, ,

Wie ein junger Fan den Erfolg und den Absturz verkraftet

Zwischen Himmel und Hölle

Der 1. FC Köln ist Tabellenletzter. Der Kater nach dem 20. Mai dauert mittlerweile schon ziemlich lange an. Wird am Ende alles nur ein böser Traum gewesen sein? Wohl eher nicht. Mit dem Effzeh habe ich in diesem Jahr so viele Höhen und Tiefen erlebt, dass ich bei einer Achterbahnfahrt wohl schon längst wegen Übelkeit ausgestiegen wäre. 

Köln – Wenn ich mir heute die Zeilen durchlese, die ich am 12. Juni 2017, knapp drei Wochen nach dem triumphalen Einzug in die Europa League verfasst habe, kommt mir das unwirklich vor (hier geht’s zum damaligen Artikel „Wie ein 1993 geborener FC-Fan den Erfolg verkraftet“). Als hätte ich meiner Fantasie ein Stück zu viel Freiraum gegeben und mich zu sehr zu Tagträumen hinreißen lassen. Der Effzeh ist in der vergangenen Saison Fünfter geworden und hat nach 25 Jahren den Einzug in das internationale Geschäft geschafft. Das war vor einem Jahr unwirklich, und das ist es heute wieder. Wäre ich nicht bei fünf von sechs Spielen in Europa live dabei gewesen, ich würde den Verlauf des Jahres wohl kaum glauben.

Aber der Reihe nach. Es ist der 20. Mai 2017, 17.15 Uhr: Yuya Osako wird von Milos Joijc geschickt, der Japaner startet durch und versenkt den Ball zum entscheidenden 2:0 gegen den 1. FSV Mainz 05 im Netz. Alle Bänne brechen, tausende Fans auf dem Rasen im RheinEnergieStadion tragen die Spieler auf Händen. Und ich mitten drin. Blicke hoch auf die Pressetribüne, sehe meinen völlig erschöpft wirkenden Chef dort sitzen und schreibe ihm eine WhatsApp „Lach doch mal!“. Schaue ich nun auf die letzten vier Monate zurück, musste er mir diesen Satz in dieser Zeit häufiger sagen, als es mir lieb gewesen wäre.

Die schier endlose Frage nach dem Warum

Aber warum? Das ist nicht für mich, sondern höchstwahrscheinlich für jeden, der dem Effzeh wohlgesonnen ist, die alles entscheidende Frage. Wieso hat der Klub, der Ende Mai an seinem Höhepunkt der Neuzeit angelangt war, einen solchen Absturz hingelegt? Ein solcher Niedergang, eine solche Selbstzerstörung des eigenen Erfolgs, wird wohl noch sehr lange seinesgleichen suchen.

Man muss es sich einmal vor Augen führen: Der 1. FC Köln ist nach der Hinrunde Letzter, hat neun Punkte Rückstand auf den Relegationsrang. Und das mit gerade einmal sechs Punkten auf dem Konto. Sechs! Eine Rettung ist nur noch durch ein Wunder möglich. Vor drei Wochen stand der Effzeh ohne Trainer und ohne Sport-Geschäftsführer da. Und das nach der Erfolgsära Schmadtke/Stöger. Nein, das hätte ich vor einem halben Jahr wahrlich nicht für möglich gehalten. Einem Drehbuchautor hätte ich wohl gesagt: „Gute Gruselgeschichte, aber schreib es vielleicht ein bisschen realistischer!“

Im Erfolg macht man die größten Fehler

Am Ende ist es aber weder eine Geschichte noch ein Albtraum. Sondern die bittere Realität. Gründe für diese gibt es wohl zahlreiche. Einige sind bekannt, einige werden für die meisten von uns wohl immer im Verborgenen bleiben. Auch skurrile Gerüchte gibt es viele. Am Ende bleibt aber ein Grund für den Absturz offensichtlich. Denn Otto Rehhagel sagte bereits: „Im Erfolg macht man die größten Fehler.“

