-weiße Brille absetzen und ohne Vorurteil die diversen Artikel in verschiedenen, recht seriösen Zeitungen lesen.
            Aber das scheint bei einigen FC-Fans überhaupt keine Rolle zu spielen.
            Menschlichkeit und Moral gibt es im Profifussball schon lange nicht mehr. Wie auch, wenn man mit Millionen nur so rum schmeißt.
            Das Fussballvolk schreit dann immer noch brav Hurra- wir sind wieder da und singen das Vereinslied.
            Mein Gott, was ist das für ein jämmerliches Schauspiel.
            Ich habe endlich kapiert, daß Profifussball in den oberen Rängen für mich keine Bedeutung mehr hat.
            Kein Cent mehr für diese miese Art mit Menschen umzugehen, nur des fragwürdigen Erfolges wegen.
            Nun können einige gerne wieder auf mich verbal rumhacken. Macht nichts, kann es gut ignorieren.

  4. klaus werner says:

    eine schande wie stöger behandelt wurde. ein mann, dem der fc soviel zu verdanken hat. sicher sind wir auf dem letzten platz aber das ist auch dem verletzungspech und äussert fragwürdigen schiedsrichter-entscheidungen zu verdanken.
    ruthenbeck ist ein gescheiterter trainer aus der liga 2.
    beiersdorfer? um gottes willen!
    vorstand ihr seid unfähig.

    • Mike says:

      Herrn Stöger jetzt als Opfer darzustellen und hochzuschreiben (auch seitens der Medien) geht wohl über die Realität hinaus. Den sportlichen Niedergang ausschließlich an der Verletztenmisere und Schiedsrichterentscheidungen festzumachen, ist der Anfang einer Legendenbildung. Oder gibt es hier jemanden, der mit allen personellen und taktischen Entscheidung von PS in den letzten 6 Monaten einverstanden war – wenn ja, sollte er seine eigenen Kommentare in diesem Zeitraum nochmals nachlesen.
      Dass die Trennung von Herrn Stöger menschlich bedauerlich ist, dass die Mannschaft ein ausgesprochenes Vertrauensverhältnis zum Trainer hatte und dass der 1.FC Köln nach sehr, sehr langer Zeit wieder bessere Tage erlebte, ist bzw. bleibt unbestritten und wird Herrn Stöger zu Recht einen Platz in der FC-Geschichte sichern. Demgegenüber stehen nach 14 Spieltagen 11 Niederlagen und 3 Punkte. Jeder andere Trainer wäre in der Vergangenheit viel früher entlassen worden. Das dies nicht geschah, lag nicht zuletzt an der herausragenden Persönlichkeit von Herrn Stöger, aber dies kann nicht ausreichen, um sehenden Auges in die 2.BL zu gehen. Den Glauben zu nähren, mit Herrn Stöger in die 2.BL gehen zu können, um dann direkt wieder aufzusteigen und die Erfolgsgeschichte erneut zu schreiben, entbehrt jeder Grundlage, kann durch nichts bewiesen werden und enthält so viele Unwägbarkeiten, dass es geradezu unverantwortlich ist, dies weiter zu verfolgen – das wäre eine Schande.
      Der Verein steht an erster Stelle und dafür sind auch schmerzliche Entscheidungen absolut notwendig!

