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Seit Freitag war alles klar: So lief das Stöger-Aus

Seit Freitag war alles klar - So lief das Stöger-Aus

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Alexander Wehrle deutete es bereits vor dem Spiel gegen den FC Schalke 04 an: Es gebe „neue Komponenten“ außer der sportlichen Situation, die über die Trainerfrage beim 1. FC Köln entscheiden würden. Doch da war sie bereits getroffen worden: die Entscheidung, sich von Peter Stöger zu trennen.

Köln – Wann es genau begann, wann die ersten Risse auftraten, lässt sich kaum mehr sagen. Genauso lässt sich inzwischen kaum mehr beurteilen, wer von den Verantwortlichen in den letzten Tagen die Wahrheit sagte und wer nicht. Gesagt wurde jedenfalls eine ganze Menge. Inoffiziell und offiziell. Am Ende dürfte die Chronik der Trennung ungefähr so ausgesehen haben.

Der Stöger-Abschied beginnt gegen Hertha

Am Sonntag, den 26. November, treten die FC-Bosse nach dem 0:2 gegen Hertha BSC zur Krisensitzung an. Sie sind sich nicht einig, Peter Stöger erhält die Ein-Spiel-Jobgarantie bis zum Duell gegen Schalke. Am Montag verkünden die FC-Bosse den Eiertanz um den Trainerposten, ihnen fehlt aber noch immer eine Alternative für den Fall, dass es gegen Schalke schief läuft. Am Mittwoch kontaktiert Sportdirektor Jörg Jakobs den U19-Trainer Stefan Ruthenbeck und fragt ihn, ob dieser bereit wäre, als Interimscoach bis zur Winterpause einzuspringen. Ruthenbeck gibt sein Okay.

Am Donnerstagmittag trifft sich Stöger zunächst mit Alexander Wehrle. Der Trainer teilt dem Geschäftsführer mit, dass er auf der darauf folgenden Pressekonferenz mit deutlichen Worten eine Entscheidung in der Trainerfrage fordern wird. Dies geschieht um 13 Uhr: Stöger fordert Klarheit und wirft dem Präsidium vor, ihn hinzuhalten. Noch am gleichen Abend setzen sich die FC-Bosse noch einmal zusammen, auch Stöger ist dabei. Es reift die Idee, sich nach dem Schalke-Spiel zu trennen. Der Vorstand ist sauer aufgrund der öffentlichen Kritik, Stöger sieht sich in seinen Worten bestätigt. Am Freitag setzen sich der Österreicher, Geschäftsführer Wehrle und das Präsidium erneut zusammen. Die Auflösungsverträge werden vorbereitet, aber noch nicht unterschrieben. Dennoch ist klar: Nach dem Schalke-Spiel ist Schluss.

Ruthenbeck verplappert sich

Am Samstag vor dem Spiel legen Wehrle und Stöger schauspielerische Glanzleistungen hin, erklären lediglich, dass nach dem Spiel gegen Schalke eine Entscheidung her muss. Bis dahin ist aber längst durchgesickert, dass es zur Trennung kommen wird. Denn: Ruthenbeck hat sich verplappert. Der U19-Coach klärt am Samstagmittag bereits seine Mannschaft auf, kündigt an, bis zur Winterpause die Profis zu übernehmen. Auf Schalke endet derweil die Partie 2:2, Stöger teilt noch auf dem Platz den Spielern seine Entscheidung mit, per SMS werden die verletzten Spieler zeitgleich informiert. Anschließend kommt es zu den emotionalen Szenen vor der Fankurve der Geissböcke.

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