Es ist schwer zu sagen, wann diese Fehler begonnen haben. Einige sagen, bereits vor einem Jahr hätte es angefangen zu kriseln. Die Rückrunde sei schon alles andere als souverän gewesen. Andere behaupten, nach dem 20. Mai, als Stöger erschöpft und leer in den Katakomben saß, wäre das der Wendepunkt gewesen. Wahrscheinlich hat jeder von uns seinen eigenen Schlüsselmoment, an dem er gemerkt hat, dass etwas gewaltig schiefläuft. Für mich war einer dieser Momente am 30. August. Der Effzeh ist mit zwei Pleiten in die erste Länderspielpause gegangen und absolviert ein Testspiel beim TV Herkenrath in Bergisch Gladbach. Zwar gewinnen die Kölner mit 7:2, liegen aber zur Halbzeit gegen den Fünftligisten mit 1:2 in Rückstand. Und das völlig verdient, denn sie zeigen so ziemlich den schlechtesten Fußball, seit ich Effzeh-Fan bin. Auf der Rückfahrt sagt ein Kollege, nachdem auch einige Interna aus dem Geißbockheim nach außen gedrungen sind: „Das ist der Anfang vom Ende.“ Er glaubt bis heute, ich würde ihm diesen Satz übelnehmen. Mitnichten. Das Einzige, was ich überhaupt irgendjemandem übelnehme, ist, dass er mit diesem Satz völlig Recht hatte.

16 Kommentare
  1. Harald Großmann
    Harald Großmann says:

    Liebe Sonja,

    ich bin un schon etwas älter als Du und seit fast 50 Jahren effzeh-Fan. Ich bin kein Kölner und Mitglied bin ich erst geworden, als endlich die Meier- und Overath-Ära vorbei war und der Klub, wie ich fand, endlich gute und solide Arbeit gemacht hat. Konkreter Anlass war der Wiederaufstieg eben mit Schmadtke und Stöger. Wenn Du jetzt sagst „… sollen diejenigen ruhig gehen, die sowieso nur Teil des Erfolgs sein wollten“, dann muss ich sagen, so einfach ist es nicht.

    Ich werde wohl immer effzeh-Fan bleiben, aber das, was der Vorstand in dieser schwierigen Situation verzapft hat, bringt mich schon zu der Überlegung, wie ich hier ein Zeichen setzten kann und eine Option ist sicher der Vereinsaustritt. Ich bin nämlich einfach nur darüber enttäuscht, dass das „Spürbar anders“ für mich nun nicht mehr positiv besetzt ist, sondern nach den Zögerlichkeiten und Stillosigkeiten der letzten Zeit als „Spürbar unfähiger“.

    Da ich, wie gesagt, kein Kölner bin kann mit meinem Geld vielleicht eher Jugendarbeit o. Ä. in meiner Heimat gefördert werden, aber nicht ein von den Fans und der Realität entrückter Vorstand. Ich werde noch etwas abwarten, da ich mit mir diesbezüglich noch nicht im Reinen bin, aber es liegen noch alle Optionen für mich auf dem Tisch.

    Ansonsten danke ich Dir für die schönen Artikel, diesen und natürlich auch für den vom Juni.

    • Karl Heinz Lenz
      Karl Heinz Lenz says:

      Lieber Harald, was hast du denn immer mit „dem Vorstand“? Es ist doch so, dass auch noch einige andere beim FC Fehler gemacht haben, nämlich zum Beispiel die beiden Männer, wegen denen zu damals offenbar in den FC eingetreten bist.
      Und was den Slogan: „Spürbar anders“ angeht: Das war immer ein Quatsch. Es hätte dem FC besser angestanden, nach den Jahrzehnten Durcheinander in den 1980er, den 1990er und in den frühen 2010er Jahren einen Slogan zu haben so ähnlich wie „Ganz normal“. Eben einfach, bescheiden, praktisch-vernünftig, fleißig, kritisch – wie viele andere Bundesligaklubs. Aber „Spürbar anders“ schmeichelt eben den Größenfantasien von uns Kölnern: „Dat Hätz vun de Welt, dat steht in Kölle!“. Solange der FC nicht „ganz normal“ wird, wird es nicht laufen. Armin Veh und Alexander Wehrle scheinen Leute zu sein, die den FC zu einem im guten Sinne normalen Verein machen können. Das bin ich optimistisch.
      Liebe Sonja, mir ging es vielleicht ähnlich wie dir. Trotz allen sportlichen Schwierigkeiten unseres Teams in der Hinrunde: Ich fand es sehr spannend und interessant, trotz aller Leiden und Enttäuschungen. Und: Der FC hat in der Rückrunde noch eine Chance. Ich bin sehr gespannt

    • Querkopf
      Querkopf says:

      „Ich werde noch etwas abwarten, da ich mit mir diesbezüglich noch nicht im Reinen bin, aber es liegen noch alle Optionen für mich auf dem Tisch.“

      Du trittst nicht aus, Harald, wetten? ;-)

      Aber mal im Ernst, da die Mitgliedsbeiträge lediglich dem e. V. und somit den Amateuren zugutekommen, würdest du die Falschen treffen. Das mal zum einen.