  5. Rainer Schwinn says:

    Ein Kommentar aus meiner Tageszeitung (Großraum Frankfurt/Main), dem nicht hinzuzufügen ist:
    „Feigheit, Verrat und Missmanagement – es sind diese vor einem halben Jahr nicht für möglich gehaltenen Komponenten, die den FC in diesen Wochen prägen und zu einem unwürdigen Schauspiel samt öffentlicher Demontage des stets loyalen Stöger geführt haben, der eigentlich ein Denkmal verdienst hätte. Wegen seines Erfolges – und aufgrund seiner stets einwandfreien Haltung. Der tapfere Trainer hätte es sich wie einige andere auch einfach machen können und zurücktreten können, doch die Drückeberger-Rolle überließ er anderen und blieb – und zwar nicht, weil er an seinem Posten klebte, sondern weil er um seine Verantwortung für den Club angesichts der chaotischen Verhältnisse um ihn herum wusste. Selbst in der schlimmsten Krise stellte er den Verein über das eigene Befinden und stand deshalb nicht als österreichischer Nationaltrainer zur Verfügung. Das hat Stil, das hat Klasse und zeugt von einem tadellosen Charakter des Trainers, der die Kölner Seele verstanden hat und eine Fortsetzung der quälenden Leidenszeit nicht verdient gehabt hätte.“
    Ich kann nur als jahrzehntelanger FC-Anhänger sagen: Schade FC, das es den Verantwortlichen zumindest an einem Hauch des Niveaus, über das Peter Stöger verfügt, gänzlich fehlt.
    An Peter Stöger gerichtet: DANKE, Du hattest dem FC (und seinem Umfeld) gut getan. Von Herzen schade, dass es nun vorbei ist. Die Sympathie gehört ganz alleine Peter Stöger.

  6. Karl Heinz Lenz says:

    Lieber Rainer, den von Ihnen zitierten Artikel habe ich heute Morgen auch gelesen (ich wohne auch in Rhein-Main) – und danach den Kopf geschüttelt.
    Vielleicht interessiert Sie das, was in der Süddeutschen Zeitung stand. Dort stand vor einigen Tagen zurecht, der FC würde, was Peter Stöger angeht, in einer „Sympathie-Falle“ stecken. Das heißt: Wir alle lieben ihn, den authentischen und charmanten Wiener mit dem großen Herz für den FC und die Stadt Köln – und vergeben bei all diesen Emotionen uns der Möglichkeit, sachlich hinzugucken und zu überlegen, wie das Schiff noch einen sicheren Hafen erreichen kann. Lieber mit Peter untergehen als sich die Finger schmutzig machen! Ich bin sicher, dass es so auch heute Morgen in vielen Zeitungen kommentiert werden wird: Der FC behauptet, spürbar anders zu sein und ist nun doch so weit herabgesunken, den (angeblich) grausamen und ungerechten „Mechanismus“ in Gang zu setzen.
    In Wirklichkeit ist es doch so gewesen, dass trotz des beispiellosen sportlichen Niedergangs es seitens der Vereinsführung in der Öffentlichkeit nie eine Kritik oder ein böses Wort gegenüber Peter Stöger gab. Ich jedenfalls erinnere mich daran nicht. Umgekehrt aber redete Peter Stöger vor wenigen Tagen vor großem Publikum davon, dass seitens der FC-Führung die menschlichen Werte von Vertrauen, Respekt und Verantwortung aufgegeben worden seien. Ich erinnere mich nicht daran, dass irgendein Bundesliga-Trainer sich schon einmal gegenüber seinem Verein und seiner Vereinsführung derartig krass geäußert hätte. Menschliche Größe hätte daran bestanden, wenn Peter Stöger in dieser schwierigen Situation die Verantwortung für seine eigene Arbeit und seine eigenen Fehler übernommen hätte. Hat er aber nicht! Die Bosse waren schuld! Das nennt man heute Populismus.
    Ich habe in diesem Forum schon mehrfach davon geschrieben, dass Peter Stöger viel Gutes für den FC getan hat und das dies in Erinnerung bleiben wird. Die Art und Weise seines Abgangs fand ich aber nicht in Ordnung.
    Und noch eine Zeitung: Frank Lußem schrieb heute einen ausführlichen Hintergrund-Artikel im Kicker. Auch darin wurde die FC-Führung kritisiert, aber auch das Heiligenbildchen von Peter Stöger, dem guten Mann vom Geißbockheim, gerade gerückt.

  7. Detlef Lodenkämper says:

    Ich finde, es sind jetzt genug Krokodilstränen vergossen worden. Schauen wir nach vorn, Donnerstag in Belgrad, Sonntag hier gegen Freiburg. Drücken wir der Mannschaft und ihrem neuen Coach die Daumen. Alles andere ist Schnee von gestern.

  8. Elke L. says:

    Bei all den Verdiensten unseres bisherigen Trainerteams und meiner Symphatie für Peter Stöger und Manni Schmid….es bleibt dabei, wir der „große“ FC sind dabei die schlechteste Bundesligasaison aller Zeiten einzufahren (der jetzige Präsident von Tasmania möchte allerdings diesen alten „Rekord“ in seinen Reihen behalten, habe ich am WE in einem Bericht gesehen). – Wenn die Mannschaft unter unserem Pitter weiterhin keine Siege eingefahren hätte oder nur hier und da mal, oder ab und zu mal ein Unentschieden….das hätte dann doch nur dazu geführt seinen Ruf ganz kaputt zu machen. Denn im Gegensatz dazu hat Freiburg meist den Kampf gegen den Abstieg in den letzten Buli Spielen verloren und nicht die komplette Runde in den Sand gesetzt.
    Und bei aller Symphatie für ihn muss ich auch sagen, dass er nicht fehlerlos war und manchmal sehr lange an alten vertrauten Spielern fest gehalten hat, obwohl die entsprechende Leistung von denen fehlte. Es ist ja schön und gut, wenn der Trainer nicht ständig wechselt, sobald mal einer einen schlechten Tag hatte, aber bei uns ist es m.E. in die andere Richtung übertrieben worden.
    Die oft so gelobte gute Atmosphäre innerhalb der Truppe inc. Trainerteam ist ja schön und gut, dennoch tut manchmal ein wenig mehr Reibung gut. Es ist genauso wie bei der Kindererziehung, manchmal muss man auch mal einschreiten, wenn es nicht läuft. Nur mit einem Kuschelkurs erreicht man da nichts. Eine gute Balance ist hier wichtig.
    Allerdings hat nicht nur er Fehler gemacht, sondern gerade von unserem Präsidenten hätte ich da mehr erwartet; nicht nur Alex Wehrle immer in den Vordergrund schieben, sondern auch mal selbst präsent sein, gerade wenn es auch nicht läuft. Inzwischen habe ich schwer den Eindruck, dass Werner Spinner das ausgesessen hat. Früher haben sie sich gegenseitig auf die Schulter geklopft….aber wie gut eine Führung ist, erweist sich immer erst in einer Krise und gerade dann sollte man die Kommunikation nicht abbrechen lassen – hat man aber anscheinend. – Alex W. wurde wohl immer vorgeschickt und das geht gar nicht und es ist nicht das erste Mal, dass ich so etwas erlebe (beruflich bedingt) und es ist immer kontraproduktiv.

  9. klaus werner says:

    ein sieg gegen freiburg ist pflicht und wir alle halten die daumen. was ich nicht verstehe dass ruthenbeck ( als trainer in der 2. liga jämmerlich gescheitert ) ernsthaft als interims-trainer herhalten soll. und beiersdorf ernsthaft in erwägung zu ziehen? um gotteswillen.
    dieser vorstand stolpert orientierungslos von einem fehler zum nächsten.
    wie man den besten fc-trainer peter stöger behandelt hat ist eine schande.
    er hat bis zum ende treu und loyal seine pflicht erfüllt. für die fehlentscheidungen der schiedsrichter und die unglaublich vielen verletzten und die fehleinkäufe des düsseldorfers kann er wirklich nichts. schande über diesen vorstand!

  10. NICK says:

    Dafür musst Du Dich nicht entschuldigen, aber belege doch mal Deine Thesen / Phrasen…

    – Warum ist Ruthenbeck denn ein „gescheiterter Zweitliga-Trainer“? Ist Stöger jetzt auch ein „gescheiterter Erstligatrainer“?
    – Warum soll man über Beiersdorfer nicht nachdenken. Er hat Erfahrung und ist auf dem Markt. Ich würde ihn mir auch nicht wünschen, aber warum soll er nicht mit auf einer Liste stehen?
    – Der Vorstand hat sicherlich keine gute Figur in der öffentlichen Darstellung gemacht, aber ob er im Hintergrund tatsächlich so orientierungslos ist – werden wir in Kürze wissen, wenn der neue Geschäftsführer Sport und ggf. ein neuer Trainer vorgstellt werden. Ich bin da zuversichtlich.
    – Der „beste FC-Trainer“ hat 3 Punkte nach 14 Spielen eingefahren. Man hat ihm ewig viel Zeit gegeben und ebenso treu an ihm festgehalten.
    – nur weil PS treu & loyal war kann man nicht ewig an ihm fest halten. Er war neben treu & loyal aber eben auch extrem erfolglos
    – „Schande über diesen Vorstand“ – Warum???