      Und zum anderen versteh ich nicht, wieso neuerdings der Vorstand an allem schuld sein soll. Der kauft weder Spieler ein, noch hält er sie fit oder stellt die Mannschaft auf. Er trainiert sie auch nicht oder bläut ihnen ein, dass sie auf ihre Physis zu achten haben.

      Dieses „Heraushalten“ wurde dem FC in den letzten Jahren bundesweit zur Ehre gereicht, und jetzt soll das alles falsch gewesen sein – und der Vorstand ein Haufen Müll, den es zu entsorgen gilt, und dann auch noch ohne Alternativen vorzuschlagen?

  2. Elke L.
    Elke L. says:

    Ich hatte mir schon gedacht, dass der Passus „Sinnloses „die Mitgliedschaft kündigen“ wird es nicht geben. Und wenn doch, sollen diejenigen ruhig gehen, die sowieso nur Teil des Erfolgs sein wollten“ Proteste hervorbringen, da es einige so sehen, wie Harald Großmann.

    Allerdings sollte man immer bedenken, dass unsere Beiträge zu 100% an den eV gehen und dort z.B. für die Jugendarbeit verwendet werden. Und dort wird m.E. gute Arbeit geleistet.

    Auch wenn viele Fehler gemacht wurden, Alex Wehrle war für mich derjenige, der in der Zeit ohne Geschäftsführer Sport für vieles zuständig war, wohl auch, dass die Kommunikation innerhalb des Vereins nicht ganz abgebrochen ist und auch nach außen hat er sich immer gestellt. Daher bleibt bei mir die Hoffnung, dass es auch wieder bessere Zeiten bei unserem FC geben wird. Außerdem, solange ich Mitglied bin, kann ich auch meine Stimmrechte bei der Versammlung einbringen.

  3. Dieter
    Dieter says:

    Ich wehre mich ganz deutlich gegen die Unterstellung (ich wolle nur Teil des Erfolges sein). Bin 61 Jahre – 55 Jahre FC Anhänger – Darlehensgeber – Mitglied.
    Weder verdiene ich die Summe eines JS, noch produziere ich so viel Mist für meinen Arbeitgeber wie JS. Ganz zu schweigen von einer Millionenschweren Abfindung. JS hat ganz eindeutig dem Verein geschadet. Daran ändert auch nicht die Qualifikation für Europa. Seit ich denken kann war das die miserabelste internationale Saison des FC. JS sei Dank.

    Als Mitglied habe ich Anspruch darauf, dass vernünftig gearbeitet wird und nicht nur eine Selbstdarstellung gewisser Personen statt findet. Je mehr man verdient desto besser muss auch die Leistung für den Arbeitgeber sein. Das ist wirtschaftliches Denken. Elke was haben dir denn die Stimmrechte bislang eingebracht? Hast du ein Mitbestimmungsrecht wenn es um Käufe oder Verkäufe von Spielern geht? Kannst du mit bestimmen, welche Personen den Verein vertreten? Du schreibst, es wird auch wieder bessere Zeiten für den FC geben, genau das habe ich vor 4 1/2 Jahren auch gedacht. Wurde leider wie die meisten Fans aber sehr, sehr enttäuscht. Wie oft soll sich dieses Spielchen noch wiederholen. Bis wir die Augen zu machen?

    • Elke L.
      Elke L. says:

      1. habe ich niemanden für seine andersartige Meinung kritisiert, sondern nur erwähnt, dass die Sicht von Sonja nicht von jedem geteilt werden wird.
      2. ich das ähnlich wie Sonja sehen
      3. jeder kann natürlich eine andere Meinung haben und seine Mitgliedschaft kündigen
      4. hatte J.Sch. es wohl in seinem Arbeitsvertrag so stehen mit der Abfindung (in einem Interview hatte er mal gesagt: manchmal müsse man halt auch an seinen eigenen Verträgen arbeiten. Das wurde ihm in guten Zeiten halt unterschrieben, also noch keiner überlegt hat, was ist wenn wir uns mal nicht gut verstehen. – Darüberhinaus hat AV unsere Verträge im Allgemeinen gelobt, da alle Spieler einen Vertrag für die 2. Liga mit reduzierten Bezügen unterschrieben haben (nicht das alle bleiben, aber evtl. kann der FC dann Ablösesummen generieren.
      5. meine Stimmrechte sind z.B. dazu da, einen Vorstand zu wählen oder auch Vertreter der Mitglieder zu wählen, die dann tatsächlich auch ganz nah dran sind. Wenn ich denke, dass diese Vertreter nicht gut gearbeitet haben, dann wähle ich sie nächstens halt nicht mehr ODER vielleicht mache ich mich auch auf und lasse mich selbst aufstellen?
      6. aber jeder muss es natürlich selbst entscheiden – diese Diskussionen sollten doch eigentlich der Meinungsbildung dienen und nicht um andere diskriminieren, gelle QUERKOPF :-)

    • Hermann
      Hermann says:

      „Elke was haben dir denn die Stimmrechte bislang eingebracht? Hast du ein Mitbestimmungsrecht wenn es um Käufe oder Verkäufe von Spielern geht? Kannst du mit bestimmen, welche Personen den Verein vertreten?“

      Dann kannst Du Dir Dieter gleich auch die Frage stellen, was Dir das Wahlrecht in unserer parlamentarischen Demokratie bringt. Dann muss man sich auch die Frage stellen; was nützt es mir Mitglied (Staatsbürger) einer Demokratie zu sein? Dies führt unweigerlich zu der Frage, was es einem Individuum überhaupt bringt Teil eines demokratischen Prozesses zu sein, in welchem eine einzelne Stimme noch nichtmal soviel bewirkt wie Taubenkot auf dem Autolack. Du kannst Dich in Deiner Haltung nur bestätigt sehen, wenn Deine Stimme Teil der Strömung ist zu der sich die meisten hingezogen fühlen. Wenn man nun nicht Teil der Mehrheit ist, ist das politische Model irrelevant, denn man sieht seine Vorstellungen nicht umgesetzt und es fühlt sich an, als ob einem über den Kopf hinweg entschieden wird. Wenn man ganz böse sein will, kann man behaupten das eine Wahl lediglich eine Scheinveranstaltung ist, die den Irrglauben aufrecht erhalten soll das man eine Wahl hätte, das füttern einer Wahnvorstellung.
      Man kann den Prozess der die Personen XYZ dazu befähigt Macht auszuüben nennen wie man will, Du nimmst an dieser Machtausübung nicht Teil, Du bist wenn überhaupt nur Teil der Strömung die jemanden dazu befähigt, ungeachtet der politischen Rahmenbedingungen.

      • Elke L.
        Elke L. says:

        Mir reicht es, so wie es ist.
        Wenn ich in meinem Betrieb arbeite und es läuft etwas ganz gewaltig schief, habe ich die evtl. die Möglichkeit meine Meinung zu äußern, aber Einfluß nehmen kann ich eben nicht.
        Wenn ich irgendwo mit einem Minianteil beteiligt bin, kann ich dann wirklich Einfluß nehmen auf die Geschäftsführung? Wohl kaum.

        Zurück zum FC, als Mitglied des e.V. habe ich genauso viel oder wenig die Möglichkeiten Einfluß zu nehmen wie bei den vorstehenden Beispielen. Wer sagt, das reicht mir nicht, das gefällt mir aber nicht mehr – okay, dann Konsequenzen ziehen und gut ist.

        Ich weiß nicht, ob ich es hier schon mal geschrieben habe: unser Vorstand hat gefühlt zu lange gewartet, bis etwas entschieden wurde. Aber wann hätte er besser eingreifen sollen: im Sommer, nachdem J. Schmadte keine vernünftigen Transfers auf die Reihe bekommen hat und als die Vorbereitung und Testspiele schon supoptimal waren; nach den ersten 4/5 verlorenen Spielen, oder oder?? Wenn man hinter dem PC sitzt, ist alles so einfach, die Praxis ist allerdings viel schwieriger.