    Ich habe schon oft geschrieben, dass ich auch der Meinung bin, dass alle unsere Verantwortlichen inklusive Vorstand, mit dem Erfolg leicht abgehoben waren. Jetzt dürften aber alle auf dem Boden der Tatsachen angekommen sein. Ich traue diesem Vorstand schon zu, dass er es wieder schafft, die beiden nun offenen Position wieder stark zu besetzten und denke auch man hat daraus gelernt, dass man dann trotzdem den handelnden Personen ein bisschen mehr auf die Finger schauen muss.

    Man kann als Fan auf seinen am Boden liegenden Club natürlich selbst noch immer weiter mit drauf treten ODER MAN STEHT JETZT ZUSAMMEN WIEDER AUF.

  11. klaus werner says:

    lieber nick-schande über diesen vorstand-warum fragst du. weil dieser vorstand in unehrenhafterweise unseren peter stöger entlassen hat.einen mann,der alles für unseren fc gegeben hat bis zuletzt. er hatte einen ruf zum nationaltrainer österreichs. hat aber seine pflicht beim fc erfüllt. sind denn seine erfolge alle schon vergessen? peter stöger hat mit den unfähigen einkäufen des düsseldorfers arbeiten müssen-mit den fehlentscheidungen der schiedsrichter und einem unglaublichen verletztenpech. bis zum ende hat er gekämpft. wer kann es wagen diesen supertrainer zu kritisieren? schande über diesen vorstand!

    • Hermann says:

      Da weiss man garnicht was man mit Deiner naiven Rührseligkeit anfangen soll Klaus. Bestenfalls finde ich das süss, schlimmstenfalls ringt es mir Mitleid ab.
      Bin noch in der Entscheidungsfindung. Fast habe ich mich provoziert gefühlt Deinen Argumenten entgegenzutreten, mit Erklärungen die hier bereits zuhauf ausgeführt wurden, habe mich jedoch dagegen entschieden, aus Mangel an Zuversicht das diese fruchten. Insofern sei Dir meines Beileids gewiss, das Du Dein Dasein jetzt ohne Deinen Supertrainer fristen musst. Kopf hoch!

    • Michael H says:

      „supertrainer“? „unseren peter stöger“? Also „mein“ Peter Stöger war er nie. Ich bin froh, dass er weg ist und bin nie mit ihm warm geworden. Dennoch akzeptiere ich, dass er mit seiner Schlafmitteltaktik adäquate Ergebnisse und in der letzten Saison mit viel Glück mehr als das eingefahren hat. Aber „mein“ Peter Stöger? Nö.

      Ansonsten kann man sich die Kommentare in den letzten Wochen hier mal anschauen und wird merken, dass Stöger spätestens seit dem Sommer keinen Zugang zu der Mannschaft mehr bekommen hat und sich dies zunehmend in der Leistung der Mannschaft sowie in Stögers Aktionen, Kommentaren und Mimik wiedergespiegelt hat.

  12. NICK says:

    Ok. Je mehr ich drüber nach denke…Du hast recht. SCHANDE ÜBER DIESEN VORSTAND!!!

    – Sie haben den FC nachdem Abgang von Overath vor der Insolvenz gerettet
    – Sie haben einen Finanzgeschäftsführer verpflichtet, der innerhalb eines überschaubaren Zeitraums den Verein entschuldet
    – Sie haben einen Trainer verpflichtet, der am längsten aller Trainer beim Effzeh war, der Negativ-Rekord um Negativrekord beendet hat und am Ende sind alle nach 25 Jahren in Europa gelandet
    – Sie haben einen Sportgeschäftsführer verpflichtet der den Kaderwert innerhalb von drei Jahren verdreifacht hat
    – Sie haben die Mitgliederzahl auf 100.000 fast verdoppelt und ruhig war es die letzten Jahre meist auch, jetzt schmeißen sie noch nach 14 Saisonspielen – 0 Siegen und 11 Niederlagen und dem schlechtesten Bundesligastart aller Zeiten den Trainer raus, um noch irgendwie die Liga zu halten…Schande! Schande! Schande!

    • Robert H. says:

      Jetzt komm schon, Nick: Polemik ist nicht so deins.
      Wir wissen ja alle, dass der jetzige Vorstand gut gearbeitet hat und viel erreicht hat. Und dass er jetzt in der Krise aber auch Fehler gemacht hat.
      Und dass er gegenüber einen großen Teil der Mitglieder, denen er verpflichtet ist nun halt auch einen schweren Stand hat.

      Wenn du aber schreibst, dass Stöger neben seiner Loyalität „extrem erfolglos“ war, so ist das in der Gesamtschau schlicht objektiv falsch.

  13. Robert H. says:

    Nick, Ali, Hermann: unterschätzt nicht die Gefühlslage eines Großteils der Fans, womöglich sogar der Mehrheit. Das ist nicht einfach nur eine Trainerentlassung, Mund abputzen, weiter.
    Diese Trennung trifft die Mannschaft, die sich noch immer Stöger verpflichtet fühlt (!!) und viele der Fans ins Mark. Wenn ihr jetzt von „weinselig“ „errichtet doch ein Stöger-Denkmal“ oder „gründet doch einen Stöger-Fanclub“ usw. sprecht, so ist das großkotzig und beschleunigt nur die jetzt auf jeden Fall drohende Spaltung des Vereins und der Anhängerschaft.
    Also ruhig mal ab und zu überlegen, was man sagt, oder halt mal die Fr… halten.

    Ich wiederhole mich: das ganze ist eine Frage, ob man Größe hat oder Stärke zeigt. Dass Stöger noch am 2.11. also in schon schwieriger Lage den Posten als Nationaltrainer für uns abgelehnt hat – das ist Größe. Stärke ist es, ihm jetzt, 4 Woche später zu sagen: „Tja, Stögsi, selber schuld. Hättste mal… “ Größe ist es, wenn Freiburg mit uns zusammen absteigt – MIT Streich! Vermeintliche Stärke ist es, dazu nur zu sagen: „Wenn die so blöd sind…“

    Versteht ihr? Größe SCHEISST auf Erfolg oder Misserfolg. DAS ist die Gefühlslage eines großen Teils der Fans hier, und das sollten alle, die das verächtlich machen wollen vorher bedenken.

    Und weder das eine noch das andere, sondern grotesk armselig war es, Stöger den Rücktritt nahe zu legen, wie einige hier, auch du, Nick, es geschrieben haben. Ist so, als ob die Alte kommt und sagt: „Ich will mich von dir trennen, aber sei so gut und reiche die Scheidung ein, das ist für mich finanziell günstiger“… Eine ordentliche Abfindung ist das mindeste, was der Verein Stöger geben kann und hoffentlich ohne Wenn und Aber.

    • NICK says:

      Sobald der Effzeh zwei Spiele gewonnen hat, kräht niemand mehr nach Peter Stöger. Das könnte schon nach Freiburg der Fall sein.

      Zur Rückrunde heuert der heilige Peter dann in Dortmund an und dann gucken aber einige Leute aber richtig dumm aus der Wäsche.

      Es ist „nur“ ein Trainer, eine Person. Niemand ist grösser als der Verein. Ich danke Peter Stöger ja für alles – er ist mit Hennes Weisweiler mit Sicherheit einer der erfolgreichsten Trainer, die wir je hatten. Auch wenn die Erfolge im Ergebnis nicht zu vergleichen sind. Aber jetzt ist diese erfolgreiche Zeit eben vorbei und wir müssen in die Zukunft schreiten und nicht die Vergangenheit zurück beschwören.