        Jetzt wurden ein paar Schalter umgelegt und ich bin neugierig, ob das alles greift. Mir sind andere Dinge bezüglich FC wichtiger. Schafft es unser neuer Trainer auf Dauer den Jungs mehr Mut einzuflößen? Hören jetzt endlich mal diese endlosen Neuverletzungen auf? Wie lange dauert es, bis die Rückkehrer wie der Joni wieder voll dabei sind und der Mannschaft helfen können? Kann Stefan Ruthenbeck Terodde schnell in die Mannschaft einbinden und dafür sorgen, dass so gespielt wird, dass er dort vorne nicht verhungert? und und

        Unser Vorstand ist gewählt bis 2019, mal sehen, ob er solange im Amt bleibt, oder vorzeitig geht. Wir werden sehen, wie sich das Ganze entwickelt bis zum nächsten Herbst.

  4. hennesarmin
    hennesarmin says:

    Es bringt doch jetzt gar nichts, den oder die Schuldigen auszumachen. Wie immer sind es viele Faktoren, die den Absturz ausgemacht haben. Ein nicht so ganz stark aufgestellter Verein kann sich halt nicht zu viele Fehler erlauben, sonst ist man in diesem Geschäft schnell erledigt. Merkwürdig finde ich, dass niemand auf die Idee kommt, auch mal die Spieler in die Verantwortung zu nehmen. Von einem Profi in der ersten Bundesliga muss man z.B. erwarten können, dass er in der Lage ist, in Eigenverantwortung seinen Fitnesszustand über die Sommerpause hinweg in Ordnung zu halten.

  5. Querkopf
    Querkopf says:

    „was haben dir denn die Stimmrechte bislang eingebracht? Hast du ein Mitbestimmungsrecht wenn es um Käufe oder Verkäufe von Spielern geht?“

    Also, wenn du erwartest, dass du und deine Kumpel, womöglich nach vierzehn Kölsch im hohlen Kopf, oder die Mitglieder des e. V. allgemein über den Profikader und die Ausrichtung des Vereins inklusive Stadionaus- oder Neubau bestimmen, dann musst du sehr viel Zeit für Mitgliederversammlungen alle paar Wochen oder gar Tage haben. Der Rest aber nicht. Es kann ja nicht jeder FC-Fan (Früh-)Rentner sein. ;-)

  6. NICK
    NICK says:

    Ich finds unverständlich, dass man in Fan-Foren damit „droht“ seine Mitgliedschaft zu kündigen, weil einem dies oder das, was die ein oder andere Person gerade tut oder getan hat, persönlich missfällt.

    Da frag ich mich – was sind das für Leute? Suchen die jetzt persönliche Bestätigung und Zuspruch? Weil eigentlich interessiert das hier doch niemanden ob sie persönlich jetzt austreten oder nicht…Möchten sie andere Leute anstacheln es Ihnen gleich zu tun und so „ihrem“ Verein den grösst möglichen Schaden zu zufügen, den sie alleine im Stande sind zu verrichten? Was sollen diese Sätze??? Ich kanns nicht nach vollziehen.

    Tritt man dann auch wieder ein, wenns dann wieder besser läuft??? Wenn ja, was hat man dann davon? Vorkaufsrecht bei Karten, weil man nur hingeht, wenn der Effzeh auch erfolgreich spielt? Liegt es an der Ligazugehörigkeit? Erste Liga – Mitglied, zweite Liga – nein danke?

    Ich bin kein „junger Fan“ mehr, wie Sonja Eich. Ich bin aber auch kein „alter Fan“. Ich bin die Generation dazwischen. Es waren dieses Jahr meine ersten Europapokalspiele (ausser UI-Cup) an die ich mich wirklich erinnern kann. Mit etwa 11-12 Jahren war ich das erste Mal alleine in der Südkurve und bin FC-Fan seit ich denken kann. Mitglied hätte ich früher werden können, bin es aber erst, als Wolfgang Overath hingeschmissen hat. Damals verfolgte ich die JHV im Express-Liveticker und als dann die Bombe platzte, sagte ich mir „So jetzt musst DU zu DEINEM VEREIN stehen“ und füllte noch während der JHV den Mitgliedsantrag aus. Seitdem war ich bei jeder JHV und die Mitgliedschaft hat mein „Fan sein“ auf eine absolut höhere Stufe gehoben. Das Zugehörigkeitsgefühl zu MEINEM Verein wurde extremst verstärkt und ich kann jetzt schon sagen, dass meine Zugehörigkeit „e leeve lang“ halten wird – unabhängig von Erfolgen, Ligazugehörigkeit oder handelnden Personen. Ich werde meine Mitgliedschaft in diesem Verein nie bereuen oder in Frage stellen.