      • Robert H. says:

        Da magst du Recht haben, Nick. Aber was, wenn es eben keine 2 Siege gibt? Oder auch nur eine weitere Niederlagenserie danach?
        Oder wenn überhaupt die Ruthenbeck-Nachfolge nicht zündet?
        Dann „krähen“ aber sehr viele wieder nach den alten Verhältnissen und den verpassten Chancen.

        Die „Neuanfang“-Vertrete unter uns verdammen die Mannschaft, den neuen Trainer, überhaupt alle zum Erfolg. Und so stehen wieder einmal nur Endspiele an. Mal sehen, wie weit man den Druck noch erhöhen kann. Zur Ruhe kommen sieht für mich anders aus.

        Mit der Bezeichnung „heiliger Peter“ gießt du übrigens nur wieder unnötig Öl ins Feuer. Ob Stöger sich das Haifischbecken Dortmund antut wage ich mal zu bezweifeln.

        Wie gesagt, es kann gut gehen. Wenn nicht, dann gucken hier ganz andere „dumm aus der Wäsche“.

        • NICK says:

          Das wird die Zeit ja zeigen. Nur das spekulieren „jetzt wird alles noch schlimmer“ und Hinterhertrauern bringt doch nix.

          Nach vorne gucken. Für mich gehts Morgen früh auf nach Belgrad und ich bin froh, dass ich diese Reise nicht mit Stöger antreten muss. Für mich ist der Trainerwechsel ein positives Signal, mit der Hoffnung auf einen besseren und erfolgreicheren Spielstil der Mannschaft. Ich sehe der Sache positiv entgegen.

        • Hermann says:

          Ja aber Robert das wäre doch im umgekehrten Fall ebenso gewesen. Die Argumente die Du jetzt gegen den Neuanfang mit neuem Personal bemühst, würden auch zünden wenn alles beim alten geblieben wäre und wir nicht in die Erfolgsspur (wobei dieser Begriff fast zu hoch angesetzt ist) zurückkehren.
          Tatsächlich hatte Spinner bei der Entlassungskonferenz recht; „Entscheidungen kann man nur zu dem Zeitpunkt bewerten, in dem sie getroffen werden“ Natürlich bekommen diese Entscheidungen dann durch die Ergebnisse ihren akkuraten Wert. (habe ich das schonmal geschrieben oder immer nur gedacht? ;))
          Das kann aber niemand vorhersehen. Mann kann nur durch die momentane Konstellation auf die Zukunft schliessen, und hoffen das Entscheidungen dann im positiven Sinne greifen. Wenn die personellen Veränderungen bei uns nicht greifen, heisst das nicht das der Umkehrschluss, nämlich Stöger zu halten und dann wäre eine Verbesserung eingetreten, richtig ist.
          Die Mannschaft ist nicht durch den Neuanfang zum Siegen verdammt, sondern durch die erfolglose Vergangenheit, egal unter welcher Personalkonstellation.

          • Robert H. says:

            Das ist alles irgendwo richtig, Hermann. Dass ein Neuanfang oder Korrektur mit Stöger zum Erfolg geführt hätte ist ebenso spekulativ wie umgekehrt die Entscheidung, jetzt alles auf neu zu stellen. Aber es gibt einen feinen Unterschied: mit Stöger weiter zu machen hätte für mich zumindest bedeutet, auch den Misserfolg sprich den Abstieg zu akzeptieren aber GEMEINSAM für den Erfolg zu kämpfen.
            Das ist euch nicht möglich – ihr wollt den Erfolg um jeden Preis. Stöger eine Institution beim FC? – lächerliche Sentimentalitäten! Und diese Erwartungshaltung ist riskant und bricht jedem neuen Trainer das Genick, falls, ja falls der Erfolg ausbleibt.

            Letztlich geht es mir nicht so sehr um Erfolg, Klassenerhalt oder Abstieg. Ich argumentiere hier die ganze Zeit, weil ich froh wäre, wenn die nun verlorene Einigkeit der letzten Jahre wieder da wäre.

    • ralf brostewitz says:

      ….danke robert, du schreibst vielen effzeh fans aus der seele ! es geht hier nicht um personenkult sondern einfach nur um den menschen stöger und da sollte man bei aller kritik an ihm auch seine hervorragende arbeit und menschlichkeit hervorheben dürfen ! alles andere, wer,wie,was,warum sind nur spekulationen und helfen uns nicht weiter – im mai werden wir dann alle schlauer sein !

    • Hermann says:

      „Also ruhig mal ab und zu überlegen, was man sagt, oder halt mal die Fr… halten.“ Du wirfst uns vor das wir uns daneben benehmen und dann kommt so ein Satz.
      Ist ebenfalls daneben. Merkst Du selber oder? Dann bleiben wir kurz beim daneben:
      Ich habe kein Problem damit nicht mit allen einer Meinung, oder der Grund für ein Magengeschwür zu sein. Ich gehöre offenbar sowieso zu der Minderheit in unserem Verein, welche den Anteilsverkauf kategorisch ablehnt und unsere Ultras mag. Als sich der größte Teil der Mitglieder dafür entschieden hat, den Anteilsverkaufs weiterhin zu ermöglichen, war das so garnicht in meinem Sinne. Musste das aber so akzeptieren. Jetzt wurde eine Entscheidung getroffen die offenbar nicht im Sinne der Mehrheit war, genau von den Leuten, denen man noch vor kurzem vertraut hat verantwortlich mit unseren Anteilen umzugehen. Jetzt habt ihr Pipi in den Augen. Das ist für mich völlig beschränkt. Panne ist für mich ebenfalls dem Stöger so hinterher zu heulen und wem das nicht gefällt, der soll sich halt daran stören.
      Merkst Du es selbst Robert? „Du kannst Anteile verkaufen, aber wehe du feuerst Stöger….“ Gehts noch?

      • Robert H. says:

        Gut, sorry, ich nehm das mit der „Fr… halten“ mal zurück.
        Aber ich bleibe dabei, dass eure Wortwahl teilweise extrem unüberlegt ist, und das ist nicht „daneben“. Wir kennen deine Meinung zu Stöger jetzt und das ist soweit durchaus ok. Aber es gibt einen Großteil hier, du nennst sie sogar die „Mehrheit“ die nicht nur anderer Meinung ist, sondern im Wortsinn trauert.

        Und was machst du? Du sprichst von „Pipi in den Augen“ und „hinterherheulen“ und dass das „beschränkt“ in deinen Augen ist. Sagst du sowas auch zu deiner Frau z.B. beim Begräbnis deines Schwiegervaters?
        Und dann finde ich es legitim, dir nahe zu legen deine (um es mal diplomatisch zu formulieren) Meinung mal für dich zu behalten.

        • Hermann says:

          „Sagst du sowas auch zu deiner Frau z.B. beim Begräbnis deines Schwiegervaters?“ Ich muss Dich wieder fragen ob Du es selbst bemerkst!? Eine Trainerentlassung mit einem Todesfall zu vergleichen….? Also lieber Robert, ich habe mir wirklich sehr große Mühe gegeben Dich ernst zu nehmen, du aber willst mich wohl mit aller Gewalt zwingen dies sein zu lassen. Und ich behalte meine Meinung nicht für mich; ihr schiesst vollends über das Ziel hinaus.
          Lass uns das ganze doch abkürzen; kümmert Euch um eine Ausserordentliche Mitgliederversammlung, wählt den Vorstand ab, vergrößert das Chaos bei uns, zerstört weiter unsere Reputation, die Dir noch vor kurzem so wichtig war, und platziert jemanden der Stöger dann zurückholt. Das Ansehen, welches du Deutschlandweit am Boden sahst, (sogar irgendeinen Beitrag von irgendeinem Unwichtigen Sonstnochwer hast Du hier reingestellt) verbessert Ihr garantiert mit Eurem vorgehen.
          Ich habe es zu solchen Kandidaten wie Dir bereits schonmal gesagt. Euch ist ohne Übertreibung vorzuwerfen, das ihr nicht das Beste für den FC wollt.

  14. Robert H. says:

    Hermann, ersetze bitte das „Du“ durch „man“. Wollte nicht den Eindruck erwecken, persönlich zu werden. Der Vergleich „Begräbnis“ und „Entlassung“ hinkt, aber ich wusste nicht, wie ich es sonst deutlich machen könnte.
    Wenn die große Mehrheit der Gremien und der Basis die Entlassung befürwortet hätte, hätte ich Stöger auch „keine Träne hinterhergeweint“. Das, und das weißt du, ist aber nicht der Fall. Zur Zeit besteht da eine Patt-Situation für und wider.
    Und da mahne ich mit allen meinen Einlassungen einfach nur an, dass die eine Hälfte, die ihren Willen bekommen hat, sich nicht über die andere lustig machen und diese verächtlich machen sollte. Das ist alles.
    Dass ich damit dem Verein schade, weise ich zurück. Was „das Beste“ für den Verein ist oder gewesen wäre, weiß zum jetzigen Zeitpunkt niemand. Bei der Bewertung der jetzigen Entscheidungen sind du und ich, sowie die gesamte Anhängerschaft uneins. Das ist Fakt und noch lange kein Grund für deine jetzt persönlichen Anfeindungen.
    Wäre für mich schön, wenn die Entwicklung so ist, dass wir irgendwann wieder einig werden könnten.

    • Ali Perez says:

      Hallo Robert H.,
      ich sehe mich hier nicht als Mediator, der alle Fans zusammenführen möchte. Ich schreibe hier Kommentare; sprich ich äußere meine persönliche Meinung. Die muss nicht jedem gefallen, aber die sollte jeder aushalten können. Ich bemühe mich, niemanden zu beleidigen und betreibe keine Hetze gegen einzelne Personen. Letzteres betreibt übrigens gerade der sentimentale Teil unserer Fangemeinde. Man spricht in dem Zusammenhang von außerordentlicher Mitgliederversammlung und Präsidium stürzen. Und ich gebe offen zu, dass ich null Verständnis für so einen Quatsch habe. Dabei ist es nicht so, dass ich nicht auch mal wütend bin, aber wir sind erwachsene Menschen, die über die Folgen ihres Handelns gefälligst nachzudenken haben. Ein Sturz des Präsidiums würde Handlungsunfähigkeit bedeuten und zwar auf unabsehbare Zeit. Dann hätten wir Chaos.

    • Hermann says:

      So lieber Robert, mein letzter Kommentar an Dich. Mit Dir dreht man sich nur im Kreis, das sollten wir jetzt beenden.
      Dein Vergleich mit einem Todesfall und einer Trainerentlassung hinkt nicht, sondern ist abstossend pietätlos und vollkommen unanständig.
      Ich habe mich letztens bei Dir entschuldigt, das ich dich Schwadlappen genannt habe. Diese Entschuldigung nehme ich zurück.
      Auf Wiedersehen

      • Robert H. says:

        OK, Hermann, danke für deinen Kommentar. Scheinbar habe ich dich mit meinem Vergleich persönlich getroffen. Wenn dem so ist, so tut es mir ernsthaft leid und nehme ich ihn mit Bedauern zurück. Es war sicherlich nicht meine Absicht, irgendjemand hier persönlich zu treffen, wenn es mir passiert ist, mea culpa.
        Das kannst du annehmen oder auch nicht.
        Ich lasse es von meiner Seite damit auch bewenden. Es macht für mich keinen Sinn, ein Missverständnis ausräumen zu wollen, wenn ich partout missverstanden werden soll.

        Ich klinke mich also aus dieser Diskussion aus. Was du und z.B. Ali über in diesem Fall Andersmeinende denkt habt ihr nun mehr als deutlich gemacht. Leider habt ihr nicht begriffen, dass ich gar nicht zu dieser Fraktion der Andersdenkenden gehöre.
        Von mir kam niemals ein „Back to stöger“ noch ein „Vorstand raus“-Gerufe.
        Aber wie gesagt: das war es von meiner Seite zu diesem Thema.

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