    Für alle die es doch tun, bringe ich aber Verständnis auf. Nur bringe ich kein Verständnis für diese dauernden öffentlichen „Wegen diesem oder jenem trete ich jetzt aus“-Äußerungen auf. Wenn es so ist – ok. Wenn ihr meint, es bringt euch was und die 90€ könnt ihr besser woanders ausgeben – gut. Dann macht es. Aber dieses dauernde „Drohen“ damit nervt. Zumindest mich.

    Ich kann jedem „FC-Fan“ eine Mitgliedschaft nur empfehlen, mir persönlich hat das wirklich viel gegeben, dass ich nie mehr missen möchte.

    • Andy Andy
      Andy Andy says:

      So einen Schwachsinn habe ich ja selten gelesen. Hier sagt einer warum er keinen Bock mehr auf den FC hat und das finden Sie unmöglich. Warum Sie das wohl beste Mitglied vom FC sind sollen aber alle toll finden. Habe schon einiges von Ihnen gelesen, doch dieses ist der schlechteste Kommentar. Und der Beitrag für Mitglieder beträgt 92€ und nicht 90€.

      • Hermann
        Hermann says:

        Wie kann man als FC Fan keinen Bock mehr auf den FC haben? Und wieso schämt man sich nicht dafür dies auch noch in einem FC Forum öffentlich zu kommunizieren? Bestimmt weil es Online anonym ist.
        Das man keinen Bock mehr auf bestimmte handelnde Personen beim FC hat ist legitim, das man aber keinen Bock mehr auf den FC hat, ist dann in Wahrheit unmöglich. Wieso können einige Menschen das nicht differenzieren; den FC und die wechselnden handelnden Personen?
        Es dürfte wohl keinen FC Fan geben den unsere jetzige Entwicklung freut und ich bringe Verständnis dafür auf, das man bei negativer sportlicher Entwicklung und verschiedenen Entscheidungen, die einem Unbehagen bereiten, enttäuscht ist. Man kann den Verantwortlichen dafür den Rücken zukehren, aber sich deswegen vom FC abzuwenden ist doch kindisches Getue. Jeder der das in Betracht zieht sollte sich schämen.

  7. NICK
    NICK says:

    @Andy Andy

    Ich finde das nicht unmöglich. Ich finde das UNVERSTÄNDLICH. Auch nicht die Tatsache, dass jemand austritt, sonderen dass er/sie es vorher in Onlineforen noch groß breittreten muss. Wozu? Was bringt einem das?

    Wer austreten will, der soll es doch machen. Aber wozu wird das groß vorher verkündet? Es haben die letzten Wochen soviele Leute geschrieben „Das geht ja mal gar nicht, jetzt trete aus!!!“ UND? Die Mitgliederzahl ist trotzdem nicht kleiner geworden. Also sind die Leute entweder alle gar nicht ausgetreten oder es sind mehr Leute eingetreten, die in der jetztigen Notlage eine Bekenntniss FÜR ihren Verein und nicht GEGEN ihren Verein abgeben wollten. Das ist auch eigentlich das was ich von jemanden der sich „Effzeh-Fan“ nennt erwarte „un mer jon mit dir wenn et sin muss durch et füer“ Für den ein oder anderen mag dieser Satz auch „Schwachsinn“ sein. Für mich nicht und wie die nicht sinkende Zahl der Mitglieder zeigt, für ausreichend viele andere auch nicht.

    Aber wer austreten mag, der soll es machen…

    PS: Ich zahle gar keinen Jahresbeitrag mehr, daher kenne ich die genaue Zahl nicht – ob 90 oder 92€, ich denke an den 2€ wird eine Mitgliedschaft nicht scheitern.

    • Andy Andy
      Andy Andy says:

      Nun denn, wenn man ja keinen Jahresbeitrag bezahlen muss obwohl man Mitglied ist kann ich die Aufregung erst recht nicht verstehen. Nun , da Sie ja auch kostenlos nach Budapest kommen obwohl Sie nach Bukarest wollten aber leider die Bahn verwechselt haben sind Sie für mich ein Glücksgriff als FC – Fan. Herr Nick, ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2018 . Wir alle drücken dem/ unserem FC die Daumen mit oder ohne Mitgliedschaft. Humor ist wenn man trotzdem lacht.

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar